Der Leihspieler Marcus Rashford könnte im Sommer fest zum FC Barcelona wechseln. Doch dass die Katalanen von dieser Option Gebrauch machen, scheint von Tag zu Tag unwahrscheinlicher.
Vor wenigen Monaten war für alle Beteiligten quasi klar: Wenn Marcus Rashford seinen Trend weiter fortsetzt, dürfte die feste Verpflichtung des FC Barcelona im Sommer nur Formsache sein. Doch aufgrund der jüngeren Leistungskrise des englischen Nationalspielers und dem Fakt, dass der Tabellenführer der spanischen Liga finanziell äußerst klamm ist, scheint ein Rashford-Transfer in weite Ferne gerückt zu sein.
Das berichtet zumindest nun auch die spanische Sportzeitung Marca, welche demnach das Ziehen der Kaufoption von 30 Millionen Euro für äußerst unrealistisch hält. Der Stürmer würde dann nach England zu Manchester United zurückkehren. Die Red Devils erwecken derweil nicht den Eindruck, groß über die Ablösesumme verhandeln zu wollen.
Rashford-Kaufoption: Zahlt Barca die 30 Millionen Euro?
Der katalanische Verein hingegen hält diese Zahl angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage für überzogen, möchte im Idealfall die Summe drücken. Denn der Start des englischen Stürmers beim FC Barcelona war durchaus vielversprechend. Insgesamt kommt der 26-Jährige in 43 Spielen auf 12 Tore und 13 Vorlagen – und das, obwohl er oft nur als Joker oder Rotationsspieler eingesetzt wurde.
Doch die Wahrheit ist gleichwohl: In den letzten 16 Spielen für die Blaugrana erzielte der Engländer nur zwei Tore – und bleibt damit weit hinter seinen überzeugenden Auftritten in der ersten Saisonhälfte. Daher ist sich die sportliche Leitung der Katalanen mittlerweile unsicher, ob eine Verpflichtung im Sommer überhaupt Sinn machen würde. Die endgültige Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen, Rashford müsste seine Leistung im Saisonendspurt aber nochmal deutlich steigern, um die Führungsriege von einem festen Kauf zu überzeugen.
Ein Problem würde dann aber auch das Financial Fair Play darstellen, welches durch die Kaufoption Kosten in Höhe von rund 25 Millionen Euro zwischen Gehalt und jährlicher Abschreibung der Ablösesumme verursachen würde. Für einen Spieler, der zuletzt inkonstante Leistungen zeigte, eine hohe Summe.

Bei Barcelona ist man der Ansicht, dass eine Investition dieser Größenordnung nur mit klaren sportlichen Garantien gerechtfertigt wäre. Klar zeigte der United-Stürmer im Trikot der Blaugrana bereits seine sportliche Klasse. In den letzten Wochen und Monaten verblasste der anfängliche positive Eindruck aber zunehmend.

