Kane, Varane, Pogba & Co.: Diese Top-Transfers könnten uns erwarten

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Das muntere Wechselspiel auf dem Transfermarkt ist bereits in vollem Gange. Doch mit Spielern wie Harry Kane, Paul Pogba und Co. könnte es weitere Top-Transfers geben. Ein Überblick. 

Jadon Sancho (21, Manchester United), Achraf Hakimi (22, Paris Saint-Germain), Dayot Upamecano (22, FC Bayern München). Schon früh in der diesjährigen Sommer-Transferperiode wechselten einige große Namen die Vereine. Trotz Coronavirus für extrem hohe Ablösesummen. Doch das könnte nur der Anfang gewesen sein. Erling Haaland (20, der BVB mauert) oder Kylian Mbappé (22, finanziell wohl kaum erschwinglich) scheinen für diesen Sommer keine realistische Wechselkandidaten zu sein. Ganz anders sieht es bei Harry Kane (27), Raphael Varane (28), Paul Pogba (28) und Co. aus.

 

Harry Kane (Tottenham)

Nach über einer Dekade bei den Tottenham Hotspur, 336 Pflichtspielen, 221 Toren, 47 Vorlagen aber eben keinem einzigen Titel, hat Harry Kane offenbar genug. Sein Wechselwunsch ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Ebenso wie das Interesse von Manchester City. Der Meister sucht nach dem Abgang von Sergio Agüero (33) nach einem neuen Stürmer. Die Cityzens würden weit über 100 Millionen Euro auf den Tisch legen müssen. Doch die zentrale Frage laute dennoch: Lassen die Spurs ihren Talisman überhaupt ziehen?

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge verwies Kane intern auf ein Gentlemen’s Agreement, wollte er doch bereits im Sommer 2020 gehen. Damals ließ er sich von Klubboss Daniel Levy zu einer weiteren Saison überreden – unter der Prämisse, 2021 keine Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Genau das scheint nach der nächsten enttäuschenden Spielzeit aber der Fall zu sein. Die Spurs wollen Kane halten. Denn das Aushängeschild ist wohl das letzte Argument, um mit einem Kaderumbruch zu zögern und elementar, um Fans in den sündhaft teuren Palast namens Tottenham Hotspur Stadium zu locken.

Tottenham sitzt aufgrund des Vertrags bis 2024 jedenfalls am längeren Hebel. Darüber hinaus ist Levy als knallharter Verhandlungspartner bekannt. Die Macht haben im Jahr 2021 allerdings zweifelsohne die Spieler. Sogar ein Streik sei für Kane eine Option, das möchte der Telegraph zumindest aus dem Nationalmannschaftsumfeld des Vize-Europameisters erfahren haben. Kane wird womöglich seinen Legendenstatus im Norden Londons aufs Spiel setzen müssen, um seinen Wunsch zu erhalten.

Jack Grealish (Aston Villa)

Kane ist nicht der einzige englische, teure und vertraglich gebundene Offensivspieler, der sich im Visier von Manchester City befindet. Jack Grealish (25) von Aston Villa stellte trotz einer Reservistenrolle seine offensive Kreativität bei der Europameisterschaft eindrucksvoll unter Beweis.

Doch auch Grealish ist das Aushängeschild seines Arbeitgebers. Er personifiziert den Aufschwung des Aufsteigers von 2019. Und er soll es auch weiterhin. Um neue Spieler anzulocken und einen mittelfristigen Vorstoß auf die europäischen Plätze zu wagen. Obwohl Grealish bis 2025 unter Vertrag steht, würden die Villains laut The Athletic daher gerne erneut mit ihm verlängern. Das würde Sicherheit geben, ein Signal senden und die Verhandlungsposition 2022 stärken. Erst ein Gebot in Höhe von über 100 Millionen Euro könnte Aston Villa demnach schwach werden lassen.

Aktuell aber rechnet man im Birmingham mit einem Verbleib des 25-Jährigen. Einzig der Wunsch des Spielers nach Champions-League-Fußball und vor allem ein Manöver von Manchester City könnten das ändern. Noch lässt Letzteres auf sich warten, womöglich auch, weil die Cityzens durch Spielerverkäufe noch finanziellen Spielraum schaffen müssen. Für Kane, für Grealish, oder gar beide.

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Raphael Varane (Real Madrid)

In seinen nun zehn Jahren bei Real Madrid hat Raphael Varane alles gewonnen, was es auf Klubebene zu gewinnen gibt. Dabei hat die Blütezeit seiner Karriere als Innenverteidiger mit 28 Jahren wohl gerade erst begonnen. Diese könnte fernab von Madrid stattfinden, denn Varane strebt wohl einen Tapetenwechsel an. Zu einer Verlängerung seines 2022 auslaufenden Vertrags ist es nicht gekommen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge beruht das Interesse von Manchester United auf Gegenseitigkeit, laut L’Équipe sind sich Klub und Spieler über die Vertragsmodalitäten sogar schon einig. Doch die wichtigste Übereinkunft, die mit den Königlichen, steht noch aus.

