Premier League | Abschaffung der umstrittenen Fallschirmzahlungen für Absteiger?

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News | In geheimen Gesprächen zwischen der Premier League und der EFL wurde die Abschaffung des umstrittenen Systems der Fallschirmzahlungen erörtert, wobei den Spitzenvereinen Alternativen zur Diskussion gestellt werden sollen.

Fallschirmzahlungen – EFL spricht von Wettbewerbsverzerrung

Seit der Corona-Pandemie wurden Gespräche darüber geführt, wie die finanzielle Umverteilung im englischen Fußball besser organisiert werden kann. Während die EFL die Fallschirmzahlungen als Hauptproblem bezeichnete, hielt die Premier League trotzig am derzeitigen System fest und verwies auf die ca. 1,75 Milliarden Euro, die über einen Zeitraum von drei Jahren an die Ligen überwiesen werden. Diese Position hat sich nun geändert, da eine Reihe von Alternativvorschlägen entwickelt und unter den Führungskräften diskutiert wurde. Das berichtet The Guardian. Nun geht es darum, diese Änderungen in die Tat umzusetzen.

Vereine, die aus der Premier League absteigen, erhalten Fallschirmzahlungen, um die durch den Abstieg aus der höchsten Spielklasse entgangenen Einnahmen abzufedern. Die EFL argumentiert, dass dies zu Wettbewerbsverzerrungen führt, da andere Vereine Geld ausgeben, das sie nicht haben, um mitzuhalten.

Eine der Empfehlungen des Crouch-Berichts, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, besagt, dass die Premier League und die EFL bis Ende des Jahres eine Lösung für das Problem der Fallschirmzahlungen finden sollten, und dass externe Berater hinzugezogen werden sollten, wenn keine Lösung gefunden werden kann.

Obwohl die Gespräche bereits weit fortgeschritten sind, wurden die Ideen weder den Vereinen der Premier League noch dem EFL-Vorstand vorgelegt. Am Montag beschloss der Vorstand der Premier League, in dieser Woche eine Dringlichkeitssitzung der Anteilseigner abzuhalten, um die Überprüfung von Crouch zu diskutieren.

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Premier-League-CEO zeigt sich gesprächsbereit – Kritik von Vereinsverantwortlichen

Nach den Bedingungen des in diesem Jahr von der Regierung genehmigten nationalen Fernsehvertrags bleiben die Fallschirmzahlungen für weitere drei Jahre bestehen. Am Freitag deutete Richard Masters, der Geschäftsführer der Premier League, an, für Alternativen zum bestehenden System offen zu sein. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, die Klubs in unserer Liga und die Klubs in der Championship mit einem neuen Vorschlag zu vereinen“, sagte er der BBC, „sollten wir das anstreben, und wir sind gerne bereit, mit Tempo an diesem Projekt zu arbeiten.“

Es gibt allerdings auch deutliche Gegenworte. Mehrere Führungskräfte der Premier League haben sich zu Crouchs Kritik geäußert, wobei der stellvertretende Vorsitzende von West Ham, Karren Brady, das System der Fallschirmzahlungen lautstark verteidigte. Mit dem Argument, dass die Vereine ohne das Geld bankrott gehen würden, schrieb sie in der Sun, dass Tracey Crouch mit ihrem Reformvorschlag „in eine Gutmenschenfalle“ getappt sei. „Vielleicht verwechseln Tracey und [EFL-Vorsitzender Rick] Parry Wettbewerb mit Fairness“, schrieb sie. Neben Rady haben sich auch der Vorstandsvorsitzende von Aston Villa, Christian Purslow, und der Vorsitzende von Crystal Palace, Steve Parish, gegen die Reformvorschläge von Crouch ausgesprochen. Sie gehören zu einer Gruppe aufstrebender Vereine, die seit dem Scheitern der europäischen Super League unter den „großen Sechs“ immer mehr Einfluss in der Liga haben.

Am Montag warnte Parish vor der Einführung einer unabhängigen Regulierungsbehörde für den Fußball, der wichtigsten Empfehlung des Crouch-Berichts. In einer Diskussion mit Gary Neville auf Twitter sagte Parish: „Regulierungsbehörden sind dazu da, dass Regierungen Märkte oder Unternehmen innerhalb eines von ihnen gesetzten und veränderbaren Rahmens kontrollieren können. Die Regulierungsbehörden sind Instrumente der Regierung und sie sind nur bis zur Durchsetzung des aktuellen Auftrags unabhängig, der jederzeit durch ein neues Gesetz des Parlaments geändert werden kann. Der Fußball wird also – nach diesem Plan – von der Regierung kontrolliert.“

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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