Pongracic über BVB-Wechsel: „Das ist ja schockierend, wenn man überlegt, dass ich in Wolfsburg keine Option war“

Marin Pongracic im Trikot von Borussia Dortmund.
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News | Marin Pongracic schloss sich gegen Ende der Transferperiode Borussia Dortmund an. Über den Ablauf sprach er ungewohnt offen, gab Einblicke in Vertragsinhalte und sparte nicht mit Kritik an seinem vorherigen Arbeitgeber, dem VfL Wolfsburg.

Pongracic zur Zeit in Wolfsburg: „Die wollten auch, dass ich von selbst gehe“

Marin Pongracic (24) ist seit Ende August ein Teil des Kaders von Borussia Dortmund. Wie es dazu kam schildert er ausführlich auf dem YouTube-Kanal von „SSYNIC TWITCH“. Zunächst war er nämlich beim VfL Wolfsburg außen vor. „Die hatten gar keinen Bock mehr auf mich“, berichtete der Defensivakteur.

Nach einer für ihn persönlich mäßigen Saison mit wenig Spielzeit, Verletzungsproblemen sowie einer Corona-Infektion war ihm spätestens nach der Verpflichtung von Sebastiaan Bornauw (22), einem weiteren Innenverteidiger klar: „Ich will weg.“ Kein gutes Haar ließ er an den Verantwortlichen der Wölfe: „Die haben angefangen Faxen zu machen. Ich habe gemerkt, die wollen auch, dass ich von selbst gehe.“ So habe er im Trainingsspiel auf einmal nicht mehr mitspielen dürfen.

 

Somit sondierte sein Berater frühzeitig den Markt. Dabei spielte auch das Geld eine Rolle, wie Pongracic ohne zu Zögern bestätigte. „Natürlich gehe ich nicht irgendwo auf Leihe hin und spiele für deutlich weniger Geld. Ich kann nicht auf Riesensummen verzichten, das geht nicht.“ Lange Zeit hätten ihm nur „scheiß Optionen“ zur Verfügung gestanden. „Ich war zwar richtig frustriert in Wolfsburg, aber die Angebote entsprachen nicht meinem Niveau. Es fühlte sich an, wie eine Rückkehr in die 2. Liga“, so der kroatische Nationalspieler.

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Zwischenzeitlich sei er fast beim RSC Anderlecht gelandet. „Ich habe schon geguckt, wo man rausgehen kann, was es für Restaurants gibt“, berichtete Pongracic. Doch der Deal platzte. Gute Angeboten seien erst in den letzten zwei, drei Tagen der Transferperiode eingetroffen. Die eindeutige Nummer eins sei „natürlich“ Borussia Dortmund gewesen: „Das ist ja schockierend, wenn man überlegt, dass ich in Wolfsburg keine Option war, aber Dortmund mich dann holt.“

Kaufoption liegt bei neun Millionen Euro

Nach erster Kontaktaufnahme zu seinem Berater telefonierte Pongracic mit Marco Rose (45), den er bereits aus Salzburg kannte. Der Trainer nahm in die Pflicht. „Ich muss mich auf dich verlassen“ und „Komm nicht zu spät“ lauteten die Ansagen an den teils undiszipliniert agierenden Verteidiger.

Der Transfer ging infolge des Medizinchecks schnell über die Bühne. Auch die Gehaltsfrage bereitete keine Schwierigkeiten. Pongracic gab tiefe Einblicke in das Vorgehen der Vereine: „Das ist auch ein Spielchen vom Verein. Sie dürfen es mir nicht direkt sagen (dass sie mich nicht mehr wollen). Sonst müssten sie bei der Leihe Teile des Gehalts übernehmen. Leihen finden oft zu schlechteren Vereinen stand, dann gibt es weniger Geld. Bei mir übernimmt Dortmund das ganze Gehalt.“ Das sei für Wolfsburg eine Voraussetzung gewesen, um ihn sofort gehen zu lassen.

Darüber hinaus besitze Dortmund eine Kaufoption von neun Millionen Euro. Für ebenso viel Geld habe der VfL den in Landshut geborenen Defensivspieler aus Salzburg geholt. Der zusätzliche Bonus sei nicht eingetreten. Pongracic meint mit Blick auf die Ablösesumme: „Die Kaufoption ist nicht allzu hoch. Wenn ich das einigermaßen gut mache, glaube ich, dass die das machen werden.“ Bislang absolvierte er immerhin schon elf Pflichtspiele für den BVB.

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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