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90PLUS » Spektakel und Drama: Das waren die besten Europapokalspiele 2025/26
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Spektakel und Drama: Das waren die besten Europapokalspiele 2025/26

Manuel Behlert
01.06.26, 13:46
Manuel Behlert
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PSG, FC Bayern
Foto: Getty Images

Die Europapokalsaison 2025/26 ist vorüber! PSG hat die Champions League gewonnen, Aston Villa feierte den Titel in der Europa League und Crystal Palace gewann die Conference League. So ist das simple Ergebnis am Ende. Doch der Weg dorthin war begeisternd. 

In allen Wettbewerben gab es packende Partien zu sehen. Einige Teams haben gleich mehrfach für Spektakel gesorgt. Deswegen ist es gar nicht möglich, dass man alle Spiele, die für Furore gesorgt haben, entsprechend zu würdigen.

Daher haben wir uns auch auf eine Auswahl von acht Spielen beschränkt. Und noch einmal kurz den Blick zurück gewagt!

Juventus 4:4 Borussia Dortmund

Die Champions League begann gleich einmal mit einem Knall! Und wie: Der BVB war zu Gast bei Juventus und in der ersten Halbzeit war das Spiel noch einigermaßen verhalten. Viel abtasten, nicht zu viel Risiko, so sah es im Spiel aus. Doch das genaue Gegenteil war dann im zweiten Spielabschnitt der Fall. Die Dortmunder kamen durch Karim Adeyemi (51.) zur Führung, die Kenna Yildiz (62.) aber ausgleichen konnte.

Juventus, BVB
Foto: Getty Images

Felix Nmecha antwortete zwei Minuten später, wiederum nur zwei Minuten danach glich Dusan Vlahovic auch schon wieder aus. Als Yan Couto (73.) und Ramy Bensebaini (85.) auf 4:2 für den BVB stellten sah die Kovac-Elf schon wie der sichere Sieger aus. Das Problem: Juventus hatte etwas dagegen. Vlahovic (90.+3) und Lloyd Kelly (90.+5) sorgten dafür, dass am Ende beide Teams einen Punkt mitnahmen.

SC Freiburg 5:1 KRC Genk

Wir bleiben gleich einmal bei den deutschen Teams. Der SC Freiburg lieferte einige besondere Spiele im Europapokal, darunter zum Beispiel das Halbfinale gegen Braga, als man mit viel Drama am Ende den Einzug in das Endspiel fixierte. Die Partie gegen die Belgier aus Genk ist aber noch einmal mehr besonders hervorzuheben.

Unangenehmer Gegner, Hinspiel verloren, Drucksituation zuhause: Das 5:1 in dieser Partie war die Ansage der Freiburger an die Konkurrenz, dass man auch mit solchen Situationen umgehen kann. Freiburg spielte phasenweise wie entfesselt, ließ dabei aber auch defeenvi nicht locker und vor allen nicht zu viel zu. Fünf verschiedene Torschützen, sehr viel Einsatz, eine fantastische Stimmung im Stadion: Es war einer dieser Abende, die niemand so schnell vergisst.

PSV 6:2 SSC Neapel

Dass Peter Bosz und die PSV aus Eindhoven guten Fußball spielen können, wenn man mal in den Flow kommt, das ist nicht neu Es war aber dennoch ein absolut beeindruckendes und spezielles Spiel, das dieses Team in der Ligaphase absolvierte. Gegen Neapel, eine Mannschaft von Antonio Conte, die vor allem mit einer sehr sehr guten Organisation besticht, spielte sich die PSV phasenweise in einen Rausch.

Am Ende hieß es 6:2! Und das, obwohl Neapel mit 1:0 in Führung ging. Schon vor der Pause drehten die Niederländer, bei denen Dennis Man einen Doppelpack erzielte, das Spiel. Die PSV war zu griffig, zu schnell für die Italiener, ließen den Ball sehr gut laufen. Es kam nie dazu, dass Neapel mal wirklich Ruhe in das Spiel brachte. Trotz der sechs Tore blieb am Ende zu konstatieren: Die Gastgeber hatten noch einiges liegen gelassen….

Fiorentina 2:4 n.V Jagiellonia Bialystok

Das Duell zwischen der Fiorentina und Jagiellonia Bialystok aus Polen klingt zunächst einmal nicht nach einem europäischen Klassiker. Das muss es auch nicht sein. Was zählt ist das, was auf dem Platz passiert. Das Hinspiel in Polen gewann die Fiorentina mit 3:0 und sah deswegen schon wiede der sichere Sieger aus. Doch was sich dann in Florenz abspielte war beeindruckend.

Die Fans der Viola trauten ihren Augen kaum. Nach 22 Minuten brachte Bators Mazurek die Gäste mit 1:0 in Führung, erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff auf 2:0. Damit war das Hinspielergebnis schon fast egalisiert. Besonders ist das vor allem deswegen, weil die Italiener eigentlich im individuellen Bereich klare Vorteile hatten.

Direkt nach der Pause hatte Mazurek dann die Möglichkeit auf Treffer Nummer drei und nutzte diese auch. Nach 48 Minuten hatte der polnische Außenseiter also das 3:0 ausgeglichen! Bis zum Ende der regulären Spielzeit hatte der Gast sogar noch die Chance auf das 4:0, aber es ging in die Verlängerung.

Erst dort hatte die Fiorentina dann ein wenig mehr Durchschlagskraft. Nicolo Fagioli (106.) und ein Eigentor (113.) halfen den Italienern, das Spiel wieder in die eigene Richtung zu drehen. Jesus Imaz erzielte allerdings noch das 2:4, wodurch bis zur letzten Sekunde gezittert werden musste. Am Ende reichte es aber knapp.

