Werder Bremen hat Eren Dinkçi zurückgeholt. Der 24-jährige Offensivspieler wechselt mit sofortiger Wirkung für ein Jahr auf Leihbasis vom Ligakonkurrenten SC Freiburg an den Osterdeich. Beide Klubs bestätigten den Transfer am Montag offiziell auf ihren Vereinsseiten.
Für Dinkçi ist es eine Rückkehr an den Ort, an dem alles begann. Der gebürtige Bremer kam laut Vereinsangaben 2019 vom SC Borgfeld in die U19 der Grün-Weißen und debütierte 2020 bei den Profis. Sein Leihvertrag in Bremen läuft laut Transfermarkt bis zum 30. Juni 2027.
Niemeyer verweist auf über 100 Bundesligaspiele
Bestätigt wurde der Deal von Peter Niemeyer, Leiter Profifußball bei Werder. „Eren ist ein toller Junge und ein richtig guter Fußballer“, wird Niemeyer in der Klubmitteilung zitiert. Der Angreifer habe „nach seinem Weggang aus Bremen viel Erfahrung sammeln können und bereits über 100 Bundesligaspiele bestritten“. Als Bremer Junge kenne Dinkçi den Verein zudem so gut, dass er „keine großartige Eingewöhnungszeit brauchen wird“.
Der Spieler selbst betonte den emotionalen Aspekt: „Bremen ist meine Heimatstadt. Werder ist der Verein, bei dem ich Profi geworden bin. Daher freue ich mich sehr, wieder im Weserstadion und bei Werder spielen zu können.“
Thioune setzt auf das Tempo
Werder-Cheftrainer Daniel Thioune, den der Klub im Februar 2026 als Chefcoach vorgestellt hatte, hebt vor allem eine Eigenschaft hervor. „Geschwindigkeit ist in der Bundesliga eine sehr wichtige Komponente und die bringt Eren mit“, sagte Thioune. Der Neuzugang werde „unser Offensivspiel beleben und uns im Angriff weitere Möglichkeiten geben“. Nach eigener Aussage hatte sich Thioune bereits während seiner Düsseldorfer Zeit intensiv mit Dinkçi beschäftigt.
Laut Transfermarkt ist Dinkçi Rechtsaußen, wird dort aber auch als Mittelstürmer und hängende Spitze geführt. Der 1,88 Meter große Angreifer wurde am 13. Dezember 2001 in Bremen geboren und besitzt die türkische sowie die deutsche Staatsbürgerschaft. Sein Marktwert wird bei Transfermarkt mit sechs Millionen Euro angegeben (Stand: 27. Mai 2026).
Zwei Jahre Freiburg ohne Durchbruch
Im Sommer 2024 hatte Werder den Offensivspieler nach Freiburg abgegeben. Beim Sport-Club kam Dinkçi nach Klubangaben auf 36 Pflichtspiele und ein Tor, davon 31 Partien in der Bundesliga. Bereits in der vergangenen Rückrunde war er verliehen: Beim 1. FC Heidenheim erzielte er in 14 Bundesligaspielen drei Treffer. Insgesamt stand er für Heidenheim 47-mal auf dem Platz und traf 13-mal.
Für Werder bestritt Dinkçi vor seinem Abgang 50 Pflichtspiele, darunter 25 Bundesligapartien mit einem Tor.
Einsatz zum Pflichtspielstart fraglich
Sofort helfen kann der Rückkehrer allerdings noch nicht. Dinkçi laboriert an muskulären Problemen. „Es kann sein, dass er gegen Lüneburg und Freiburg noch nicht zum Einsatz kommen wird“, erklärte Niemeyer. In dieser Woche werde der 24-Jährige aufgebaut, in der kommenden Woche soll er ins Mannschaftstraining integriert werden.
Werder startet am kommenden Wochenende mit dem DFB-Pokalspiel gegen den Lüneburger Sport-Klub Hansa in die Pflichtspielsaison. Der Bundesliga-Auftakt folgt laut Angaben des SC Freiburg am Sonntag, 30. August — ausgerechnet in Freiburg. Die Generalprobe hatten die Bremer am 15. August im Weserstadion mit 0:1 gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre verloren.

