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90PLUS » Palhinha: Benfica bietet 15 Millionen – Bayern fordert mehr
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Palhinha: Benfica bietet 15 Millionen – Bayern fordert mehr

Fritz Pecker
19.08.26, 17:08
Fritz Pecker
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Joao Palhinha
Foto: Getty Images

Der FC Bayern sucht seit Wochen einen Abnehmer für Joao Palhinha – und der konkreteste Kandidat sitzt inzwischen in Lissabon. Benfica hat dem deutschen Rekordmeister nach Informationen der portugiesischen Tageszeitung A Bola eine feste Ablöse von 15 Millionen Euro geboten, weitere fünf Millionen Euro sollen über Bonuszahlungen dazukommen. Sport1 berichtete am Dienstagabend über den Vorstoß.

Mit dem Spieler selbst sind die Portugiesen dem Bericht zufolge längst durch: Palhinha hat sich mündlich auf einen Vertrag bis 2030 verständigt und würde in Lissabon rund sechs Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen. Benfica gehe davon aus, den Transfer „sehr bald unter Dach und Fach bringen zu können“. Offen ist damit nur noch die Einigung zwischen den beiden Klubs.

15 gegen 25 Millionen – die Lücke bleibt

Genau da liegt das Problem. Die Münchner sollen für den 31-Jährigen mindestens 25 Millionen Euro verlangen, wie Sport1 bereits am Montag berichtete. Zwischen Forderung und Angebot klaffen also zehn Millionen Euro.

Benfica hat den Weg dorthin bereits zweimal neu gesucht. Zunächst strebten die Lissabonner eine Leihe mit Kaufoption an – das lehnte Bayern ab. Anschließend brachte der Klub laut der portugiesischen Sportzeitung O Jogo ein Ratenmodell ins Spiel: eine Zahlung in diesem Sommer, die zweite im kommenden Jahr. Ob die Münchner darauf eingehen, ist offen.

Zum Vergleich: Palhinha war im Sommer 2024 für gut 50 Millionen Euro nach München gewechselt, seit dem 11. Juli 2024 steht er laut Transfermarkt im Kader. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2028, sein Marktwert liegt dort aktuell bei 15 Millionen Euro.

Marco Silva kennt ihn aus Fulham

Der sportliche Reiz des Wechsels hat einen Namen: Marco Silva. Der Portugiese wurde im Juni 2026 als neuer Cheftrainer von Benfica vorgestellt und trat damit die Nachfolge von José Mourinho an; sein Vertrag läuft laut Klubmitteilung über zwei Spielzeiten mit einer Option bis 2028/29.

Silva und Palhinha haben bereits beim FC Fulham zusammengearbeitet. Palhinha gilt dem O-Jogo-Bericht zufolge als absoluter Wunschspieler des Trainers.

Aston Villa noch im Rennen? Eberl winkt ab

Parallel bleibt England ein Thema. Europa-League-Sieger Aston Villa hatte zuletzt ebenfalls eine Leihe versucht, ein Deal war geplatzt. „Mit Aston Villa werden wir keine Einigung hinbekommen, das funktioniert einfach nicht“, hatte Bayerns Sportvorstand Max Eberl klargestellt.

The Athletic berichtete anschließend, dass sich die Engländer weiterhin eine Einigung zutrauen. Eberl wollte davon am Dienstag nichts wissen: „Aston Villa hat sich bei uns nicht gemeldet, deswegen kann ich da nichts zu sagen.“ Auch Newcastle United soll an einer Leihe interessiert gewesen sein, blieb damit aber erfolglos.

Zwei Testspiele ohne Palhinha

Auf dem Platz ist die Hängepartie längst sichtbar. Beim Telekom Cup gegen RB Leipzig (3:1) stand Palhinha am Samstag nicht im Kader – man wolle wegen der laufenden Verhandlungen „kein Risiko eingehen“, erklärte Eberl. Auch bei der Generalprobe vor dem Supercup gegen Borussia Dortmund, dem 4:2 gegen den 1. FC Heidenheim am Dienstag, fehlte der defensive Mittelfeldspieler im Aufgebot.

Palhinha ist dabei nicht der einzige Profi, den Bayern von der Gehaltsliste streichen möchte. Auch für Sacha Boey und Bryan Zaragoza sucht der Klub bislang vergeblich nach Abnehmern. „Es ist immer noch so, dass der Transfermarkt da etwas zach ist, aber ich glaube, dass in den letzten 14 Tagen da schon nochmal Bewegung reinkommt“, sagte Eberl.

Für Palhinha wäre Benfica die Rückkehr in die Heimat. Der 37-malige portugiesische Nationalspieler (zwei Tore) wurde in Lissabon geboren und verbrachte die vergangene Saison als Leihspieler bei Tottenham Hotspur.

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