Durch Newcastle-Deal: Premier League Klubs wollen Sponsoring-Reformen

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News | Es wird erwartet, dass die Premier-League-Klubs neue Regeln durchsetzen werden, die besagen, dass alle Sponsoringverträge, die mit den Eigentümern eines Klubs in Verbindung stehen, den wahren Marktwert dieser Verträge widerspiegeln müssen.

Premier League will kein zweites PSG

Nach der von Saudi-Arabien unterstützten Übernahme von Newcastle United haben die englischen Spitzenklubs beschlossen, neue „Geschäfte mit verbundenen Parteien“ vorübergehend zu verbieten. Das berichtet The Times. Eine Arbeitsgruppe mit einem halben Dutzend Klubvertretern – darunter auch ein Vertreter von Newcastle – wurde eingesetzt, um mögliche Regeländerungen für solche Geschäfte zu prüfen.

 

Es wird befürchtet, dass die Sponsorenverträge staatlich aufgekaufter Vereine künstlich aufgebläht wurden – das beste Beispiel hierfür ist der 100-Millionen-Euro-Jahresvertrag der katarischen Tourismusbehörde mit Paris St. Germain, welches Qatar selbst gehört.

Für den 11. November wurde eine Konferenz mit den Shareholdern der Premier League anberaumt. Dort sollen neue Regeln für den tatsächlichen Marktwert aller Sponsoringverträge mit verbundenen Parteien, einschließlich Trikotverträgen und Vereinbarungen über Stadionnamensrechte, vorgeschlagen werden. Es wird erwartet, dass das vorübergehende Verbot von Geschäften mit verbundenen Parteien verlängert wird, bis neue Regeln in Kraft treten, deren Ausarbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

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Wettrüsten und Zerstörung des Wettbewerbs wird befürchtet

Dieses potenzielle neue Regelwerk würde beispielsweise verhindern, dass Newcastle seinen aktuellen Trikot-Sponsoring-Vertrag mit „Fun88“, der jährlich ca. 7,5 Millionen Euro bringt, aufkündigt und einen neuen mit der Öl-Firma „Saudi Aramco“ abschließt, welcher dann mit über 100 Millionen Euro bewertet wird.

Nach den geltenden Regeln der Premier League werden Sponsoring-Verträge nur dann überprüft, wenn sie in den Jahresabschlüssen der Klubs als Transaktionen mit verbundenen Parteien ausgewiesen werden, wie z. B. Leicester City mit King Power. Manchester City hat seine Sponsordeals mit Etihad eben nicht als solche Transaktionen markiert, weshalb die Premier League dort auch nicht genauer hinschaut. Viele englische Klubs sind aber der Überzeugung, hier das Regelwerk deutlich strenger zu gestalten. Nun soll die Premier League ihr eigenes „Financial Fairplay“ kreieren.

Ein namentlich nicht genanntes Mitglied eines Premier-League-Klubs sagte: „Die Vereine halten die Lage für so ernst, dass es Regeländerung braucht. Die Übernahme durch die Saudis hat die Lage weiter zugespitzt. Wir können das Sponsoring nicht verbieten, da es bei einigen Vereinen bereits vorhanden ist, aber wir müssen sicherstellen, dass es nicht unfair ist.“ Es wird ein Wettrüsten einiger weniger Vereinsbesitzer befürchtet, die hunderte von Millionen Euro in ihre Klubs fließen lassen und somit den Wettbewerb zerstören.

(Photo by Lindsey Parnaby/Pool via Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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