Kempf: „Mich kotzt das massiv an!“ – Stimmen zum Nachmittag in der Bundesliga

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News | Der Nachmittag in der Bundesliga hielt einiges an Unterhaltung bereit. Der FC Bayern konnte gegen Leverkusen nicht gewinnen, Hertha BSC ging zuhause gegen Eintracht Frankfurt unter. 

Süle: „Da sieht man dann die Verunsicherung“

Für den FC Bayern war das 1:1 gegen Bayer Leverkusen nicht zufriedenstellend. Niklas Süle, Innenverteidiger des Rekordmeisters, sah gute erste 30 Minuten, aber keinen guten Auftritt nach dem Ausgleich.  „Ich denke, dass wir eine der besten 30 Minuten in diesem Jahr gespielt haben. Nach dem 1:1 sind wir ein bisschen zusammengefallen, hatten zu leichte Ballverluste. Das passiert uns sehr oft in den letzten Wochen. Wir haben dann in wenigen Minuten einige Chancen zugelassen, da sieht man dann die Verunsicherung. Wir haben uns mehr ausgemalt“, so der Nationalspieler.

Auch sein Wechsel zu Dortmund sollte im Interview bei Sky thematisiert werden, Süle selbst wollte ich aber nicht zu Details äußern: „Ich bin nichts als dankbar. Ich werde bis zum letzten Tag hier alles geben für diesen Klub, hoffentlich noch mit zwei Titeln. Ich glaube daran. Ich bin dankbar, wie die Leute hier mit meiner Entscheidung umgehen.“ Jonathan Tah, Verteidiger auf der Gegenseite, zog folgendes Resümee: „In der Halbzeit haben wir uns geärgert, aber man muss natürlich gucken, dass man positiv bleibt, nach den vergebenen Chancen. Wir mussten heute leiden, das haben wir gemacht, es war alles andere als einfach. Wir haben unser Spiel etwas umgestellt, das war nicht unser typisches Spiel.“

RB Leipzig kam zuhause gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus, der Ausgleich fiel sogar erst recht spät. „Wir waren die bessere Mannschaft, kriegen mit einer Chance des Gegners das Gegentor. Wir sind angelaufen, hatten aber nicht sehr viele Chancen gegen einen guten Gegner“, so Lukas Klostermann.

Christian Streich, Trainer der Gäste aus Freiburg, hatte für seine Mannschaft viel Lob übrig: Wir haben alles gegeben, alles, was wir nach 120 Minuten in Bochum noch im Körper hatten. Taktisch war das super, das haben wir sehr gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden, die Mannschaft hat sehr schlau gespielt. Dass Leipzig Druck machen kann, ist klar, Die Mannschaft hat es aber überragend gemacht.“

Urs Fischer: „Das ist wirklich irre“

Der FC Union hatte beim Auswärtsspiel in Wolfsburg zahlreiche Chancen, brachte diese aber nicht im Tor unter. Stattdessen gewann Wolfsburg durch ein Eigentor von Taiwo Awoniyi mit 1:0. Das konnte Trainer Urs Fischer kaum fassen: „Das ist wirklich irre. Du nimmst hier nichts mit und das Tor für Wolfsburg schießt du auch noch selber.“ Ähnlich sah es Mittelfeldspieler Grischa Prömel: „Es ist Wahnsinn, dass wir das Spiel nicht gewinnen. Wir spielen auf das Tor von Wolfsburg, haben was weiß ich wie viele Chancen. 

Max Christiansen von Greuther Fürth kritisierte das Team nach der Niederlage in Bochum. Am Limit habe Fürth nicht gespielt: „Es wird schwer, wenn einige Spieler nicht an ihr Leistungsmaximum herankommen. Dann verliert man so ein Spiel.“

Hertha BSC unterlag Eintracht Frankfurt zuhause mit 1:4, war phasenweise hochgradig unterlegen. „Ich bin seit ein paar Wochen hier, wir haben noch kein Spiel gewonnen. Mich kotzt das massiv an. Man muss kämpfen und nicht so Larifari hier rumlaufen und sich von denen 4:1 wegschießen lassen“, lautete die deutliche Ansage von Verteidiger Marc-Oliver Kempf. Oliver Glasner, Trainer der Hessen, war indes zufrieden: „Es war ein hochverdienter Sieg. Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, noch höher in Führung zu gehen, haben dann weiter nachgelegt. Das 4:1 war wichtig, dann war der Sack zu.“

Tayfun Korkut, Trainer des abstiegsbedrohten Hauptstadtklubs, zog ein negatives Fazit: „Der Mannschaft ist die Lage bewusst. In der ersten Halbzeit hatte die Mannschaft keine Ruhe im Spiel, wir haben den Gegner eingeladen. Die Ruhe am Ball hat gefehlt, wir hatten nicht die Passagen in Ballbesitz, die wir uns vorgenommen hatten. Dadurch wurde es für Frankfurt dann auch einfacher.“

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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