Zur Verbesserung des VAR: Völler denkt an Einsatz von Ex-Profis

Rudi Völler will den VAR weiterentwickeln.
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News | Der VAR scheint weiterhin nicht ausgereift zu sein, weshalb sich die Kritik zuletzt wieder mehrte. Rudi Völler sprach sich nun für die Unterstützung durch Ex-Spieler aus.

Völler über VAR: „Ein Ex-Profi mit Erfahrung kann in vielen Situationen eine Hilfe sein“

Spätestens seit dem durchaus lachhaften Strafstoß für Werder Bremen im Spiel gegen Schalke 04 (1:1) rückte die Nutzung des Video Assistent Referee (VAR) wieder in den Vordergrund der Kritik. Rudi Völler (61), der im Sommer als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen ausscheidet, forderte in der Mittwochsausgabe der Sport Bild, dass zukünftig Ex-Profis im Kölner Keller sitzen sollen.

Vor Jahren habe er den Vorschlag „für ein bisschen populistisch“ gehalten. „Inzwischen bin ich der Meinung, dass ein Ex-Profi mit Erfahrung in vielen Situationen eine Hilfe sein könnte“, so der Weltmeister von 1990.

 

Völler begründete seinen Ansatz anhand des oben genannten Elfmeters im Duell zwischen Werder und Schalke: „Ein Ex-Profi braucht nicht einmal eine Zeitlupe, um zu erkennen, dass das kein Elfer war. Das sieht man vor allen Dingen daran, dass der Spieler viel zu spät fällt und die vielleicht minimale Berührung, die es gab, niemals für einen Strafstoß ausreicht.“

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Für das Experiment zur Verfügung stehen würde Trainerurgestein Friedhelm Funkel (67): „Ich würde das selbst mal machen.“ Anschließend schlug er in die gleiche Kerbe wie Völler: „Es wird Wiede heftiger mit den Entscheidungen. Deshalb könnte man ehemalige Profis hinzuziehen. Die haben eine gute Sichtweise, kennen die Tricks der Spieler.“

Allerdings renne man beim Schiedsrichterwesen regelmäßig gegen verschlossene Türen. Tatsächlich äußerte sich DFB-Projektleiter Video-Schiedsrichter Jochen Drees (51) skeptisch: „Je mehr Leute in die Entscheidungsfindung involviert sind, desto größer ist die Gefahr unterschiedlicher Meinungen und eines höheren Zeitbedarfs.“

Weiter fügte er an: „Bevor der Ex-Profi – und davon bräuchten wir dann ca. 20 Personen pro Spieltag – zum Einsatz käme, müsste er das Regelwerk kennen, dürfte er eine Spielsituation nicht nur aufgrund seiner Erfahrungen beurteilen – und er müsste wissen, wie die Regeln angewandt werden, welche Möglichkeiten, welchen Spielraum sie dem Schiedsrichter lassen.“

Darüber hinaus säßen dann vor jeder Arbeitsstation fünf Leute – der VAR, sein Assistent, zwei Operatoren und der Ex-Profi. „Dann wären an einem Samstagnachmittag 25 Personen in einem Raum, damit wäre das System, was Abläufe und Prozesse betrifft, überlastet“, betonte Drees.

(Photo by Sascha Steinbach – Pool/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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