Leipzig vs. Bayern: Wer hat im Spitzenspiel die Nase vorn?

Vorschau

Vorschau | Nach der Länderspielpause ist vor der Bundesliga. Und die hat es an diesem Wochenende in sich. Nachdem sich am Nachmittag bereits Leverkusen und Dortmund duellieren, fordert RB Leipzig am Samstagabend die Bayern zum nächsten Topspiel heraus.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 18:30 Uhr, live auf Sky.

  • Leipzig mit nur einem Sieg aus drei Spielen
  • Werden die Bullen erneut zum Stolperstein für Bayern?
  • Besonderes Wiedersehen: Drei Ex-Leipziger kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück

Nach wackeligem Saisonstart: Ist Leipzig reif für die Bayern?

In Leipzig hat man sich einen besseren Saisonstart erhofft. Mit nur drei Punkten aus den ersten drei Spielen müssen die Sachsen nun aufpassen, nicht schon früh den Anschluss an den FC Bayern zu verlieren. Schließlich haben die Bullen durchaus Ambitionen, erneut ein Wörtchen um die Meisterschaft mitzureden.

Während man beim letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (4:0) auf eine beeindruckende Art und Weise zeigte, wie man Fußball spielen möchte, verlor man in Mainz und Wolfsburg jeweils mit 0:1. Bei beiden Niederlagen war auffällig, dass sich die Sachsen gegen Gegner schwertun, die hinten sehr kompakt stehen. So schaffte man es in beiden Spielen nur selten, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. 

Leipzig im Spiel gegen Wolfsburg

Photo by Imago

Mal abgesehen davon, dass der FC Bayern individuell bedeutend stärker aufgestellt ist als die bisherigen Gegner, dürfte deren Spielanlage Leipzig aber durchaus besser liegen. Unter dem neuen Trainer Jesse Marsch (47) spielen – typisch RB – die Intensität gegen den Ball und schnelle, vertikale Gegenstöße nach Balleroberung eine entscheidende Rolle. Auf der Spieltags-Pressekonferenz betonte der US-Amerikaner, man müsse sicherstellen, „dass wir das Spiel mehr kontrollieren als der Gegner“. Damit meint er vermutlich nicht, dass man öfter den Ball haben muss. Entscheidend wird viel mehr sein, das Spiel der Münchner in den entscheidenden Momenten aggressiv zu stören und selbst in Räume zu kommen, in denen der Rekordmeister verwundbar ist.

Auf welches Personal Marsch dabei setzt, hängt auf manchen Positionen auch davon ab, wie fit die Spieler nach der Länderspielpause sind. Definitiv verzichten muss er auf Marcel Halstenberg (29), der nach wie vor verletzt ist.

FC Bayern: Drei Ex-Leipziger kehren an alte Wirkungsstätte zurück

Die Münchner blicken auf einen soliden Saisonstart zurück. Einem Unentschieden beim Auftaktspiel in Mönchengladbach (1:1) folgten ein Arbeitssieg gegen Köln (3:2) und ein Kantersieg gegen die Hertha (5:0). Außerdem konnte man sich mit einem 3:1 gegen den BVB den Supercup sichern. Ergebnistechnisch war also von allem ein bisschen was dabei.

Nach Mönchengladbach steht nun also der zweite echte Gradmesser in der Bundesliga bevor. Und der hat es in sich. In der Vergangenheit taten sich die Münchner regelmäßig schwer gegen die Roten Bullen. Nur zwei Siege aus den letzten sieben Begegnungen stehen zu Buche. Ob es deshalb vielleicht von Vorteil ist, dass man mit Trainer Julian Nagelsmann (34), Dayot Upamecano (22) und Marcel Sabitzer (27) im Sommer drei Leipziger in die bayerische Landeshauptstadt geholt hat, die nun erstmals an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren? Zumindest ist es sicher nicht verkehrt, dass Nagelsmann den Gegner bestens kennt und daher genau weiß, auf was er seine Mannschaft vorbereiten muss. 

Nagelsmann ist neuer Trainer bei den Bayern

Photo by imago

Im Spiel der Bayern finden sich noch viele Elemente aus der Flick-Zeit. Was im Vergleich zur Vorsaison jedoch jetzt schon anders und auch definitiv besser ist: die defensive Absicherung. Während man unter Flick oft etwas wild ins Angriffspressing ging, läuft die Arbeit gegen den Ball nun etwas koordinierter ab. Eben mit Rücksicht auf Verluste, und nicht ohne. Und das wird gegen Leipzig auch wichtig sein, denn große Räume vor und hinter der eigenen Abwehrreihe können gegen die Bullen bekanntermaßen tödlich enden.

Eine gute Nachricht für die Bayern ist, dass Alphonso Davies (20) und Thomas Müller (31) einsatzbereit sind, nachdem beide in der Länderspielpause kürzertreten mussten. Corentin Tolisso (27) und Kingsley Coman (25) hingegen fallen verletzt aus.

Prognose

Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Die Münchner fahren mit ordentlich Selbstvertrauen aus den letzten Spielen nach Leipzig. Wenn die Hausherren es mit den Fans im Rücken jedoch schaffen, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen, kann die Partie schnell zu Gunsten der Sachsen kippen. Es dürfte also keinen überraschen, wenn die Leipziger erneut zum Stolperstein für den FC Bayern werden.

Mögliche Aufstellungen

Leipzig: Gulásci – Klostermann, Orbán, Simakan, Gvardiol – Laimer, Haidara – Olmo, Forsberg, Nkunku – André Silva

Bayern: Neuer, Stanišić (Pavard), Upamecano, Süle, Davies – Kimmich, Goretzka – Gnabry, Müller, Musiala (Sane) – Lewandowski

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