Bodö/Glimt 3:1 Inter

Die Norweger von Bodö/Glimt sorgten in dieser Saison im Europapokal für diverse Überraschungen. In der Ligaphase wurde gegen Manchester City zuhaue gewonnen, aber der Sieg zuhause gegen Inter in einer K.O.-Runde war absolut besonders. Die Norweger, die im Winter monatelang kein Pflichtspiel in der Heimat absolvieren und auf Kunstrasen spielen, haben die Italiener vor riesengroße Probleme gestellt. Schnelles Umschalten, aggressives Pressing und eine enorme Geschlossenheit sorgten für viele Chancen und eben auch die drei Tore.

Bodö/Glimt
Foto: Getty Images

Das Spiel war nicht das Feuerwerk, das man in anderen Partien in Europa in dieser Saison sah, aber die Mischung aus dem Überraschungseffekt, der enormen Leidenschaft bei den Hausherren und der Tatsache, dass man den Finalisten der vorherigen Saison ausschalten konnte, weil danach sogar im San Siro gewonnen wurde, machte dieses Duell zu einem der absolut besten in dieser Saison.

AS Roma 3:4 n.V. Bologna

Das Hinspiel zwischen dem FC Bologna und der Roma in der UEFA Europa League (1:1) verlief noch normal. Zwei gute Mannschaften standen sich gegenüber, der Favorit holte auswärts einen Punkt und alles sah gut aus. Doch es gab auch noch ein Rückspiel. Und diese Partie sollte es in sich haben. Denn Bologna hatte nicht vor, sich in Rom nur auf Verteidigen und Konter zu beschränken. Das zeigte sich erstmals nach 20 Minuten als Jonathan Rowe das 1:0 für die Rossoblu erzielte. Evan Ndicha glich zwar aus, aber ein Bernardeschi-Elfmeter mit dem Halbzeitpfiff sorgte für die Bologna-Führung.

Als Santiago Castro nach 56 Minuten das 3:1 erzielte hatte die Roma plötzlich ein großes Problem. Winterneuzugang Donyell Malen ließ mit seinem Elfmeter zum 2:3 die Hoffnung wieder aufkeimen, Lorenzo Pellegrini sorgte mit dem 3:3 dafür, dass das Stadio Olimpico zum Irrenhaus wurde.

In der Schlussphase versuchten beide viel, am Ende konnte aber niemand mehr die Verlängerung verhindern. In selbiger gab es viel Chancen, aber ein Tor von Nicolo Cambiaghi (110.) brachte Bologna in die nächste Runde!

Benfica 4:2 Real Madrid

Am letzten Spieltag der Ligaphase in der Champions League wurde es spannend. Alle Spiele fanden parallel statt, es musste viel gerechnet werden. Unter anderem spielte an diesem Abend Benfica mit José Mourinho gegen Real Madrid. Es war ein Spiel, in dem Benfica noch die Chance hatte, den Sprung in die Playoffs zu schaffen. Das gelang auch – aber unter dramatischsten Umständen.

Dabei fing das Spiel ganz normal an. Die Königlichen gingen durch Kylian Mbappe in Führung, Andreas Schjelderup glich diese aus. Real machte auswärts nicht viel mehr als nötig, Benfica griff wütend an, es gab Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause gab es dann den Führungstreffer für Benfica durch einen Pavlidis-Elfmeter. Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte der zweite Schjelderup-Treffer für das 3:1. Benfica hatte sehr gute Chancen auf das Weiterkommen, auch noch nach dem 3:2 von Mbappe.

Die Portugiesen waren aber natürlich auch von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen abhängig. In der Schlussphase kristallisierte sich heraus: Benfica reicht der Sieg nicht, sie brauchen noch ein viertes Tor.

Das Kuriose: Das hatte sich nicht bis auf den Platz herumgesprochen. Nahezu lethargisch spielte Benfica, nahm Zeit von der Uhr. Bis irgendwann das Signal kam: Aufwachen, wir brauchen noch ein Tor. Und so musste auf einmal alles schnell gehen. Torhüter Anatoliy Trubin kam in der siebten Minute der Nachspielzeit bei einem Freistoß sogar mit nach vorne.

Die Flanke kam punktgenau und zwar auf den Kopf des Torhüters! Der verwandelte die Flanke perfekt in Manier eines eiskalten Stürmers und ließ das Estadio da Luz in Lissabon komplett beben!

Benfica
Foto: Getty Images

PSG 5:4 FC Bayern

Ein Spiel darf natürlich nicht fehlen. Die Rede ist vom Halbfinalhinspiel in der Champions League, als PSG zuhause gegen den FC Bayern spielte. Schon früh ging der Rekordmeister in einem sehr offenen und unterhaltsamen Spiel in Führung, Harry Kane traf vom Punkt. Doch die Pariser drehten das Spiel, ehe Michael Olise den 2:2-Ausgleich erzielte. Ein Elfmeter auf der anderen Seite brachte PSG dann die 3:2-Pausenführung in einem unglaublich intensiven Spiel.

Die Abschlüsse waren top, das Niveau hoch, beide Teams schafften es, wirklich stark zu spielen. Es ging darum, offensiv das Maximum herauszuholen. Direkt nach der Pause erhöhte PSG noch einmal das Tempo, zog auf 5:2 davon, ehe Bayern noch einmal aufdrehte und selbst wieder zwei Tore erzielte. Das Kuriose: Man konnte nicht einmal sagen, dass sich die Verteidiger auf beiden Seiten wirklich schlecht angestellt hätten. Für viele Experten war es DAS Spiel der Saison.

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