Der DFB ist daran interessiert die größten Talente des Landes auch perspektivisch in der deutschen Nationalmannschaft zu sehen. Immer wieder gibt es aber Beispiele von Spielern, die sich für einen anderen Verband entscheiden.
Ibrahim Maza, der für Algerien spielt, war eines der neueren Beispiele. Paul Wanner spielt für Österreich, Can Uzun für die Türkei. Und nun entscheidet sich auch ein anderes, junges Talent gegen den Weg beim DFB.
Die Rede ist vom Gladbacher Shootingstar Wael Mohya. Der 17-Jährige soll kurz vor einer finalen Entscheidung stehen.
Mohya zukünftig für Marokko?
Obwohl Mohya in Mettmann geboren ist und von der U16 bis zur U18 bereits sieben Länderspiele für die deutschen Jugendnationalteams absolviert hat, steht er kurz vor dem Verbandswechsel nach Marokko. Das scheint sich mehr als nur anzudeuten.
Nach BILD-Informationen gab es darüber nämlich schon sehr konkrete Gespräche. Durch seine familiären Wurzeln kann das Gladbach-Juwel neben Deutschland auch für Marokko spielen, der Verband bekräftigte das Interesse. Ein Verbandswechsel hatte sich bereits vor Monaten angedeutet.

Denn eine Einladung zur U18-Nationalmannschaft des DFB lehnte Mohya kurzfristig ab, trainierte stattdessen regulär bei seinem Verein Borussia Mönchengladbach.
Eine gute Perspektive bei Marokko hätte Mohya sicher, denn die Marokkaner sind eine aufstrebende Fußballnation, haben zuletzt auch bei der Weltmeisterschaft überzeugt und schafften es dort bis in das Viertelfinale.
Für den DFB ist es schade, wenn sich Spieler, die zweifellos viel Potenzial mitbringen, gegen einen Weg im deutschen Nachwuchs entscheiden. Zumal die Nationalmannschaft perspektivisch zwar über einige Talente verfügt, die Breite im deutschen Kader aber ohnehin schon jetzt ein Thema ist, das viel diskutiert wird.

