Bayern München ist am Mittwoch aus der Champions League ausgeschieden. Nach einem 1:1 gegen PSG war Schluss, nachdem das Hinspiel mit 4:5 verloren wurde. Kritik am Rekordmeister gab es im Nachgang und das aus verschiedenen Gründen.
Mehrere Experten bemängelten, dass es beim FC Bayern in diesen Spielen, aber auch generell in der Saison defensive Defizite gab, die sich dann einfach in entscheidenden Momenten zeigen.
„Wahrscheinlich hat man sich ein Stück weit etwas vorgemacht. Wenn du viele Gegentore bekommst und trotzdem gewinnst, werden Probleme und Fehler überdeckt. Vielleicht hat sich die Mannschaft dadurch zu sehr in Sicherheit gewiegt und gedacht: Es wird schon wieder funktionieren, wir schießen sowieso mindestens ein oder zwei Tore. Das ist halt diese Grundeinstellung“, sagte Oliver Kahn nun bei Sky.
Kahn sieht Mängel beim FC Bayern
Für Kahn ist es so: Bayern hat zwar viele gute Spiele absolviert in dieser Saison, aber es fehlte dann im Endeffekt doch an einigen Stellen etwas. „Wenn man sich andere Spiele anschaut, zum Beispiel Arsenal gegen Atletico, haben viele Leute gesagt: Das war langweilig. Und dann hieß es, das Bayern‑Spiel sei viel besser gewesen. Ja, von der Attraktivität war das großartig. Aber das ist genau das, was ich mit Kontrolle meine. Wenn du ganz oben in der Champions League Erfolg haben willst, musst du Spiele über weite Strecken kontrollieren“, so Kahn.

Geht es nach Kahn, dann braucht man beim FC Bayern auf jeden Fall auch noch eine Weiterentwicklung der eigenen Spielphilosophie.
Das erklärte er so: „Wie du das machst, mit welcher Taktik, ist unterschiedlich. Aber dieses Gefühl von Kontrolle hatte ich weder im Hinspiel in Paris noch gestern im Rückspiel. Ich glaube, genau darüber muss man sich Gedanken machen: Welche Möglichkeiten gibt es noch außer ständiger Voll‑Attacke? Gibt es einen Plan B oder sogar einen Plan C?“

