Albert Riera ist bei Eintracht Frankfurt schon wieder Geschichte. Der umstrittene Trainer äußerte sich selbst zu seinem Aus bei der SGE.
Wie erwartet hat Eintracht Frankfurt nach dem letzten Spieltag die Reißleine gezogen und Albert Riera vor die Tür gesetzt. Der Spanier, der mit seiner Art bei Medien, Fans und Mannschaft aneckte, verpasste die anvisierte Qualifikation für den Europapokal und konnte nur vier Spiele in der Bundesliga gewinnen, nachdem er im Februar das Amt von Dino Toppmöller übernommen hatte.
Noch am Sonntag verkündete die SGE die Trennung vom 44-Jährigen. „Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt. Albert und sein Team haben uns durch ihre akribische Arbeit zudem wertvolle Impulse gegeben, wofür wir uns ausdrücklich bedanken möchten“, ließ sich Sportvorstand Markus Krösche zitieren und betonte zugleich, dass man der Ansicht sei, in der kommenden Saison einen „neuen Weg“ einschlagen zu wollen.
Riera geht „in Frieden, aber traurig“
Auch Riera kam in der Pressemitteilung zu Wort und wünschte dem Klub für die Zukunft alles Gute: „Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, und mein einziger Fokus lag in dieser Zeit darauf, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen. Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln.“
Auf seinem Instagram-Profil äußerte sich der Spanier wenig später ebenfalls zu Wort. „Ich gehe mit dem Gefühl, dass ich alles gegeben habe, in einem fremden Land, in dem ich zuvor keine Erfahrung hatte, ohne meine Familie. Mit vielen Nächten auf dem Trainingsplatz, in denen ich nachgedacht und versucht habe, Lösungen zu finden, wie wir gewinnen können“, so der frühere Liverpool-Profi: „Ich gehe in Frieden, aber traurig. Weil ich weiß, dass ihr nur 20 Prozent von Alberts Leistung genutzt habt.“

Sein sportliches Fazit fiel nüchterner aus. Er bedauere, dass er während des „Prozesses mit vielen Problemen konfrontiert war. Wir im Verein wussten alle, dass es ohne die nötige Zeit für eine Saisonvorbereitung und ein eigenes Transferfenster schwierig werden würde. Ich hatte das Gefühl, dass ich dem Verein und den Leistungen der Spieler als Schutzschild diente – und würde es wieder so tun.“

