Kehl warnt vor dem Duell gegen Bayern: „Wir müssen eine Schippe drauflegen“

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News | Nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln zeigte der BVB in Sevilla eine adäquate Reaktion. Trotzdem warnt Sebastian Kehl vor dem bevorstehenden Spiel gegen den FC Bayern. Man habe ein bisschen Glück gehabt und müsse eine bessere Leistung zeigen.

Hoffnungsträger Moukoko und ein kritischer Sebastian Kehl

Ein 4:1-Erfolg in der Champions League sollte eigentlich Grund zu ausgelassener Freude sein: Nicht so bei Borussia Dortmund. Am Mittwochabend gewann der BVB beim FC Sevilla mit 4:1. Durchaus verdient, in der Höhe allerdings etwas schmeichelhaft. Die Dortmunder überließen dem Tabellensiebzehnten der La Liga über viele Spielphasen hinweg den Ball (Sevilla hatte 59 Prozent Ballbesitz). Eine Taktik, die aufging, denn Sevilla spielte statisch und ideenlos. Sorge machte jedoch, dass die Spanier trotz dieser uninspirierten Spielweise zu zahlreichen Chancen kamen (20 Schüsse, sechs davon aufs Tor). Besonders nach Flanken (17 Stück schlug Sevilla) wurde es immer wieder gefährlich. Die Führung des BVB wirkte auch beim drei Tore Vorsprung nicht sicher.



Auch das meinte Sportdirektor Sebastian Kehl wohl, als er nach dem Spiel sagte, dass der Abend vom Ergebnis her zwar super gelaufen sei und es nach der Niederlage vom Wochenende gegen den 1. FC Köln die Reaktion gewesen sei, die er erwartet habe, doch: „Heute war auch nicht alles rosig. Wir hatten auch ein bisschen Glück“.

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Ebenfalls nicht euphorisch, aber etwas positiver fiel das Fazit von Jude Bellingham aus, der sein Team in Abwesenheit von Marco Reus und Mats Hummels als Kapitän auf den Platz führte: „Wir haben unseren Job heute erledigt. Wir lernen als Team“. Vor allem das Umschaltspiel war gegen Sevilla gefährlicher als zuletzt. Neben Bellingham stachen vor allem zwei heraus: Karim Adeyemi belebte das Spiel immer wieder mit Dribblings und Tiefenläufen und Youssoufa Moukoko machte es fast allen Bereichen besser als Anthony Modeste. Das Kombinationsspiel des BVB wirkte mit ihm viel flüssiger und die Offensive flexibler. Eine Statistik, die das eindrucksvoll unterstreicht: die Passquote von Moukoko lag gegen Sevilla bei 89 Prozent, die von Modeste liegt in den bisherigen Spielen bei 61 Prozent. Moukoko sammelte also nicht nur kurz vor dem 3:0, als er den Ball mit dem ersten Kontakt zauberhaft über den völlig verdutzten Sevilla-Verteidiger Nemanja Gudelj hob, Argumente für sich.

Auch das nahm Sebastian Kehl zur Kenntnis: „Das tut natürlich unheimlich gut“, räumte der Sportdirekotr ein, „aber mehr ist es auch nicht.“ Denn am Wochenende kommt der FC Bayern München in den Signal Iduna Park, gegen den der BVB die letzten acht Spiele allesamt verloren hat. „Wir müssen am Wochenende eine bessere Leistung bringen als heute, um Bayern München zu schlagen“, warnte Kehl. „Wir müssen eine Schippe drauflegen.“ Auch Edin Terzic richtete den Blick nach dem Spiel gegen Sevilla gleich auf das bevorstehende Duell gegen Bayern: „Es besteht die Chance, dass wir am Samstag drei Punkte vor Bayern sind“, sagte Terzic. Anschließend spielte er auf die Niederlagen gegen Bremen, Leipzig und zuletzt Köln an: „Es tut trotzdem weh, weil die Ausgangslage anders sein könnte. Aber die Situation ist so wie sie ist.“

(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

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