Eintracht Frankfurt wird im Sommer einen neuen Trainer verpflichten. Das Aus von Albert Riera ist quasi beschlossene Sache. Doch welchen Coach wird man in Frankfurt vorstellen? Welche Kandidaten gibt es zurzeit?
Dass es für den Spanier nicht weitergehen wird, das gilt als sicher. Riera hat die Mannschaft nicht signifikant weiterentwickelt und es nicht geschafft, ihr seinen Stempel aufzudrücken.
Zudem gibt es interne Unruhen, die dafür sorgen, dass das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer nicht das beste ist. Für alle Beteiligten, so scheint es, ist eine Veränderung im Sommer die beste Lösung, die man wählen kann.
Die Gerüchteküche brodelt natürlich bereits. Markus Krösche steht unter Zugzwang, denn nach einem ausbaufähigen Transferjahr und der Entscheidung pro Riera muss die Wahl des Trainers sitzen. Vier Kandidaten soll es übereinstimmenden Medienberichten zufolge geben. Doch wer könnte zu den Hessen passen?
Der alte Bekannte: Adi Hütter
Ein Kandidat bei den Hessen ist Adi Hütter. Er trainierte die Eintracht schon von 2018 bis 2021 und hatte damals sehr viele gute Momente in Frankfurt. Anschließend zog es ihn mit weniger Erfolg nach Mönchengladbach, danach blieb er für 93 Spiele bei der AS Monaco. Seit Oktober 2025 ist er ohne Job, aber durchaus bereit, wieder eine Aufgabe zu übernehmen. In Frankfurt kennt man sich gut, die gegenseitige Wertschätzung ist vorhanden und selbst die kleinen Streitigkeiten rund um den Weggang seinerzeit sind vergessen.

Hütter wäre sicher nicht die allerkreativste, aber auf jeden Fall eine solide Lösung. Er sollte mit seinem Spielsystem in der Lage sein, sowohl die Defensive nachhaltig zu stabilisieren als auch offensiv etwas aufzubauen. Die SGE muss entscheiden, ob sie ihm zutraut, den Umbruch, der zweifellos folgen muss, zu moderieren.
Der Überraschungskandidat: Alexander Blessin
Alexander Blessin und Gerüchte um Eintracht Frankfurt: Das ist nicht komplett neu. Blessin spielt gerade mit dem FC St. Pauli gegen den Abstieg und könnte insbesondere wenn ein solcher am Ende eintritt den Verein im Sommer verlassen. Am Millerntor schätzt man Blessin zweifellos, auch vorher in Belgien bei Saint-Gilloise leistete er gute Arbeit, aber ein entscheidender Punkt, der ihn zu einem überraschenden Kandidaten macht, ist die Entwicklung von St. Pauli in dieser Saison.
Vielleicht profitierte Blessin in der ersten Saison doch noch recht stark vom System Hürzeler, vielleicht war der Kader am Ende auch nicht ideal zusammengestellt oder eine Mischung aus beidem. In jedem Fall scheint er zumindest auf den ersten Blick nicht die Toplösung für die Hessen zu sein.
Der Konstanzsuchende: Domenico Tedesco
Als Domenico Tedesco von Erzgebirge Aue zu Schalke 04 wechselte und damals einen guten Job machte, dachten viele, dass der Coach einmal eine herausragende Karriere wird hinlegen können. Jahre später weiß man: Es gab Höhen und Tiefen. Nach seiner Entlassung auf Schalke folgte ein kurzes Kapitel bei Spartak Moskau, anschließend konnte er bei RB Leipzig auch nicht für die großen Wunderdinge sorgen.
Umso überraschender kam die Anstellung als Nationaltrainer Belgiens. 24 Spiele hielt die Zusammenarbeit, ehe sie beendet wurde. Auch bei Fenerbahce, als Nachfolger von José Mourinho, folgte kürzlich das Aus. Tedesco ist auf der Suche nach einem ruhigen Umfeld, das ihm hilft, sich zu verwirklichen. Talent als Trainer? Das ist weiterhin vorhanden. Aber er muss aus seinen Fehlern lernen und den nächsten Schritt machen.
Die Toplösung? – Matthias Jaissle
Markus Krösche hat natürlich den internationalen Markt im Blick. Daran besteht kein Zweifel. Der Sportboss der Eintracht weiß auch, dass Matthias Jaissle aktuell in Saudi-Arabien trainiert ist und offen mit einem Wechsel kokettiert. Er könnte einen neuen, nächsten Schritt machen. Vor seiner Saudi-Aufgabe war er in Salzburg als Trainer aktiv, zeigte dort, dass er viel Potenzial mitbringt.
Ob Jaissle sich für den Eintracht entscheiden würde? Weiß man erst, wenn man fragt! Ein Zwischenschritt vor einem Wechsel zu einem ganz großen Klub könnte für den Trainer aber eine sehr gute Idee darstellen. Jaissle kann frischen, begeisternden Fußball spielen lassen, ist taktisch aber variabel und nicht auf ein System fixiert. Auch das kann ein Vorteil sein! Für ihn wäre aber definitiv eine Ablösesumme fällig.

