Hertha | Dardai: „Ein, zwei Spieler brauchen wir noch“ – Kehrtwende bei Lukebakio?

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News | Hertha-Trainer Pal Dardai ist mit den bisherigen Neuzugängen sehr zufrieden, hofft aber noch auf ein paar Verstärkungen. Jemand, der bereits weg zu sein schien und nun aber für einen Verbleib wirbt, ist Dodi Lukebakio.

Dardai: Jovetic und Boateng stehen für „Fußballkultur“

Mit einem äußerst unterhaltsamen 4:3-Sieg über den FC Liverpool hat Hertha BSC am vergangenen Donnerstagabend ein wenig auf sich aufmerksam gemacht. Die Berliner präsentierten sich im Testspiel gegen die „Reds“ spielfreudig und torhungrig, auch wenn – die drei Gegentore zeigen es – noch nicht alles geklappt hat. Beim Triumph über den englischen Meister von 2020 überzeugten auch oder vor allem die Berliner Neuzugänge. „Die neuen Spieler haben gleich gezeigt, was sie können“, empfand auch Trainer Pal Dardai (45), zitiert von der B.Z. Rückkehrer Kevin-Prince Boateng (34) präsentierte sich sehr ballsicher, er zog die Fäden im Mittelfeld. Daneben sorgte Suat Serdar (24) für viel Dynamik im Spiel – sein Treffer zum 2:0 war darüber hinaus höchst sehenswert. Mit einem satten Rechtsschuss hämmerte der Ex-Schalker den Ball aus überaus spitzem Winkel in die Maschen.

 

Auch der neueste im Berliner Bunde machte sogleich auf sich aufmerksam. Stevan Jovetic (31), vor wenigen Tagen erst dazugestoßen, stellte sich mit einem Doppelpack zum 3:2 und 4:2-Endstand vor. Bei seinem zweiten Treffer dribbelte der Stürmer gleich mehrere Liverpooler Gegenspieler aus schloss abgezockt zur Entscheidung ab. Trainer Dardai ist von seinen Neuzugängen absolut überzeugt. Boateng, Serdar und Jovetic stünden für „Fußballkultur“. „Das sind Spielertypen, die bisher gefehlt haben.“

Dardai lobt den zuletzt kritisierten Lukebakio

Momentan spricht Dardai von einem „ordentlichen Kader“. „Aber ein, zwei Spieler brauchen wir noch“, stellte der Ungar klar. Hertha benötigt vor allem noch auf den offensiven Außenbahnen Verstärkungen. Zuletzt wurden dort Maxwell Cornet (24) von Lyon und eine Rückkehr von Nemanja Radonjic (25) von Medien diskutiert. „Wenn sich bei uns keiner verletzt und ein Lukebakio sich so bewegt wie heute, haben wir eine gute Mannschaft“, so Dardai.

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Dass der Berliner Coach Dodi Lukebakio (23) lobt, geschah bislang eher selten. Der belgische Flügelspieler trieb bereits Dardai-Vorgänger Bruno Labbadia (55) oftmals durch mangelnde taktische Disziplin und Körpersprache zur Weißglut. In den vergangenen Monaten wurde er immer wieder kritisiert und mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Zuletzt soll der OSC Lille an dem talentierten Angreifer interessiert gewesen sein. Im Trainingslager scheint Lukebakio jedoch einen guten Eindruck zu hinterlassen, gegen Liverpool zeigte er ein starkes Spiel. „Er steht unter Druck, hat nun abgeliefert. Vielleicht braucht er das. Er hat ein gutes Spiel gemacht“, so Dardai nach Schlusspfiff.

Sollte sich Lukebakio weiterhin so akribisch präsentieren, rückt ein Verkauf wohl in weite Ferne. Das Talent, Hertha zu helfen, hat der 23-Jährige allemal. Ein hoch veranlagter offensiver Flügelspieler, der mitzieht – Hertha hätte so eine Sorge weniger.

Foto: xMatthiasxKochx/IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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