Thierry Henry gilt als einer der besten Spieler in der Geschichte der Premier League. Noch heute ist er für viele ein Vorbild.
Doch auch der Franzose selbst eiferte als junger Spieler einem der größten Stürmer seiner Zeit nach. Gegenüber der spanischen Sportzeitung Marca verriet die Arsenal-Legende, dass es ihm ein Angreifer aus den Niederlanden besonders angetan hat. „Ich habe all die großen französischen Spieler dieser Zeit verfolgt: Jean Tigana, Platini, Alain Giresse. Aber derjenige, der mich am meisten verzaubert hat, war van Basten. Er war kein Franzose. Aber ich liebte seinen Stil“, sagte der heutige TV-Experte.
In den 1980er- und 1990er-Jahren prägte van Basten den Weltfußball mit Ajax und der AC Milan. 1988 führte er die niederländische Nationalmannschaft in Deutschland zur Europameisterschaft. Der Triumph im Nachbarland ist bis heute die einzige große Trophäe des Verbands.
Henrys Plädoyer gegen Vergleiche: „Gute Spieler einfach genießen“
Mit seinen Klubs feierte der heute 61 Jahre alte Ausnahmestürmer sechs nationale Meistertitel, zudem gewann er mit den Rossoneri zweimal den Europapokal der Landesmeister. 1988, 1989 und 1992 wurde van Basten, der seine Karriere 1995 mit gerade einmal 30 Jahren verletzungsbedingt beenden musste, mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet.
Dieses Kunststück konnte Henry seinem Idol zeit seiner erfolgreichen Karriere nicht nachmachen, die Champions League, die Europameisterschaft und etliche nationale Meistertitel fuhr der Franzose jedoch ebenfalls ein. Zudem wurde er 1998 Weltmeister. Beim Finale gegen Brasilien war der heutige TV-Experte erst 20 Jahre alt und würde die Partie gerne nochmal erleben.

„Ich war zu sehr auf das Gewinnen fokussiert – ich habe es nicht genossen. Ich würde es gern noch einmal erleben. Mich hinsetzen und es live noch einmal anschauen für das, was wir damals leisten konnten“, so Henry, der im Marca-Interview auch nach dem besten Spieler aller Zeiten gefragt wurde. „Es ist unmöglich, Epochen zu vergleichen, weil nicht einmal die Regeln gleich sind“, wich er daraufhin aus: „Jetzt haben wir Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Harry Kane, aber alles wird überanalysiert, und das ist unfair, weil mehr auf Fehler als auf Qualität geschaut wird. Alle guten Spieler sollten einfach genossen werden.“

