Bastian Schweinsteiger sieht in einer starken Bayern-Achse einen möglichen Schlüssel für den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026. Der Weltmeister von 2014 verweist dabei auf die Erfahrungen aus dem Titeljahr in Brasilien und traut dem aktuellen DFB-Team grundsätzlich eine starke Endrunde zu.
Wie Schweinsteiger gegenüber der Rheinischen Post erklärte, sei eine gefestigte Achse innerhalb der Mannschaft ein sehr wichtiger Faktor für den Erfolg bei großen Turnieren. Dabei blickt der ehemalige DFB-Kapitän vor allem auf die zahlreichen Spieler des FC Bayern München im aktuellen Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Schweinsteiger sieht Parallelen zur Weltmeister-Mannschaft
„Mannschaftliche Geschlossenheit ist ganz wichtig. Wir hatten 2014 ein starkes Gerüst aus Bayern-Spielern“, sagte Schweinsteiger. Dieses Grundgerüst habe damals die gesamte Mannschaft getragen und anderen Spielern Stabilität gegeben. „Das kann jetzt in der Mannschaft durch die Bayern-Achse auch wieder der Fall sein“, so der 41-Jährige.
Mit Joshua Kimmich, Manuel Neuer, Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic, Jonathan Tah, Leon Goretzka und Talent Lennart Karl stehen gleich sieben Bayern-Profis im 26-köpfigen WM-Kader. Beim WM-Triumph 2014 gehörten mit Neuer, Philipp Lahm, Jerome Boateng, Toni Kroos, Thomas Müller und Schweinsteiger selbst ebenfalls zahlreiche Münchner zum festen Kern der Mannschaft.

Grundsätzlich bescheinigt Schweinsteiger dem aktuellen DFB-Team großes Potenzial. Insbesondere Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Florian Wirtz zählt er zur internationalen Spitze. Auch Aleksandar Pavlovic habe sich zuletzt auf höchstem Niveau präsentiert. Gleichzeitig sieht der Weltmeister aber auch noch Unterschiede zu anderen Nationen und zum Team von 2014. „Der Unterschied zu den anderen Top-Nationen und auch zu unserer Mannschaft von 2014 ist die momentan noch fehlende Konstanz und der immer mal wieder eintretende Leistungsabfall“, erklärte Schweinsteiger.
Als realistisches Ziel nennt der frühere Mittelfeldspieler das Erreichen des Halbfinals. Dieses würde er als Erfolg bewerten. Er warnt aber auch vor möglichen schweren Gegnern in der K.o.-Phase. Besonders ein mögliches Achtelfinal-Duell mit Frankreich könnte für die Mannschaft von Julian Nagelsmann früh zur großen Herausforderung werden.