Anfangs kursierten noch Beträge im Bereich von 80 Millionen Euro als potentielle Ablösesumme durch die Medien. Doch das ist wohl königliches Wunschdenken. Bei einem Jahr Restvertrag und dem damit verbundenen Risiko, dass durchaus benötigte Einnahmen ausbleiben, dürften sich die Spanier letztendlich mit 40 bis 50 Millionen Euro zufrieden geben. Letztendlich. Das Transferfenster in England schließt erst am 31. August, Manchester United wird sich also in Geduld üben müssen. Es sei denn, für Real Madrid tut sich bereits im Vorfeld eine Möglichkeit auf, für die eine signifikante Summe benötigt wird. Dann könnte das Pokerspiel vorzeitig beendet werden.

 

Paul Pogba (Manchester United)

Trotz des enttäuschenden Ausscheidens der Franzosen, demonstrierte Paul Pogba bei der EM einmal mehr seine (Welt)Klasse. Bei Manchester United war das in den letzten fünf Jahren allerdings zu selten der Fall. Folglich ist die Verlängerung seines 2022 auslaufenden Vertrags mit Komplikationen verbunden. Für die Red Devils, die gehörige finanzielle Ressourcen in einen launischen Spieler investieren müssten, der auf die 30 zugeht. Und für Pogba, der immer wieder mit einem Abschied liebäugelt und somit erstmal keine Flexibilität mehr hätte.

Laut The Athletic kann sich der 28-Jährige zumindest einen Verbleib vorstellen. Knapp ein Jahr, nachdem Berater Mino Raiola das Ende der „komplizierten“ Beziehung einläutete. Doch auch ein Abgang ist möglich. Mit Real Madrid, Juventus und PSG gibt es dem Bericht zufolge auch drei attraktive Interessenten. So der Anschein. Denn die ersten beiden Genannten dürften erhebliche Probleme haben, das finanzielle Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt zu stemmen. Und eine Rückkehr nach Frankreich soll für Pogba aktuell noch kein Thema sein.

Vieles deutet darauf hin, dass Pogba mit ManUtd in die Saison geht. Bleiben konkrete Avancen aus und der Beginn der Saison läuft nicht so wie sich das Verein und/oder Spieler vorstellen, ist sogar ein ablösefreier Abgang 2022 denkbar.

 

Eduardo Camavinga (Stade Rennais)

Eduardo Camavinga ist einer der begehrtesten Talente Europas. Und: Der 18-Jährige schließt eine Verlängerung seines bis 2022 datierten Vertrags bei Stade Rennais aus. Das versetzt potentielle Interessenten in Alarmbereitschaft. Denn die Franzosen möchten den hoch veranlagten Mittelfeldspieler keinesfalls ablösefrei verlieren. Für einen vergleichsweise günstigen Betrag zwischen 30 bis 40 Millionen Euro sollte das Top-Talent zu haben sein.

Manchester United, Paris Saint-Germain und Real Madrid gelten allesamt als interessiert, Camavinga selbst soll einen Wechsel nach Spanien bevorzugen. Doch wie bereits erwähnt sind die Königlichen finanziell nicht auf Rosen gebettet. Das und der Abgang von Paul Pogba und die damit verbundene Perspektive auf eine wichtigere Rolle im Mittelfeld der Red Devils, könnte die Perspektive für Manchester United verbessern.

Auch hier könnte es noch viele Wochen dauern, ehe die entscheidenden Dominosteine falle. Ein Wechsel scheint jedenfalls nur eine Frage der Zeit zu sein.

Photo: Imago

Antoine Griezmann (FC Barcelona)

Dass der FC Barcelona finanziellen Spielraum schaffen muss, um die Vertragsverlängerung von Lionel Messi (34) zu besiegeln und die Personalplanungen voranzutreiben, ist kein Geheimnis. Ein Spieler, besser gesagt ein hoch dotierter Vertrag, der diesen Bemühungen zu Opfer werden könnte, ist Antoine Griezmann.

Der Franzose würde gerne bei den Katalanen bleiben, immerhin hielt das Wechseltheater um seine Person länger an als er bei Barca unter Vertrag steht. 2019 verließ er nach langer Seifenoper Atlético. Zuletzt aber machten Gerüchte über eine Rückkehr nach Madrid die Runde. Etwas, womit nicht alle Fans des Meisters einverstanden sind.

Ein Tausch-Geschäft für Saul Niguez (26) soll eine Überlegung sein. So könnte Barcelona Griezmanns hohes Gehalt einsparen und sich zugleich im Mittelfeld zu günstigeren Bezügen verstärken. So die Theorie. Was bleibt, sind viele Fragen: Spielt Griezmann mit? Spielt Atlético mit? Und kann sich Atletico eine Rückholaktion überhaupt leisten? Vieles deutet darauf hin, dass die Zukunft einiger Spieler des FC Barcelona erst zum Ende der Transferperiode besiegelt sein wird.

Photo: xNickxPottsx/Imago

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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