La Liga | FC Barcelona erleidet Dämpfer: Remis gegen Rayo Vallecano

Der FC Barcelona tat sich gegen Rayo Vallecano schwer.
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News | Der FC Barcelona rüstete im Sommer personell kräftig auf. Am Samstagabend traf das Star-Ensemble zum La-Liga-Start auf Rayo Vallecano, legte keinen überzeugenden Auftritt hin und kam nicht über ein 0:0 hinaus.

FC Barcelona mit Vorteilen gegen mutiges Rayo Vallecano

In der Vorsaison entschied der Madrider Stadtteilklub überraschend beide Begegnungen mit 1:0 für sich. Diesmal wollten die – trotz allem wirtschaftlichen Chaos letztlich auf alle Neuzugänge außer Joules Koundé zurückgreifenden – Katalanen ihrer Favoritenrolle gerecht werden. In der Anfangsphase zeigten die Gäste allerdings keinerlei Ehrfurcht und liefen hoch an, weshalb sie zunächst nicht in Bedrängnis gerieten. In der zehnten Minute fällte Fran Garcia den davonziehenden Raphinha im eigenen Strafraum und konnte froh sein, dass dieser aus einer Abseitsposition startete.

Etwa 120 Sekunden später steckte Ousmane Dembélé für Robert Lewandowski durch, der eiskalt per Heber vollendete, doch auch der Torjäger befand sich im Abseits, was das Schiedsrichtergespann um Alejandro Hernández Hernández direkt erkannte. Der FC Barcelona baute anschließend weiter Druck auf. Auf Zuspiel von Dembélé drosch Raphinha den Ball aus zentraler Position ungestört über den Kasten (20.).

 

Die Drangphase überstand Rayo Vallecano, schaffte zunehmend Entlastung und konnte das Geschehen etwas offener gestalten. Daher nahm die Anzahl der Abschlüsse kurzzeitig ab. Dann schob Dembélé das Spielgerät aus halbrechter Postion in die Arme von Stole Dimitrievski, Pedri verfehlte aus der Distanz nur knapp per Schlenzer und Lewandowski köpfte über das Tor (34.-37.).

In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts geriet Marc-André ter Stegen in den Blickpunkt, indem er hervorragend gegen den der gesamten Barca-Defensive enteilenden Alvaro Garcia parierte – und den 0:0-Pausenstand sicherte.

(Photo by PAU BARRENA/AFP via Getty Images)

FC Barcelona weiter mit wenig Ideen, aber Powerplay in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel bekamen die 81.104 Fans im Camp Nou erneut einen Schrecken, denn Sergio Camello tauchte frei vor ter Stegen auf, machte noch einen Haken und vergab aus spitzem Winkel (49.). Der FC Barcelona tat sich dagegen im eigenen Ballbesitz weiter schwer. Trainer Xavi Hernández reagierte nach einer Stunde in Form eines Dreifachwechsels. Ansu Fati, der umworbene Frenkie de Jong und Sergi Roberto ersetzten Raphinha, Gavi sowie Andreas Christensen.

Der frische Fati gab in Minute 65 den ersten nennenswerten Torschuss ab, Dimitrievski hielt aber souverän. Immer wieder probierten es die wenig inspirierten Katalenen aus der Distanz. Dimitrievski musste sich strecken, um auch den wuchtigen Versuch von Sergio Busquets abzuwehren (69.).

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Mittlerweile fand Rayo Vallecano kaum noch einen Weg aus der eigenen Hälfte, doch verteidigte zumeist konsequent. Eine Viertelstunde vor Schluss erreichte eine scharfe Hereingabe den gerade erst eingewechselten Franck Kessié, der allerdings überhastet verzog. Sechs Zeigerumdrehungen fehlten Lewandowski aus der Drehung nur wenige Zentimeter zum erlösenden Führungstor. Dies lag in der 84. Minute in der Luft, aber Alejandro Catena rettete auf der Linie für seinen bereits durch Pierre-Emerick Aubameyang überwundenen Schlussmann Dimitrievski.

Es folgten acht Minuten (!) Nachspielzeit, die ungenutzt blieben. Stattdessen handelte sich Busquets, da er seinen Gegenspieler Radamel Falcaco mit dem Ellenbogen im Gesicht erwischte, die Gelb-Rote Karte ein. In Unterzahl verhinderte ter Stegen mit einer weiteren Glanzparade gegen Salvi Sanchez die dritte Niederlage am Stück gegen Rayo Vallecano. Auf den FC Barcelona wartet in den kommenden Wochen noch reichlich Arbeit, um die hohen Ambitionen erfüllen zu können.

(Photo by PAU BARRENA/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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