Nach dem WM-Aus gegen Paraguay steht ein Umbruch beim DFB an. Sportdirektor Rudi Völler bringt die Erfolgsgaranten vom WM-Sieg 2014 ins Spiel.
Es sollen und müssen Veränderungen her beim DFB, nachdem abermals schwachen Auftritt bei der Weltmeisterschaft 2026. Schon in den Vorjahren war man gleich zweimal in Folge nicht einmal in die K.o.-Runde eingezogen, nun folgte immerhin die Qualifikation fürs Sechzehntelfinale. Dort war aber nach einem blamablen Spiel gegen Paraguay schon Schluss, Bundestrainer Nagelsmann verkündete infolgedessen seinen Rücktritt.
Für die Nachfolge bereit steht Jürgen Klopp, doch die Veränderungen beim DFB sollen über die Trainerposition hinausgehen. Zumindest Rudi Völler soll nach anfänglichem Zögern noch bis 2028 als Sportdirektor weitermachen, für die Zukunft nimmt der 66-Jährige aber die 2014er-Weltmeister in die Pflicht, Verantwortung zu übernehmen.
Völler bringt Weltmeister ins Spiel: „Da gibt es einige, die das wollen“
In einer Medienrunde in Frankfurt am Main sagte Völler: „Da gibt es welche, die nach mir oder auch mit mir, Thema werden können.“ Explizit bezog sich der Sportdirektor auf die Weltmeister aus dem Jahr 2014.
„Die Generation ist auch ein bisschen in der Pflicht, vielleicht mal Verantwortung zu übernehmen.“ Namen wie Per Mertesacker, Mats Hummels, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira nannte der Weltmeister von 1990, und fügte hinzu: „Hoffentlich habe ich niemanden vergessen. Das sind Namen, die kann ich mir alle vorstellen, irgendwann mal beim DFB in irgendeiner Rolle, ob mit mir oder nach mir.

Schon vor Monaten hatte Völler klargemacht, dass der Vertrag bis 2028 sein letzter sein solle. Dennoch könnte schon in den kommenden zwei Jahren einer der genannten Ex-Spieler ins Führungsteam des DFB dazustoßen. Zuletzt hatte sich etwa Per Mertesacker selbst angeboten. Der 41-Jährige war nach seinem Karriereende in England mehrere Jahre Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Arsenal.

