Bundesliga | Tor und Assist! Baumgartl schießt Union gegen Leipzig auf Platz 4!

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News | Nach einer Trainingswoche ging es am Freitagabend in medias res mit Bundesliga-Spieltag 14. Zum Einstieg war RB Leipzig zu Gast an der alten Försterei. Nach 93 turbulenten Minuten gewann Union verdient 2:1 – dank Timo Baumgartl.

Awoniyi und Nkunku treffen – turbulentes Remis zur Pause

Beide Mannschaften waren vergangenen Sonntag zuletzt tätig, beide Mannschaften mussten eine Niederlage einstecken. Während sich Union Berlin aufgrund eines Treffers von Evan Ndicka aus der 95. Minute in Frankfurt geschlagen geben musste, verlor RB Leipzig 1:3 gegen Leverkusen.

 



 

Der amtierende Vizemeister muss nach wie vor auf Jesse Marsch verzichten. Da unter der Woche auch Co-Trainer Achim Beierlorzer positiv getestet wurde, betreute Marco Kurth das Team an der alten Försterei. Von Jesse Marsch bekam er vier Änderungen mit auf den Weg: Peter Gulacsi, Benjamin Henrichs, Tyler Adams und Dominik Szoboszlai ersetzten Josep Martínez, Kevin Kampl, Emil Forsberg sowie Brian Brobbey.

Urs Fischer wechselte seinerseits dreimal: Julian Ryerson und Niko Gießelmann durften auf den Außen für Christopher Trimmel sowie Bastian Oczipka ran. Zentral machte Genki Haraguchi Platz für Sheraldo Becker.

Awoniyi legt vor, Luthes Fauxpas holt Leipzig zurück

Das Spiel begann mit forschen Unionern. Sechs Minuten sind auf der Uhr, die Gastgeber führten einen Eckball kurz aus, Julian Ryerson fand am zweiten Pfosten Timo Baumgartl, der per Kopf in die Mitte ablegte. Dort spritzte Taiwo Awoniyi in die Kugel – 9. Saisontor. Für den Moment war Union eine Champions-League-Mannschaft.

Sie versuchten darauf aufzubauen. 12. Minute, ein eiserner Konter über rechts, Sheraldo Becker spielte scharf und flach in die Mitte, Awoniyi konnte die Kugel nur noch touchieren, Max Kruse schob sie völlig freistehend links am Tor vorbei. Das hätte das 2:0 sein müssen. Und wenn man Chancen dieser Güteklasse nicht nutzt…
Direkt im Gegenzug kombinierte sich RB durch die Unioner Linien. Aus gut 25 Metern hielt Christopher Nkunku drauf – und traf. Ein gänzlich unvermittelter Ausgleich. Andreas Luthe ließ den harten, aber keineswegs unhaltbaren Abschluss passieren.

RB wollte nun nachlegen und bekam in Minute 17 die Chance dazu – durch die Nummer 17. Zuerst wurde André Silva steil geschickt, kam allerdings nicht mehr zum Abschluss. So landete der Ball genau bei Dominik Szoboszlai, der von der Strafraumgrenze abzog. Luthe lenkte den Schuss über den Querbalken. Starke Aktion von beiden.

Union suchte sein Glück in schnellen Gegenstößen. Gut zehn Minuten vor der Pause spielte Kruse einen Diagonalball auf Awoniyi. Der bekam das Spielgerät nicht mehr unter Kontrolle, Gulacsi packte zu.

Die letzte Chance der ersten Halbzeit gehörte RB: Konrad Laimer zog eine Flanke von rechts genau auf den Kopf André Silvas, der aus fünf Metern zentraler Position knapp über das Tor köpfte. So ging es in einer intensiven und temporeichen Partie mit dem 1:1 in die Kabine.

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Baumgartl schiebt ein – Union auf Platz 4 der Bundesliga!

Ohne personelle Veränderungen ging es in die zweite Halbzeit – und auch ohne Veränderungen der grundsätzlichen Tonalität dieses Spiels. Leipzig probierte weiter vor sich hin, während Union weiter versuchte zu kontern. 56. Minute, Max Kruse schickte Becker auf die Reise. Der passte mit Schnitt in den Sechzehner, Awoniyi bekam die Kugel unter Kontrolle und wollte nochmal Kruse mitnehmen. Nordi Mukiele klärte zur Ecke. Gießelmann brachte sie flach in den Rückraum. Dort fasste Kruse direkt ab, Lainer konnte noch blocken. Der Rebound landete allerdings bei Timo Baumgartl, der nur noch einschieben musste – 2:1. Baumgartl selbst sammelte nach seinem ersten Assist für Union auch seinen ersten Treffer.

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Photo by Boris Streubel/Getty Images

RB Leipzig brauchte Zeit, um sich nach dem abermaligen Rückstand sammeln. In den Folgeminuten sah es bisweilen aus, als würden sie sich ihrem Schicksal fügen. Daran änderte auch die Einwechslung von Emil Forsberg wenig. In Minute 76 wurden sie mal zwingender: Nkunku hatte über links Platz und flankte in die Mitte. Den Kopfball von Szoboszlai blockte Grischa Prömel auf der Linie.

Gulacsi hält, Brobbey vergibt – und Union gewinnt

Die besseren Gelegenheiten hatten aber die Gastgeber: 81. Minute, der eingewechselte Genki Haraguchi brach halbrechts durch und wollte versuchen, den Ball an Gulacsi vorbeizuspitzen – Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Zwei Minuten später parierte Leipzigs Keeper einen Kopfball von Behrens aus kürzester Distanz. Der darauffolgende Eckball landete über Umwege an der Strafraumkante bei Ryerson, dessen Schuss Prömel noch entscheidend abfälschte. Wieder hielt Gulacsi überragend.

Eine Chance bekam Leipzig aber noch: In der 89. Minute rutschte eine Flanke von links in die Mitte zu Brian Brobbey durch. Der Niederländer kam im Fünfmeterraum frei zum Abschluss, Gießelmann blockte im allerletzten Moment.

Das war der Schlussakkord dieses Spiels. Union gewinnt verdient, besiegt RB Leipzig mit demselben Ergebnis wie am 34. Spieltag der vergangenen Saison. Über die gesamte Partie hatten die Eisernen die besseren Chancen auf ihrer Seite. Besonders in der Schlussphase bot sich die Gelegenheit, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Letztendlich mussten sie es nicht mehr. Durch den Sieg springt Union – zumindest über Nacht – auf Platz 4, Leipzig bleibt auf Platz 8, könnte nach der Partie aber noch bis auf Platz 13 durchgereicht werden.

Der Endstand aus der alten Försterei: Union Berlin 2, RB Leipzig 1.

Photo by Boris Streubel/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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