PSV Eindhoven bezwingt Ajax Amsterdam in De Topper und klettert auf Rang eins

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News | Anlässlich des 13. Spieltags der niederländischen Eredivisie fand am Sonntagnachmittag ein wahres Spitzenspiel in der Johan Cruijff ArenA statt. Dabei gastierte die PSV Eindhoven bei Spitzenreiter Ajax Amsterdam. Eine intensive Partie endete mit 1:2. Damit übernimmt die Mannschaft um Kapitän Luuk de Jong die Tabellenführung.

Ex-Gladbacher de Jong bringt die PSV Eindhoven in Front

In der ausverkauften Johan Cruijff ArenA hieß es „Hartelijk Welkom“ zu DEM Kracher des niederländischen Fußballs. Im „De Topper“ trafen mit Ajax Amsterdam und der PSV Eindhoven die beiden sportlichen wie wirtschaftlichen Branchenkrösusse der letzten Jahre aufeinander. Die Gastgeber wollte ihre tabellarische Spitzenposition zementieren. Selbstredend hatte die Philips‘ Sport Vereniging einiges dagegen und konnte ihrerseits mit einem Erfolgserlebnis den Platz an der Sonne ergattern. Passend zu ihrem Trainer und ehemaligen Stürmer von Weltklasseformat, Ruud van Nistelrooy, stellen die Gäste mit 40 Treffern aktuell die offensivstärkte Mannschaft der Eredivisie.



Ajax-Chefcoach Alfred Schreuder entschied sich, im Vergleich zum 3:1-Sieg in der Champions League bei den Glasgow Rangers, für zwei personelle Wechsel. Der Ex-Leipziger Brian Brobbey, bereits achtfacher Torschütze in dieser Saison, und Devyne Rensch rückten für Owen Wijndal (verletzt) sowie Kenneth Taylor (Bank) ins traditionelle 4-3-3-System. Sein 46-jähriger Gegenüber van Nistelrooy beließ nach dem 2:1-Erfolg in der Europa League bei Bodö/Glimt nur Armando Obispo und Kapitän Luuk de Jong in der Anfangsformation.

Unter der Leitung des renommierten Unparteiischen Danny Makkelie wurde die Begegnung angepfiffen. In den ersten zwanzig Minuten neutralisierten sich beide Reihen. Es fehlte zumeist das notwendige Tempo respektive Präzision, um für Gefahr zu sorgen. Mit der ersten Torchance in der 23. Minute offenbarten die Gäste aber direkt ihre ganze Offensivqualität. Der umworbene Top-Scorer Cody Gakpo erhielt auf der linken Außenbahn keinen Druck von Jorge Sanchez, flankte präzise in die Mitte und de Jong drückte die Kugel im Stile eines Goalgetters zur 1:0-Führung über die Linie. Im Anschluss an diese kalte Dusche zeigte Ajax Amsterdam eine gute Reaktion, doch Steven Berghuis‘ feinen Schlenzer parierte PSV-Schlussmann Walter Benitez (26.). Die Brisanz der Partie wurde durch eine Vielzahl an kleineren Nickligkeiten ersichtlich. So kam es beispielsweise nach einem überharten Einsteigen des Mexikaners Edson Alvarez zur Rudelbildung (34.). Schreuders Mannschaft hatte fortan deutlich mehr Ballbesitz, schaffte es aber zu selten, daraus etwas zwingendes zu konzipieren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Mohammed Kudus mit einem Pfostenschuss die größte Ausgleichsmöglichkeit der Godenzonen (44.).

PSV Eindhoven reifer, Ajax nicht zielstrebig genug

Die PSV Eindhoven erwischte den besseren Start in Durchgang zwei. Im Anschluss an eine Gakpo-Ecke konnte sich Joey Veerman im Kopfballduell durchsetzen, de Jong behauptete sich clever im Strafraum und dessen Vorlage wurde eiskalt von Erick Gutierrez zum 2:0 vollendet (50.). Erneut war Ajax-Keeper Remko Pasveer ohne Abwehrmöglichkeit. Auf der Gegenseite hielt der gut aufgelegte Benitez zwei Zeigerumdrehungen später den zwei Tore Vorsprung seines Teams gegen Alvarez fest. In der 59. Minute entschied Referee Makkelie auf Elfmeter für die PSV Eindhoven – Rensch hatte Xavi Simons vermeintlich gefoult. Nach Ansicht der Bilder revidierte der Schiedsrichter jedoch korrekterweise seine Entscheidung. Von dieser Szene ließen sich die Gäste aber nicht beeindrucken. Der eingewechselte Anwar El Ghazi setzte einen Freistoß gefühlvoll an die Latte (66.). Die Schlussphase wurde mit einem Hoffnungsschimmer für den niederländischen Rekordmeister eingeläutet. Eine Flanke von der rechten Seite wurde vom Ex-Bremer Davy Klaassen auf Lorenzo Lucca verlängert, woraufhin der Italiener seine 2,01 Meter Körpergröße zum Kopfball-Anschlusstreffer perfekt einsetzte (83.). Trotz sieben Minuten Nachschlag reichte es aber nicht mehr zu einen Punktgewinn für Ajax Amsterdam, die schlussendlich zu spät in dieser Begegnung aufwachten.

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Für Ajax Amsterdam geht es bereits am Mittwoch mit der Nachholpartie gegen Vitesse Arnhem weiter. Die PSV Eindhoven hat am kommenden Samstag mit Gegner AZ Alkmaar das nächste Topspiel vor der Brust.

Ajax Amsterdam – PSV Eindhoven 1:2 (0:1)

Ajax Amsterdam: Pasveer – Sanchez, J. Timber, Bassey, Rensch (66. Taylor) – Kudus (81. Klaassen), Ed. Alvarez, Berghuis – Bergwijn, Brobbey, Tadic (81. Lucca)

PSV Eindhoven: Benitez – Mwene, Ramalho, Obispo, Max (62. Teze) – I. Sangaré, Gutierrez, Simons (81. Til), J. Veerman (63. El Ghazi), Gakpo (87. Branthwaite) – L. de Jong (81. Vertessen)

Tore: 0:1 L. de Jong (23.), 0:2 Gutierrez (50.), 1:2 Lucca (83.)

(Photo by MAURICE VAN STEEN/ANP/AFP via Getty Images)

 

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik musste leiden. Wenn sein persönlicher Traum von der professionellen Fußballkarriere schon platzen musste, entschied er sich dem Sport aus journalistisch-kritischer Perspektive erhalten zu bleiben.

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