Für Liverpool und Arne Slot ist die Saison in der Champions League beendet. Eine Entscheidung des Trainers sorgte für Aufsehen.
Der Niederländer beorderte Alexander Isak nach seinem Wadenbeinbruch gleich in die Startelf und nahm den Schweden nach der ersten Halbzeit wieder vom Feld. Zuvor hatte der Stürmer, der im Sommer für 145 Millionen Euro von Newcastle zum englischen Meister gewechselt war, nur jeweils einen Kurzeinsatz im Hinspiel und am Wochenende in der Premier League gegen Fulham gesammelt.
Sky-Experte Dietmar Hamann zeigte wenig Verständnis für Slots Idee, Isak ausgerechnet im Viertelfinalrückspiel der Königsklasse von Anfang an auf den Rasen zu schicken. „Wenn der drei Monate nicht spielt und dann kommt er gegen die beste Mannschaft Europas. Da soll er spielen“, wunderte sich der frühere Liverpool-Profi Hamann und kritisierte Slot: „Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich habe vor dem Mann höchsten Respekt gehabt, aber so etwas habe ich noch nie gehört. Ich weiß nicht, ob es so etwas schon einmal gegeben hat. Wahrscheinlich schon, aber nicht in der Champions League.“
Isak in der Startelf: Slot sorgt für Verwirrung
Der Trainer hatte seine Entscheidung damit begründet, dass Isaks Fitness nur für 45 Minuten reicht. Hätte er den 26-Jährigen erst in der zweiten Hälfte eingewechselt, hätte die Gefahr bestanden, dass er eine mögliche Verlängerung nicht bestreiten kann. Im ersten Durchgang blieb Isak jedoch wirkungslos, erst nach der Pause kam Liverpool besser ins Spiel und hatte gute Chancen auf den Führungstreffer, ehe Ousmane Dembele und Bradley Barcola PSG ins Halbfinale schossen.

„Cody Gakpo hat in fünf Minuten mehr geleistet als Isak in der gesamten ersten Halbzeit. Er ist nicht fit. Er ist noch lange nicht fit“, übte mit Stephen Warnock ein weiterer ehemaliger Reds-Akteur Kritik an Slot: „Und er denkt, er kann ihn gegen PSG, im größten Spiel der Saison gegen die beste Mannschaft Europas bringen und in 45 Minuten Leistung von ihm bekommen?“

