Bundesliga | „Werden immer wieder Rückschläge haben“ – Die Stimmen zu Schalkes Remis gegen Borussia Mönchengladbach

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News | Nach dem 2:2 im Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach sammelte Sky Reaktionen.

Zalazar und Bülter belohnen Schalkes mutigen Auftritt

Schalke begann im Topspiel druckvoll, brachte die Energie von den Rängen mit leidenschaftlicher Defensivarbeit und gekonnten Umschaltmomenten auf den Rasen. Nach 29 Minuten bediente Tobias Mohr Rodrigo Zalazar, dessen Distanzschuss aus rund 25 Metern akkurat im linken Eck einschlug. Dieses 1:0 nahmen die Gastgeber mit in die Pause. Halbzeit zwei gestaltete sich wesentlich ereignisärmer. 18 Minuten vor Schluss behauptete sich Jonas Hofmann gegen Alex Král und vollendete zum Ausgleich.



Der Treffer schien bei S04 Wirkung hinterlassen zu haben. Königsblau fing urplötzlich an zu wackeln. Sechs Minuten nach dem Treffer behinderten sich Král und Alexander Schwolow bei einem Eckball gegenseitig, Schalkes Keeper ließ die Kugel fallen, Marcus Thuram schaltete am schnellsten und vollendete aus der Drehung zum 1:2. Mit dieser Szene schien Königsblau geschlagen – bis in Minute 90: Thomas Ouwejan schlug einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld an den ersten Pfosten. Der eingewechselte Patrick Herrmann versuchte, per Kopf zu Yann Sommer zurückzugeben, erwischte die Kugel mit dem ausgefahrenen Arm. Sven Jablonski schaute sich die Szene an und entschied auf Elfmeter. Die ausführende Instanz hieß Marius Bülter, der in Minute 93 Sommer verlud, unten rechts traf und Schalke das Remis rettete. Nach der Partie sprach Sky mit den Beteiligten.

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„Unsere verdammte Pflicht, unser Herz auf den Platz zu schmeißen“ – Kramer lobt Mentalität seiner Mannschaft

Nach gut 94 Minuten war die Heimpremiere von Frank Kramer in der Veltins Arena beendet. Eine Heimpremiere, die er durchaus positiv bewertete: „Ich denke, wir haben es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, haben immer wieder Nadelstiche gesetzt. Es war klar, dass Gladbach mehr Ballbesitz hat. Sie suchen die spielerische Lösung, sie bleiben ruhig, sie spielen zurück. Aber wir haben sehr gute Nadelstiche gehabt, haben viele Abschlüsse gehabt und waren einfach zwingender zum Tor. In der zweiten Halbzeit hat man nach und nach gemerkt, dass wir ein bisschen zurückgehen, dass wir etwas zu verlieren haben. Da sind wir ein bisschen zu passiv gewesen, haben diese Nadelstiche nicht permanent setzen können. Und dann wird der Druck einfach größer. Leider haben wir dann die zwei Gegentore hinnehmen müssen.“

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Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Nach dem Spiel versammelte er seine Mannschaft im Kreis und lobte ihre Mentalität: „Wir werden in der Bundesliga immer wieder Rückschläge haben, wir werden immer wieder niedergestreckt werden. Dann muss man aufstehen, dagegen gehen und das hat die Mannschaft heute gemacht, hat nochmal alles reingeworfen und ist belohnt worden. Das wollen wir in jedem Spiel auf den Platz bringen. Das ist genau das, was hierher passt und was die Leute von uns erwarten und sehen wollen. Das ist unsere verdammte Pflicht, unser Herz auf den Platz zu schmeißen.“

Eine Euphorie, von der sich Simon Terodde anstecken ließ: „Jeder weiß, dass ich die 2. Liga richtig geil finde, aber 1. Liga, Schalke-Gladbach, letzte Woche Köln-Schalke. Das hat man bei den Leuten gesehen, die haben das vermisst. Es ist schön, dass wir ihnen in der 93. Minute einen Punkt bescheren können und es ist für uns eminent wichtig, dass wir hier zuhause ungeschlagen geblieben sind.“

Kramer bewundert Ouwejans „Brandbomben“, Farke und Virkus „wollen noch was machen“

„Wenn ich jetzt ein Schalke-Trikot anhätte, glasklar, wenn ich ein Gladbach-Trikot anhab, sage ich, weil auch ein bisschen der Frust aus mir spricht, sage ich, kann man geben, muss man nicht“, so Christoph Kramer zur Elfmeterszene. Als TV-Experte „habe ich kein Gladbach-Trikot an. Ja, den muss man geben, braucht man nicht diskutieren.“

Anders, als vom Punkt hätte Schalke kein Tor machen können, meinte Gladbachs Mittelfeldspieler. „Standardsituationen, Ouwejan, ich weiß nicht, was der für Brandbomben immer reinschmeißt. Aber die sind halt gefährlich. Dann, eine Situation, die einfach passieren kann, die blöd ist und so kriegen sie dann nochmal einen Elfmeter. Aber ich glaube, dass es heute ganz unangenehm war, gegen uns zu spielen. Wir hatten, so in den ersten Minuten, nicht richtig Druck nach vorne erzeugt. Aber hier in der Arena ist es auch nicht so einfach.“

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Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Ebenfalls bescheiden zeigte sich Daniel Farke. Als Grund, weshalb er abermals erst spät wechselte, nannte er, dass er den Rhythmus seiner Mannschaft nicht brechen wollte, aber auch, „wenn man sich unsere Offensivoptionen anguckt, ist es nicht so, dass da ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten dasteht. Wir waren, realistisch gesprochen, im letzten Jahr, lange, lange im Abstiegskampf mit diesem Kader. Und von diesem Kader haben uns im Winter schon Zakaria und im Sommer mit Ginter und Embolo nicht gerade Leichtgewichte verlassen. Der einzige Spieler, den wir aus dem Seniorbereich dazugeholt haben, ist Ko Itakura, gute Leistung heute übrigens. Aber er hat eine Vita von heute gerade einmal seinem zweiten Bundesligaspiel. Wir wissen schon, dass wir limitierte finanzielle Möglichkeiten haben. Ganz bestimmt wäre es gut, wenn wir die ein oder andere Ergänzung in den nächsten Wochen noch hinzufügen könnten. Ansonsten gehen wir mit dem, was wir haben. Und ich muss den Jungs heute ein Riesenkompliment machen.“

Ein klarer Hinweis an den Sportdirektor. Auftritt Roland Virkus: „Erstmal ist es so, dass wir einen guten Kader haben. Aber trotz alledem schauen wir natürlich und beobachten den Markt. Das ist ganz normal, denke ich. Wir wollen noch was machen. Aber keinen Schnellschuss. Das muss passen, in den Möglichkeiten, die wir als Klub haben. Natürlich bin ich da mit dem Trainer im Austausch und bestenfalls natürlich so schnell wie möglich. Trotz alledem, wie eben gesagt: kein Schnellschuss, sondern wohlüberlegt, sondern, das, was passt.“ Bayerns Joshua Zirkzee nannte er einen „guten Spieler“. Aber, „Namen will ich gar nicht kommentieren. Wir beschäftigen uns mit einigen Namen und man muss dann schauen, was brauchen wir für Skills, was brauchen wir für Fähigkeiten, die uns dann auch nochmal verstärken. Wir haben gesagt, dass wir einen Spieler brauchen, der variabel einsetzbar ist, der schnell ist, der tiefe Läufe hat. Das sind so Spieler, die interessant sind.“

Mögen die Spekulationen beginnen…

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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