La Liga | Trotz Koundé-Rot – Sevilla erkämpft sich Remis gegen Barcelona

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News | Am Dienstagabend empfing der FC Sevilla den FC Barcelona zum Nachholspiel des 4. La Liga-Spieltags. Es entwickelte sich ein umkämpftes Topspiel, in dem beide Mannschaften ein Eckballtor erzielten und beim 1:1 je einen Zähler holten.

Zwei Eckbälle, zwei Tore im Spitzenspiel zwischen Sevilla und Barcelona

Der FC Sevilla ist – trotz des Aus in der Champions League – national weiter im Flow. Zuletzt besiegte man Meister Atlético Madrid im Topspiel dank eines späten Treffers von Lucas Ocampos 2:1. Barcelona hingegen trotzte einem Doppelschlag von Elche. Nico Gonzalez besiegtelte mit seinem Tor den 3:2-Erfolg.

Personell holte Julen Lopetegui sämtliche Luxuskarossen aus dem Fuhrpark. Unter anderem begann Jules Koundé als Rechtsverteidiger, Thomas Delaney sorgte neben Ex-Barca-Spieler Ivan Rakitić für Stabilität. Vorne stürmten Lucas Ocampos, Papu Gómez sowie Rafa Mir.

 



 

Xavi vertraute erneut auf die Jugend. Ronald Araújo in der Defensive, Gavi im Mittelfeld sowie vorne Ez Abde, Ousmane Démbéle sowie Ferran Jutglà.

Die Musik machten anfangs nur die Katalanen. Nach einer Viertelstunde gab es den ersten ernstzunehmenden Abschluss. Jordi Alba brachte die Kugel per Dropkick an den zweiten Pfosten, dort stieg Frenkie de Jong hoch, versuchte den Ball an Bono vorbei ins lange Eck zu drehen. Der Marokkaner packte allerdings sicher zu.

Papu Gómez clever, Araújo robust – Barca gleicht mit letzter Aktion aus

Ansonsten war es kein Spiel der großen Torchancen. Barcelona zeigte eine gute Spielanlage, ihnen fehlt allerdings weiterhin der Torgarant in der Offensive, Sevilla verlagerte sich gänzlich auf Konter, so wie in Minute 23. Ein langer Ball Bonos landete im Lauf von Rafa Mir, der die Kugel optimal mitnahm und frei vor Marc-André ter Stegen vollstreckte. Allerdings war die Fahne sofort oben – und das zurecht. Sevillas Stürmer stand abseits.

Es war der Beginn von Sevillas bester Phase. 29. Minute, einmal gab Barcelona im Mittelfeld Leine. Das nutzte Ex-Dortmunder Delaney und bediente erneut Rafa Mir, der von der Strafraumgrenze den linken Winkel anvisierte – einen Meter vorbei.

Nach 32 Minuten war die Dose schließlich geöffnet, weil Barcelonas Defensive tatkräftig mithalf. Ein flach ausgeführter Eckball landete im Strafraum bei Papu Gómez, dessen Direktabnahme im langen Eck landete. Ez Abde sowie Ferran Jutglà hatten den Argentinier zuvor aus den Augen verloren.

Trotzdem ließ sich Barcelona nicht aus dem Konzept bringen und belohnte sich mit der letzten Aktion vor der Pause mit dem Ausgleich: unbarcelonesk fiel er ebenfalls nach einem Eckball. Démbéle servierte und Ronald Araújo stieg zwei Stockwerke höher als Koundé, um die Kugel unhaltbar ins lange Eck zu verlängern.

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Koundé brennen die Sicherungen durch – Sevilla erkämpft sich den Punkt

Die zweite Hälfte begann ohne personelle Wechsel. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff hatte Sevilla seine erste gute Gelegenheit – in diesem Spiel natürlich nach einem Eckball. Erneut führte Sevilla kurz aus, Papu Gómez flankte an den zweiten Pfosten, wo Delaney direkt abfasste. Der Abschluss rauschte in der Mitte an Freund und Feind vorbei.

Es dauerte bis zur 63. Minute, bis Barcelona seine beste Torchance hatte. De Jong setzte Ez Abde in Szene, der gegen Koundé fintierte, so zur Abschlussposition kam, aber relativ klar verzog. Eine Minute später stand Koundé erneut im Mittelpunkt. Bei einem Einwurf stellte sich Jordi Alba dem Franzosen in den Weg, dem komplett die Sicherungen durchbrannten. Koundé warf Jordi Alba die Kugel ins Gesicht. Carlos del Cerro Grande zögerte keine Sekunde – glatt Rot.

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Photo by Fran Santiago/Getty Images

Lopetegui war zum Wechseln gezwungen. Der angeschlagene Rakitić verließ den Platz. Für ihn kam Nemanja Gudelj und mit ihm Youssef En-Nesyri für Rafa Mir für die Offensive.

Trotzdem plätscherte die Partie über weite Teile der zweiten Hälfte vor sich hin. Erst zehn Minuten vor Schluss bekam Barcelonas Offensive wieder etwas auf die Gabel. Ez Abde flankte an den zweiten Pfosten, wo Gavi mit seinen 1, 73 Metern hochstieg, den Ball aber am Tor vorbeisetzte. Keine drei Minuten später zog Démbéle von rechts nach innen, verpasste der Kugel viel Effet, die sich allerdings lediglich an den Pfosten drehte.

In den letzten Minuten machte Barcelona nochmal Druck, ein Tor fiel dabei jedoch nicht mehr. Sevilla erkämpft sich zwar das Remis, verpasst es jedoch, den Patzer von Real Madrid (0:0 gegen Cádiz) auszunutzen und bleiben so weiter fünf Zähler hinter den Königlichen. Nach äußerst vollgepackten Wochen hat die Mannschaft bis zum 2. Januar Pause. Einen Tag später steht das Auswärtsspiel im Ramón de Carranza zu Cádiz an.

Barcelona hingegen macht einen kleinen Sprung von 8 auf 7, überholt damit Valencia, die am Montagabend ein spektakuläres Stadtderby bei Levante 4:3 gewannen. 2022 beginnt für die Katalanen am 2. Januar im Son Moix auf Mallorca.

Der Endstand aus dem Ramón Sánchez Pizjuán: Sevilla FC 1, FC Barcelona 1.

Photo by Fran Santiago/Getty Images

Victor Catalina

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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