Bundesliga | Last-Minute-Wahnsinn! Dortmund schlägt Hoffenheim

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News | Zum Auftakt des dritten Spieltags empfing Borussia Dortmund die TSG Hoffenheim. In einem höchst unterhaltsamen Duell setzte sich der keineswegs durchgängig souveräne BVB nach irrer Schlussphase mit 3:2 durch.

Hitziger Auftakt – Dortmund mit mehr Spielanteilen

Marco Rose veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Niederlage in der Außenverteidigung. Raphael Guerreiro ersetzte den verletzten Nico Schulz, Der von seiner Corona-Infektionen genesene Thomas Meunier kam für Felix Passlack. Auf der Gegenseite tauschte lediglich einmal. Dennis Geiger rückte für Munas Dabbur rein, weshalb Andrej Kramaric als Stürmer auflief. Die Begegnung begann rasant. Schon nach neun Sekunden sah Christoph Baumgartner die Gelbe Karte, weil er Axel Witsel mit dem Ellenbogen im Gesicht erwischte. Kurz nachdem Schiedsrichter Felix Zwayer den fälligen Freistoß freigab, vertändelte Meunier das Spielgerät, Hoffenheim schaltete blitzschnell um, Rudy fand Kramaric, der an den Pfosten köpfte (3.). Fast im direkten Gegenzug schickte Erling Haaland den durchstartenden Giovanni Reyna auf die Reina, dessen Abschluss aus halblinker Position parierte Oliver Baumann.

 

Die TSG fiel in der Anfangsphase häufiger durch rustikales Einsteigen auf. Auch Stefan Posch handelte sich Gelb ein, da er Mahmoud Dahoud mit einer wüsten Grätsche von den Beinen holte (7.). Aus fußballerischer Sicht beruhigte sich das Geschehen. Dortmund gewann an Kontrolle, ohne klare Torchancen zu kreieren. Dafür hätte die Borussia in Minute 26 einen Elfmeter zugesprochen bekommen können. Infolge einer sehenswerten Kombination brachte Baumgartner den abschließenden Marco Reus recht ungestüm zu Fall, der Pfiff blieb jedoch aus. Wenig später verfehlte Reus das Gehäuse deutlich.

Die Gäste schafften zunehmend keine Entlastung, sodass die Partie ausschließlich in ihrer Spielhälfte stattfand. Der präsente Haaland probierte es zweimal mit dem Kopf. Ansonsten hielt das Bollwerk dicht. Darüber hinaus hätte Baumgartner nach klugem Pass von Jacob Bruun Larsen beinahe aus dem Nichts den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, aber der herauseilende Gregor Kobel wehrte per Fußabwehr ab (38.). Den letzten nennenswerten Schuss gab Donyell Malen ab, Baumann war erneut auf dem Posten.

Christoph Baumgartner brachte Marco Reus beim Klärungsversuch zu Fall

(Photo: Imago)

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Dortmund legt zweimal gegen nie aufsteckendes Hoffenheim vor

Die TSG startete aktiver in den zweiten Abschnitt. Doch in der 49. Minute hatte Dortmund Grund zum Jubeln. Jude Bellingham bediente Reyna, der aus 17 Metern abzog und ins rechte untere Eck traf – 1:0. Hoffenheim schüttelte das Gegentor direkt ab, baute Druck auf und besaß eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Kramaric – von Baumgartner in Szene gesetzt – lief frei auf Kobel zu, der Keeper blieb lange stehen und hielt den halbhohen Abschluss (59.). Etwa 120 Sekunden später war der Schweizer dann überwunden. Diesmal fand Geiger mit einem starken Zuspiel den aus sechs Metern überlegt vollendenden Baumgartner – 1:1.

Der BVB trat hingegen – außerhalb des Treffers – kaum in Erscheinung. Erst nach 67 Minuten prüfte Malen, den zur Seite klärenden Baumann. Die darauffolgende Ecke landete bei Manuel Akanji, dessen Kopfball aufs Tornetz flog. Besser zielte Bellingham, nachdem der frisch für die Nationalmannschaft nominierte David Raum eine Flanke von Guerreiro direkt vor seine Füße beförderte, verarbeitete er das Spielgerät umgehend und netzte trocken zum 2:1 ins linke Eck ein. Kurz darauf verhinderte Baumann gegen Malen den Doppelschlag.

Hoffenheim gleicht wieder aus – Haaland hat das letzte Wort

Hoffenheim hatte das Spiel allerdings noch nicht abgehakt. Einen Kramaric-Freistoß lenkte Kobel gekonnt über die Latte (74.). Es entwickelte sich zwischenzeitlich eine Drangperiode in Richtung BVB-Gehäuse, bis Haaland in der 81. Minute an der Entscheidung schnupperte, jedoch bestätigte Baumann seine sehr gute Leistung. Der Norweger verpasste es danach haarscharf, für Klarheit zu sorgen, da sein Versuch mit dem rechten Fuß haarscharf am Pfosten vorbei rauschte (87.). Die Bestrafung erfolgte in der Schlussminute der regulären Spielzeit. Akpoguma verlängerte eine auf den ersten Pfosten getretene Ecke auf Dabbur, der nur noch den Fuß hinhalten musste – 2:2. Die Gäste freuten sich noch über den Ausgleich, ehe sie schon wieder unter Beschuss standen. Baumann parierte sowohl gegen Marius Wolf als auch gegen Yousouffa Moukoko glänze, doch Haaland stand goldrichtig und drosch das Spielgerät zum umjubelten 3:2-Siegtreffer ins Netz. Die restlichen vier Minuten Nachspielzeit überstand Borussia Dortmund nämlich – und verabschiedete sich somit mit dem zweiten Saisonsieg in die Länderspielpause.

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Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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