Spätestens seit der Amtsübernahme von José Mourinho als neuer alter Trainer laufen die Kaderplanungen bei Real Madrid auf Hochtouren. ,,The Special One“ fordert mehrere Neuzugänge und wird dabei in seinen Wunschvorstellungen auch konkret. Neben dem heißen Gerücht um Bernardo Silva wollen die Königlichen auch bei Chelsea-Kapitän Enzo Fernandez ernst machen.
Laut The Athletic möchte Real durch eine Fernandez-Verpflichtung das als Problemzone auserkorene Mittelfeld aufpolstern. Fede Valverde und Aurelien Tchouameni sind grundsätzlich Akteure auf Weltklasse-Niveau, die zwischenmenschlichen Probleme der beiden Starspieler zum Ende der abgelaufenen Saison sorgen aber für Fragezeichen, wie es weitergehen soll.
Logischerweise kommen als mögliche Verstärkungen bei Real nur Spieler der Güteklasse A in Frage. Neben Fernandez besteht auch königliches Interesse an der PSG-Portugal-Achse um Vitinha und Joao Neves. Beide wurden allerdings von ihrem Club als unverkäuflich bezeichnet, auch Berater Jorge Mendes schob möglichen Transfers einen Riegel vor.
Zahlt Real Madrid für Fernandez eine Rekord-Summe?
Fernandez ist mit Sicherheit allerdings alles andere als eine Notlösung. Der Argentinier zählt zu den besten Spielern der Premier League. In der abgelaufenen Saison erzielte der Mittelfeldspieler in 54 Partien für den FC Chelsea 15 Tore und sieben Vorlagen. Trotz des ausbleibenden mannschaftlichen Erfolg der Blues ist die fußballerische Klasse des 25-Jährigen unbestritten. Ein Wechsel in die spanische Hauptstadt scheint außerdem realistisch, da der Spieler selbst bereits Andeutungen machte.

Anfang April wurde Fernandez von seinem Arbeitgeber suspendiert, da er in einer sportlich schwierigen Phase zunächst seine Zukunft offen ließ, und im Anschluss kundgab, gerne in Madrid leben zu wollen, falls er London verlassen würde. Eine Aktion, die Ex-Trainer Liam Rosenior überhaupt nicht gefiel: ,,Es ist enttäuschend, dass Enzo so spricht. Ich habe nichts Schlechtes über ihn zu sagen, aber es wurde eine Grenze überschritten in Bezug auf unsere Kultur und das, was wir aufbauen wollen.“
Rosenior ist mittlerweile Geschichte, Chelsea will in der Spielzeit 2026/27 neu angreifen. Zum Plan gehört auch die Verpflichtung des neuen Cheftrainers Xabi Alonso, der seinen Spielmacher gerne behalten würde. Nichtsdestotrotz scheint die Clubführung zum richtigen Angebot gesprächsbereit zu sein. Preislich schwebt den Blues eine Summe von 140 Millionen vor. Damit wäre Fernandez der teuerste Real-Zugang aller Zeiten. Diesen Titel trägt aktuell noch Ex-Dortmunder Jude Bellingham. Im Sommer 2023 wechselte der Engländer für 127 Millionen Euro Ablöse vom BVB zu den Galacticos.

