Gladbach vs. Bayern: Ein Klassiker zum Auftakt

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Vorschau | Die 59. Bundesligasaison beginnt mit einem absoluten Klassiker: Borussia Mönchengladbach empfängt den FC Bayern. Die Statistik der letzten Jahre zwischen Gladbach und Bayern spricht ausnahmsweise nicht für den Rekordmeister. Adi Hütter gibt sich optimistisch, während Julian Nagelsmann zu mehr defensiver Stabilität aufruft.

Anpfiff der Partie ist am Freitag, 20:30 Uhr, Live auf Sat.1 und DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Borussia Mönchengladbach: Lautern-Spiel stimmt Hütter optimistisch, vor allem in der Defensive
  • FC Bayern München: Nagelsmann mahnt zu mehr Stabilität – und lobt Gladbach
  • Heimstarker Hütter: Statistik spricht für Gladbach

Borussia Mönchengladbach: Optimistischer Hütter erwartet „ein interessantes und spektakuläres Spiel“

In der bisherigen Saisonvorbereitung zeigte sich die Borussia in sehr guter Form. Der Start war mit einem Unentschieden gegen Viktoria Köln (2:2) sowie einer 1:3-Niederlage in Paderborn etwas holprig. Doch gegen Metz (1:0), in der Allianz Arena (2:0) sowie gegen Groningen (2:1) gab es jeweils Siege. Auch im DFB-Pokal zog Gladbach in die nächste Runde ein und gewann ein äußerst enges und umkämpftes Spiel am Betzenberg mit 1:0.  

 

 

 

Besonders der Sieg im Pokal freute Neu-Trainer Adi Hütter (51): „Ich bin froh, dass wir bereits ein Pflichtspiel absolviert haben, auch wenn es kein einfaches Unterfangen in Kaiserslautern gewesen ist. Dennoch haben wir auf dem Betzenberg zu null gewonnen, was mich sehr positiv gestimmt hat. Mit dieser positiven Einstellung müssen wir nun auch in das morgige Spiel gehen, auch wenn Bayern ein ganz anderes Kaliber ist“, so der Österreicher auf der Pressekonferenz.

Was Hütter positiv stimmen kann, ist die Statistik: Die Borussia gewann drei der letzten vier Heimspiele gegen den Rekordmeister und er selbst die letzten beiden am Stück, wenngleich mit Eintracht Frankfurt.

Trotzdem muss Gladbach vor dem Spiel gegen den FC Bayern einige Tiefschläge in Form von Verletzungen wegstecken. Hütter: „Ramy Bensebaini (26/Muskelverletzung im Oberschenkel), Breel Embolo (24/Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung im Oberschenkel), Manu Koné (20/Innenbandverletzung im Knie) und Mamadou Doucouré (23/Reha nach Achillessehnenriss) werden beim Saisonauftakt nicht mit dabei sein können. Erfreulich ist aber, dass Jonas Hofmann (29), Alassane Pléa (28) und Marcus Thuram (24) wieder zur Mannschaft stoßen werden. Das gibt mir auch mehr Möglichkeiten für die Aufstellung.“

Für das Spiel am Freitagabend prognostizierte Hütter, dass “ bei beiden Mannschaften noch nicht alles rund laufen“ wird. Trotzdem erwarte er „ein interessantes und spektakuläres Spiel“. Nicht zuletzt auch aufgrund der 23.000 Fans, die dem Spiel im Borussia-Park beiwohnen werden: „Für die Jungs ist es wichtig, dass sie von den Fans auch mal wieder unterstützt werden. Diese Atmosphäre mit Zuschauern ist nochmal viel emotionaler. Ich hoffe, dass dies die Jungs beflügelt.“

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FC Bayern München: Auf der Jagd nach Titel zehn – und einer stabilen Defensive

Wenn Adi Hütter sagt, er sei froh, dass seine Mannschaft bereits ein Pflichtspiel absolviert habe, dann ist das auch als kleiner Gruß Richtung München zu verstehen. Aufgrund zahlreicher COVID-19-Fälle beim Bremer SV musste das Pokalspiel auf den 25. August verlegt werden. So hat der Rekordmeister einen Kaltstart in die neue Saison.

Die bisherigen Freundschaftsspiele waren ergebnistechnisch alles andere als erfreulich: Aus vier Partien gegen den 1. FC Köln (2:3), Ajax Amsterdam (2:2), Borussia Mönchengladbach (0:2) und die SSC Napoli (0:3) gab es drei Niederlagen, wenngleich ein Großteil der Stammspieler nur 45 Minuten im Einsatz waren.

Für die neue Saison gibt es an der Säbener Straße zwei große Vorsätze: Den zehnten Titel in Folge holen, woran unter anderem Celtic und Juventus gescheitert sind. Und vor allem: Die eigene Defensive zu verbessern. 44 Gegentore kassierte der FC Bayern in der abgelaufenen Saison. Dass sie trotzdem noch eine Tordifferenz von +55 produziert haben, ist eigentlich ein veritables Wunder.

Poolfoto Maik Hölter/TEAM2sportphoto/imago

Deshalb mahnte auch Julian Nagelsmann (34) in seiner ersten Spieltags-PK für den FC Bayern zu mehr Stabilität: „Es hängt vom Verhalten ab, wie gierig man ist, Tore zu verhindern. Dass das Team gierig auf Tore ist, ist bekannt. Wir wollen einen Tick mehr Stabilität in der Defensive reinbekommen. Wir haben Offensivmonster. Es hängt nun auch von der Balance zwischen Defensive und Offensive ab.“

Gladbach selbst sieht der Bayern-Trainer als „anspruchsvollen Auftaktgegner“. Sie seien eine „sehr sehr gute und ambitionierte Mannschaft, aber noch nicht bei 100 Prozent wegen der Verletzten und der Nationalspieler.“ Die Rolle von Hütter kann Nagelsmann selbst auch nachvollziehen. Zu Beginn der Saison 2018/19 stand er dem FC Bayern mit Hoffenheim gegenüber und unterlag in einer von VAR-Chaos geprägten Schlussphase 1:3.

Fehlen wird dem FC Bayern in Gladbach zum Bundesliga-Auftakt Lucas Hernández (25/Lauftraining nach Knie-OP), Benjamin Pavard (25/Sprunggelenksverletzung) sowie Marc Roca (24/Bänderriss am Sprunggelenk). Alphonso Davies (20) ist hingegen wieder fit und ein Kandidat für die Startelf, laut Nagelsmann aber „wahrscheinlich noch nicht bereit für 90 Minuten.“

Prognose

Von den letzten acht Auftaktspielen der Bundesliga gewann der FC Bayern sieben. Lediglich zu Beginn der Saison 2019/20 gab es ein 2:2 gegen Hertha BSC. Es ist das erste Mal, dass der Meister im Eröffnungsspiel auswärts antritt. Wie schon von Adi Hütter prognostiziert, dürfte es diesmal etwas enger zugehen, als noch vor Jahresfrist gegen Schalke. Spielerisch werden beide Mannschaften sicherlich ein paar Minuten brauchen, um in die neue Saison zu finden. Trotzdem darf man sich auf eine unterhaltsame Partie zu Beginn der Saison 2021/22 freuen!  

 

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Scally – Kramer, Neuhaus – Herrmann, Benes, H. Wolf – Stindl

FC Bayern München: Neuer – Stanišić, Upamecano, Nianzou, Davies – Kimmich – T. Müller, Goretzka – L. Sané, Gnabry – Lewandowski

Photo: Moritz Mueller/imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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