Für neuen Messi-Vertrag – Barca muss 200 Millionen Euro Gehalt einsparen!

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News | Der FC Barcelona befindet sich finanziell in einer mehr als heiklen Situation. Barca will den aktuell vertragslosen Lionel Messi wieder an sich binden, muss zunächst aber 200 Millionen Euro an Gehaltskosten einsparen. Aktuell können nicht einmal die Neuzugänge um Memphis Depay oder Sergio Agüero registriert werden.

Für Messi – Barca muss auf Gehaltsniveau von Villareal und Bilbao schrumpfen

Seit nun sechs Tagen ist Lionel Messi (34) ein sogenannter „Free Agent“ – ein Spieler ohne Vertrag bei einem Verein. Der Kontrakt des Argentiniers beim FC Barcelona ist am 30. Juni ausgelaufen – grundsätzlich wollen Barca und Messi zusammenbleiben, doch hakt es an einer anderen Stelle. Wie u.a. Sport.es berichtet, ist Barca wirtschaftlich momentan gar nicht dazu in der Lage, einen Vertrag wie den eines Messis zu verlängern. Im Gegenteil: Die Katalanen müssen aufgrund der Gehaltsobergrenze des Ligaverbandes knapp 200 Millionen Euro an Gehaltskosten einsparen.

 

Demnach habe Barca seit der Schließung der Stadien rund 580 Millionen Euro an Einnahmen verloren. Daraus ergibt sich, dass der Klub von seinen bisherigen 350 Millionen Euro als Gehaltsobergrenze knapp die Hälfte abziehen muss – auf 150 bis 160 Millionen Euro. Das würde Barca auf ein Gehaltsniveau mit Klubs wie Villarreal oder Bilbao bringen.

Der Barca-Kader ist allerdings nicht nur finanziell sondern auch nummerisch aufgebläht. In La Liga herrschen striktere Registrierungsregeln für die Vereine, nur 25 Spieler dürfen für den Liga-Spielbetrieb gemeldet werden. Auch hier legt der Vorjahresdritte Spaniens deutlich über dem Limit. Momentan können die Neuzugänge um Sergio Agüero, Memphis Depay, Eric Garcia und Emerson Royal nicht registriert werden – Messi dementsprechend auch nicht. Barcelona ist also dazu gezwungen, den Kader deutlich zu verschlanken.

Drohen Abgänge von Spielern wie Griezmann oder Busquets?

Der Situation entsprechend ist Barca aktuell drauf und dran, Spieler loszuwerden. Junior Firpo wurde für 15 Millionen Euro an Leeds United verkauft, Francisco Trincao wechselt leihweise (mit Kaufoption) zu den Wolverhampton Wanderers. Auch Matheus Fernandes, Konrad de la Fuente, Jean-Clair Todibo und Juan Miranda wurden abgegeben. Bislang sind diese Transfers aber nur Tropfen auf dem heißen Stein. Es müssen auch absolute Topverdiener gehen. Barca arbeitet akribisch daran Samuel Umtiti, Philippe Coutinho und Miralem Pjanic abzugeben. Umtiti verdient 20 Millionen Euro im Jahr, Coutinho sogar 28 Millionen.

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Aber selbst diese Abgänge würden nicht reichen, um Barca unter die Gehaltsobergrenze zu drücken. Daher wird aktuell nicht einmal ausgeschlossen, dass eigentliche Leistungsträger und Gesichter des Vereins gehen könnten. Der Verbleib von Spielern wie Antoine Griezmann, Sergio Busquets und Jordi Alba ist keinesfalls gesichert. Ousmane Dembele könnte ebenfalls ein Kandidat sein. Auch der Verzicht auf Gehalt könnte eine Option sein, allerdings haben die Spieler das bereits einmal mitgemacht.

Verkauft Barca Teile seines Unternehmens?

Eine weitere Überlegung könnte sein, Teile des Barca-Konzerns zu veräußern. Dies war eine konkrete Überlegung von Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu. Demnach hätte man 50 Prozent der Anteile verkaufen wollen, was rund 500 Millionen Euro eingenommen hätte. Die Gehaltsobergrenze bezieht sich auf die Einnahmen in einem Jahr abzüglich der strukturellen Ausgaben. Das sind alle Ausgaben, die nicht direkt mit der sportlichen Seite des Unternehmens zu tun haben. Zum Beispiel Sponsorenverträge, Dauerkarteneinnahmen, Fernseheinnahmen und Preisgelder usw.

Auf diese Weise würde Barcas Gehaltslimit steigen und sie könnten Messis Vertragsverlängerung vollziehen.

Foto: xMarcxGonzalezxAlomax/IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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