Frankfurt denkt über Hinteregger-Verkauf nach

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News | Trotz großer Beliebtheit bei Mannschaft und Fans denkt Eintracht Frankfurt ernsthaft über einen Verkauf von Martin Hinteregger nach. Das hat gleich mehrere Gründe, vor allem aber wirtschaftliche.

Hinteregger-Verkauf würde SGE finanziell entlasten

Er ist einer der Helden von Barcelona und ohnehin beliebt wie kein anderer bei den Fans: Martin Hinteregger (29). 2019 kam der Österreicher für neun Millionen Euro vom FC Augsburg zu Eintracht Frankfurt, seitdem hat er sich zur Stütze in der Mannschaft und Publikumsliebling gemausert. Auch in der laufenden Saison ist der Innenverteidiger absolut gesetzt, in zwölf seiner 26 Ligaspiele lief Hinteregger als SGE-Kapitän auf. Und doch denken die Frankfurter Verantwortlichen laut Sport Bild über einen Verkauf des Defensivkämpfers nach.

Das mag angesichts der Bedeutung Hintereggers für die Eintracht verwundern. Vor allem treiben wirtschaftliche Nöte der Hessen jene Verkaufsgedanken. Die Eintracht ist nach wie vor massiv von den finanziellen Einbußen der Corona-Pandemie gebeutelt, Manager Markus Krösche (40) muss die Personalkosten weiter dringend senken. Zum einen könnte mit Hinteregger eine hohe Ablöse erzielt werden, ab neun Millionen Euro soll Frankfurt gesprächsbereit sein. Zum anderen verdient der 67-fache Nationalspieler 2,5 Millionen Euro im Jahr – ein zu hohes Gehalt für den aktuellen wirtschaftlichen Rahmen der SGE.

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Hinteregger wird Führungsrolle nicht gerecht

Aber auch sportlich gibt es wohl Gründe für einen Verkauf. Hinteregger kann zwar immer wieder Topleistungen auffahren, doch seine mangelnde Konstanz ist ein Problem. Mit Jerome Onguene (24) und Hrvoje Smolcic (21) stehen zudem bereits zwei junge Verstärkungen für die Innenverteidigung zur kommenden Saison fest. Krösche möchte den Generationswechsel vorantreiben. Zwar könnte man meinen, dass Hinteregger als vermeintlicher Führungsspieler genau solch einen Prozess gut begleiten könnte, doch an jener Führungsrolle ist er gescheitert. Sein Amt als Vize-Kapitän hat der 29-Jährige gab er freiwillig wieder ab.

So sieht es momentan danach aus, dass Hinteregger – er selbst würde gerne in Frankfurt bleiben – bei einem passenden Angebot verkauft wird und sich die Wege nach dreieinhalb Jahren wieder trennen.

(Photo by LLUIS GENE/AFP via Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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