Auf und Ab in der Nachspielzeit: Frankfurt jubelt spät in Fürth!

Eintracht Frankfurt hatte Grund zum Jubeln bei Greuther Fürth.
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News | Das Kellerduell zwischen Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt beschloss den elften Bundesliga-Spieltag. In einer erst spät an Fahrt aufnehmenden Partie setzte sich der Europa-League-Starter mit 2:1 durch.

Viel Leerlauf wischen Fürth und Frankfurt

Die Begegnung begann zerfahren. Viele Zweikämpfe und wenig gelungene Kombinationen prägten die Anfangsphase. Leichte Vorteile erarbeitete sich die agilere mit einem Rumpfkader angetretenen Spielvereinigung. Doch es blieb bei Halbchancen. Die Gäste befanden sich nach dem nächsten Europa-League-Highlight wieder im Alltag, wo die Leistungen – insbesondere gegen vermeintlich schlagbare Kontrahenten wie Augsburg, Bielefeld, Hertha oder Bochum –  bislang unzureichend ausfielen.

 

 

Es fehlte im Ballbesitz an Ideen sowie Durchschlagskraft bei der SGE, die mit Rafael Borré in der Spitze begann. Nach einer halben Stunde hatte sie immer noch keinen nennenswerten Torschuss abgegeben. Ebenso erging es Fürth, das notgedrungen mit Sebastian Griesbeck und Nunoo Sarpei zwei gelernte defensive Mittelfeldspieler in der Innenverteidigung aufbot. Immerhin kamen die Hausherren am Rohnhof zu aussichtsreichen Situationen. In Minute 40 flankte Marco Meyerhöfer, dessen Flanke Cedric Iden in Rücklage per Volley weit über den Kasten beförderte.

Wenig später traf Branimir Hrgota – im Duell mit seinem Ex-Klub – aus halblinker Position das Außennetz (44.). Es war die mit Abstand beste Gelegenheit in einer ereignisarmen ersten Hälfte, die der umsichtige Unparteiische Daniel Siebert pünktlich beendete.

Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt lieferten sich eine umkämpfte Partie.

(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Frankfurt legt zu und geht in Führung

Oliver Glasner reagierte in der Pause auf die schwache Vorstellung seiner Mannschaft. Die Rolle des rechten Schienenspielers nahm Almamy Touré anstelle von Erik Durm ein. Doch aktiver startete wieder die Spielvereinigung. Den Versuch von Jetro Willems blockte Tuta vor die Füße von Jamie Leweling, der das Spielgerät deutlich über das Tor setzte, weil er überhastet abzog (48.). Auf der Gegenseite musste Marius Funk 180 Sekunden darauf erstmals eingreifen, als er gegen Jesper Lindström mit beiden Fäusten abwehrte. Danach zielte Djibril Sow aus der Distanz einen Meter zu weit nach links (53.).

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Eintracht Frankfurt drückte nun aufs Gaspedal, präsentierte sich offensiv viel zielstrebiger. Daher trat Filip Kostic nach 57 Minuten in Erscheinung, sein scharfer Abschluss landete neben dem Gehäuse. Greuther Fürth hielt jedoch dagegen und brachte sich ebenfalls in aussichtsreiche Situationen, die erst im gegnerischen Sechszehner gestoppt wurden.

Mehr Gefahr strahlten allerdings die Hessen aus. Kristijan Jakic verfehlte aus ähnlicher Lage wie sein Nebenmann Sow (64.). Wiederum nur fünf Zeigerumdrehungen später landete eine Kostic-Flanke bei Toure, dessen wuchtige Direktabnahme nur knapp über das Tor flog.

Auffällig war bei der SGE erneut das Fehlen eines Zielspielers, der mit den vielen hohen Hereingaben umgehen kann. Glasner wechselte erst in Minute 71 Ragnar Ache, aber nicht Sam Lammers ein. Die Führung besorgte aber ein anderer Joker. Nach Balleroberung schaltete die Eintracht schnell um, Daichi Kanada steckte auf Sebastian Rode durch, der überlegt ins lange Eck einschob – 0:1.

Fürth freut sich nur kurz – Borré lässt Frankfurt jubeln

Das abermals glücklose Kleeblatt gab sich noch nicht geschlagen. Eine Antwort auf den Rückstand hatte es beinahe parat. Kevin Trapp parierte glänzend gegen den aus kurzer Distanz abschließenden Timothy Tillman. In der Nachspielzeit besaß der Schlussmann dann keine Abwehrchance mehr, als Griesbeck eine Ecke auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo Itten den Ball über die Linie drückte – 1:1. Doch am Ende stand die Spielvereinigung erneut mit leeren Händen dar. Denn nahezu im direkten Gegenzug bediente Kostic mit einer feinen Hereingabe den am Fünfmeterraum freistehenden und mühelos vollenden Borré – 1:2. (90+4.).

Somit stand für Greuther Fürth die zehnte Niederlage im elften Saisonspiel zu Buche. Nach der Länderspielpause geht es für das abgeschlagene Schlusslicht zu Borussia Mönchengladbach. Eintracht Frankfurt fuhr trotz mäßiger Darbietung den zweiten Sieg ein und springt auf Rang 14. In zwei Wochen gastiert die SGE beim SC Freiburg.

(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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