Ligue 1 | PSG schlägt Lyon und stürmt an die Tabellenspitze

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Spitzenspiel in der Ligue 1! Der Tabellendritte, Olympique Lyon, empfing am 30. Spieltag den Zweiten, Paris Saint-Germain. Für beide ging es darum, den Patzer von Tabellenführer Lille, die zuhause überraschend 1:2 gegen Nîmes verloren, auszunutzen. Das tat PSG letztendlich, wenngleich sie gegen Ende des Spiels nachlässig wurden. Mit einem 4:2 springen sie aufgrund der besseren Tordifferenz sogar an die Tabellenspitze.

Lyon mutig – doch dann schlagen Mbappé und Danilo Pereira für PSG zu

Das Hinspiel gewann OL dank eines Treffers von Tino Kadewere 1:0. Deshalb traten sie auch diesmal wieder mutig auf, was ihnen in der 6. Minute um ein Haar zum Verhängnis geworden wäre. Kylian Mbappé zündete auf der linken Seite den Turbo, gab scharf in die Mitte. Dort scheiterte Moise Kean an Lopes. Direkt im Gegenzug gab es auch die erste gute Chance für die Gastgeber. Nach einem schnellen Spielzug kam Lucas Paqueta von der Strafraumkante zum Abschluss, oder eher: Abschlüsschen. Navas parierte.

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Danach pendelte sich die Partie im Mittelfeld ein. Lyon überließ PSG den Ball und tat das, womit sie auch in der vergangenen Champions-League-Saison erfolgreich waren: Defensiv sicher stehen und kontern. So auch in der 12. Minute. Memphis Depay flankte vom linken Strafraumeck an den zweiten Pfosten, in der Mitte verlängerte Kadewere, Karl Toko Ekambi kam nicht mehr an die Kugel, stand aber ohnehin abseits.

JBAutissier/Panoramic/imago

In der 15. Minute war dieses Spiel schließlich eröffnet. Lopes ließ einen Schrägschuss von Moise Kean prallen, Verratti nahm die Kugel volley und scheiterte ebenfalls. Aber nicht Kylian Mbappé. Der legte sich den Ball noch kurz vor und jagte ihn ins lange Eck – 0:1. Lyon war nun gefordert und musste etwas mehr riskieren. Das ergab Räume für PSG. In der 24. Minute büffelte sich Moise Kean durch die OL-Defensive. Sein Abschluss war kein Problem für Lopes. Kurz darauf versuchte sich Di María aus spitzem Winkel – drüber.

Es schien zwischenzeitlich eine Frage der Zeit zu sein, bis der Serienmeister nachlegt. Und das war es letztendlich auch. Den Nachklapp eines Eckballs bekam die Lyonnais nicht unter Kontrolle. So konnte Presnel Kimpembe die Kugel links im Strafraum nochmal auf den Kopf von Marquinhos bringen. Der Brasilianer legte clever per Kopf ab und in der Mitte durfte Danilo Pereira die Kugel genüsslich flach unten links ins Eck donnern. Thiago Mendes hatte den Portugiesen zuvor aus den Augen verloren. So stand es in der 32. Minute 0:2. Das war auch der Halbzeitstand. Lyon begann zwar mutig, doch dann spannte PSG den Bizeps an und hätte gut und gerne noch mehr Tore erzielen können.

PSG erst mit Wucht, dann nachlässig – Slimani und Cornet verkürzen für OL

Das holten sie nach der Pause postwendend nach. 47. Minute, eine Freistoßflanke von Ángel Di María fliegt an Freund und Feind vorbei ins Tor. 0:3 – Game Over. Nachdem Lyon durch Toko Ekambi kurzzeitig fast das 1:3 erzielt hätte – Navas parierte herausragend – schickte Marco Verratti in der 52. Minute  mit einem sehenswerten Pass Kylian Mbappé auf die Reise. Der Rest war Formsache. 0:4!

Bildquelle: imago

Mit dieser überdeutlichen Führung im Rücken wurde der Serienmeister etwas nachlässig. Maxwel Cornet auf den eingewechselten Islam Slimani. Gut 25 Meter vor dem Tor wurde der Algerier nur bedingt angegriffen – und verkürzte auf 1:4.

In den Folgeminuten plätscherte die Partie vor sich hin. Rudi Garcia hatte schon angefangen, die zweite Garde zu bringen. Und die witterte ihre Chance. Der 17-jährige Rayan Cherki steckte in der 81. Minute für Maxwel Cornet durch, Florenzi hob das Abseits auf und auch Navas hatte keinen Auftrag mehr – nur noch 2:4.

Nur drei Minuten später wäre OL fast sogar noch in dieses Spiel eingecheckt. Der Ex-Hannoveraner Marcelo köpfte einen Eckball quer zu Islam Slimani. Navas musste Kopf und Kragen riskieren, um das 3:4 zu verhindern.

Letztendlich brachte PSG das 4:2 über die Zeit. Damit ziehen sie nach Punkten mit Lille gleich. Da sie über die bessere Tordifferenz verfügen, springen sie sogar an die Tabellenspitze. Lyon bleibt – wie vor der Partie – auf Platz 3.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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