FC Barcelona | Präsident Laporta: „Messi wollte bleiben“

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News | Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Präsident Joan Laporta den Abgang von Lionel Messi vom FC Barcelona erklärt.

FC Barcelona: Präsident Laporta erklärt den Messi-Abgang

Lionel Messi (34) verlässt den FC Barcelona endgültig. Gestern gaben die Katalanen bekannt, dass der ausgelaufene Vertrag mit dem Argentinier nicht verlängert wird. Heute stellte sich Präsident Joan Laporta (59) der Presse und beantwortete die Fragen der Medienvertreter. Zuerst gab er bekannt, dass eine Verlängerung aufgrund der finanziellen Regularien von La Liga nicht möglich war. Sowohl Messi als auch der Verein hatten eine weitere Zusammenarbeit angestrebt.

 

Laporta begründete den Abschied so (zitiert via Spox und Barcawelt): Wir haben keinerlei Spielraum. Die Regularien der La Liga sind vom Financial Fairplay geprägt. Wir wussten das, als wir zum Klub kamen, aber die Zahlen sind viel schlechter als die, die wir erwartet haben.“

„Um Messi registrieren zu können, hätte Barça einem Vertrag zustimmen müssen, der den Klub in Sachen TV-Rechte über die nächsten 50 Jahre beeinflusst hätte. So eine Entscheidung kann ich nicht treffen. Der Klub steht über den Spielern. Ein Investment in dem Volumen von Messis Vertrag wäre risikoreich.“

Dabei wollte der 34-jährige Messi dem FC Barcelona treu bleiben; „Leo wollte bleiben, wir wollten, dass er bleibt.“ Zusätzlich ging Laporta noch einmal detaillierter auf den Salary-Cap ein: „Das Verhältnis im Limit ist 4:1. Um 25 Millionen Euro freizugeben, mussten wir einen Spielraum von 100 Millionen schaffen. Mit einigen Spielern konnten wir eine Einigung erzielen, mit einigen sind wir in Gesprächen. Einige Verträge konnten restrukturiert werden. […] Die Gehaltsausgaben hätten für den Fall eines Vertrags für Leo 110 Prozent der Klubeinnahmen betragen, das wäre nicht nachhaltig gewesen.“

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Laporta: Angedachte Splittung von Messis Gehalt wurde Barcelona nicht ermöglicht

Aus diesem Grund wurde nach Möglichkeiten gesucht, Messis Gehalt über mehrere Jahre zu zahlen: „Das erste Angebot war es, das Gehalt von zwei Jahren über fünf zu bezahlen. Das ist im Gegensatz zu anderen Ländern hier nicht erlaubt. Dann haben wir uns auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt, dem Leo zugestimmt hat. Auch diesem wurde von den Fairplay-Regularien nicht stattgegeben.“

Ohne Messi betragen die Gehaltsausgaben nach Angaben von Laporta nun noch „95 Prozent“ der Klubeinnahmen. „Es sollten 65 bis 70 Prozent sein. Es gibt also noch einiges zu tun, “ fügte der Präsident hinzu. Die Registrierung der vier Sommer-Neuzugänge ist aus seiner Sicht allerdings möglich: „Meinen Berechnungen zufolge: Ja.“

Zur Verabschiedung von Messi fügte Laporta an: „Das Tribut für Leo Messi wird so sein, wie er ihn sich sich wünscht. Er bekommt alles, was er will. Wenn es nach uns gehen würde, würden wir ihn jeden Tag feiern. Die Pandemie macht es kompliziert, doch ich hoffe, dass wir Messi eines Tages angemessen zelebrieren können.“

Photo by Alejandro García/Imago

Gero Lange

Fußballbegeistert seit der Heim-WM 2006. Großer Fan von Spektakelfußball mit vielen schönen Toren, am liebsten aus der Distanz. Seit 2020 bei 90PLUS

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