Rudi Völler hat den Aussagen von Matthias Sammer deutlich widersprochen, nachdem dieser Julian Nagelsmann kritisiert hatte.
Der Bundestrainer erzählte zuletzt im Gespräch mit MagentaTV, dass er sich bei Deniz Undav nach der harten Kritik im März entschuldigt hat. Dabei sei auch seine Frau ein entscheidender Faktor gewesen. „Das macht ihn auf der einen Seite sympathisch, auf der anderen Seite – hochprofessionell betrachtet – würde ich sagen: Julian, das gehört hier nicht her“, kommentierte Sammer daraufhin.
Die Einschätzung des BVB-Beraters konnte DFB-Sportdirektor Rudi Völler nicht nachvollziehen. „Ich habe es auch gelesen, aber ich habe heute Morgen noch mit Julian telefoniert. Also im Grunde muss ich darüber schmunzeln. Ich weiß ja, wie Matthias das meint“, sagte der Weltmeister von 1990 vor dem Pokalduell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern (0:2) am Sky-Mikrofon: „Er ist auch ein großer Analytiker, macht das ja auch wunderbar. Aber da hat er natürlich definitiv nicht recht. Also, wenn das jetzt das Problem in Deutschland ist, wenn der Bundestrainer mit seiner Frau was bespricht…“
Völler räumt ein: Undav-Kritik war „nicht optimal“
Der DFB-Funktionär erinnerte an Otto Rehhagel: „Ohne seine Beate hat er keinen Transfer gestemmt. Und selbst Berti Vogts hat, glaube ich, auf seine Frau gehört, damals Oliver Bierhoff mitzunehmen.“ Dass Nagelsmann beim Undav-Thema nach dem Ghana-Spiel nicht optimal reagiert hat, räumte Völler ein: „Da hat er natürlich nicht ganz so souverän reagiert, wie er das gerne gehabt hätte und wir das gerne gehabt hätten. Das hat er dann später schon in der Kabine dann bereut.“

Schon da sei der Gedanke in Nagelsmann gereift, das Gespräch mit dem Stürmer zu suchen, der sich mit dem späten Siegtor zuvor zum Matchwinner aufgeschwungen hatte. „Und natürlich hat er auch mit seiner Frau darüber gesprochen. Das ist ja super, was er jetzt gemacht hat“, so Völler: „Warum soll er nicht mit seiner Frau mal ein paar Dinge besprechen?“

