Premier League | Skyblues dominant, Blitzantwort Mané: nächstes turbulentes Remis zwischen Manchester City und Liverpool!

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News | Showtime! Am Sonntagnachmittag des 32. Premier League-Spieltags empfing Tabellenführer Manchester City den Liverpool Football Club. Erneut entwickelte sich eine äußerst packende Partie, die – wie das Hinspiel – 2:2 endete.

City dominant, Liverpool fahrig – und zur Pause mit dem knappen Rückstand gut bedient

Das größte Spiel der Premier League, vielleicht im Moment das größte Spiel Europas: Manchester City gegen Liverpool. Ein Punkt trennte die beiden in der Tabelle vor dem Spiel. Ihre Generalprobe konnten beide 2:0 gewinnen: City in Burnley und Liverpool gegen Watford.

 



 

Sowohl Pep Guardiola als auch Jürgen Klopp nahmen drei Wechsel im Vergleich zu ihren Champions-League-Begegnungen unter der Woche vor: Kyle Walker, Phil Foden und Gabriel Jesus ersetzten Nathan Aké, Ilkay Gündoğan sowie Riyad Mahrez. Bei Liverpool kamen Diogo Jota, Jordan Henderson und Joël Matip für Luis Diaz, Naby Keïta und Ex-Leipziger Ibrahima Konaté.

Cancelos Traumpass bricht den Bann: Gabriel Jesus sorgt für Citys hochverdiente Pausenführung

Wenngleich Liverpool in den ersten Minuten versuchte, City durch hohes Anlaufen Respekt einzuflößen, so gehörten die Anfangsminuten den Skyblues. Deren fünf war das Spiel alt, als Kevin De Bruyne den Ball in den Lauf von Gabriel Jesus legte. Dessen flache Hereingabe von rechts landete bei Raheem Sterling, der am glänzend reagierenden Alisson scheiterte. Die Szene lief weiter. City presste hoch, holte sich einen Freistoß, den Bernardo Silva kurz ausführte. De Bruyne spazierte beeindruckend einfach an Fabinho vorbei und hielt aus 16 Metern halblinker Position drauf, Matip fälschte noch ab, sodass für Alisson diesmal nichts zu holen war. 1:0!

Die Antwort von Liverpool ließ allerdings nur acht Minuten auf sich warten. Andy Robertson flankte von links an den zweiten Pfosten. An der Grundlinie stand Trent Alexander-Arnold frei. Alles in hellblau rechnete mit dem Abschluss aus spitzem Winkel. Liverpools Rechtsverteidiger hatte jedoch eine bessere Idee: Mit Gefühl zurück zum eingelaufenen Diogo Jota legen – 1:1!

Es sollte eine der wenigen gelungenen Offensivaktionen des Liverpool Football Club vor der Pause bleiben: City hatte den Ball, City machte das Spiel – und City kreierte sogar die Chancen des Gegners: 23. Minute, nach einem Rückpass von Walker ließ sich Ederson aufreizend viel Zeit und den Ball bedrohlich nah Richtung Torlinie rollen, Diogo Jota kam angeflogen, doch Citys Keeper konnte rechtzeitig klären. Ein Hauch von 2019 wehte durch das Etihad. Damals war es John Stones, der elf Millimeter vor der Linie rettete.

Damit hatte es sich mit Liverpools Topchancen vor der Pause. 25. Minute, De Bruyne trat einen Freistoß aus dem rechten Halbraum in die Box auf João Cancelo, der nochmal per Kopf in die Mitte zu Stones legte – Zentimeter fehlten zur abermaligen Führung.

Vier Minuten später wurde Cancelo über links geschickt, drehte Alexander-Arnold ein und nahm De Bruyne mit, dessen Abschluss nur knapp am kurzen Pfosten vorbeiging. In der 35. Minute durfte der Portugiese aus ähnlicher Position abschließen, mit demselben Ergebnis.

Keine 60 Sekunden später war Liverpool fällig: Matip klärte einen Eckball genau zu João Cancelo, der einen absoluten Traumball an den zweiten Pfosten zum nicht abseits stehenden Gabriel Jesus spielte. Mit dem ersten Kontakt vollendete Citys Nummer 9 über Alisson hinweg via Unterkante des Querbalkens zum 2:1.

Zwei Minuten vor der Pause flankte Foden von links an den zweiten Pfosten, wo Raheem Sterling bereits wartete. Robertson fälschte die Kugel jedoch so ab, dass der englische Nationalspieler ins Leere grätschte.

So ging es mit einem – für Liverpool – sehr, sehr schmeichelhaften 1:2 in die Pause. Kein koordiniertes Pressing, kein Durchdecken, mangelhafte Abstände, fehlender Druck auf den Ball: Jürgen Klopp hatte mehr als genug Material für seine Halbzeitansprache.

 

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Manés Blitzantwort bringt Liverpool das Remis – aber City bleibt vorne

Eine Halbzeitansprache, die volle Wirkung zeigte: 46 Sekunden waren gespielt, als Mohamed Salah Geburtstagskind Sadio Mané, der heute 30 Jahre alt wurde, mit einem traumhaften Zuspiel durch die Mitte bediente. Frei vor Ederson hatte er keine Probleme, oben rechts zu versenken. Klopp jubelte, Pep verdrehte die Augen und sank frustriert in seinem Sessel darnieder.

Es folgte eine Phase, in der Liverpool all das zeigte, was sie ausmachte: Gegenpressing, frühes Anlaufen. City hatte bis zur Stundenmarke wesentlich mehr Probleme, das Spiel so zu dominieren, wie sie es über die komplette erste Hälfte taten. In Minute 61 stahl sich Gabriel Jesus nach einem weiten Pass rechts davon, setzte sich gegen Robertson durch, Alisson war bereits geschlagen, aber van Dijk rettete auf der Linie.

Zwei Minuten später steckte De Bruyne für Sterling durch. Ball im Tor, Fahne bleibt unten, 3:2. Das Etihad jubelte. Liverpools Retter saß in Stockley Park und hieß Paul Tierney, über den Jürgen Klopp sagte „Ich habe kein Problem mit Schiedsrichtern, nur mit dir!“ Sterling stand in der Tat knapp abseits. Es blieb beim 2:2.

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Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images

Die Partie war nun wesentlich offener, weil die Mannen in Rot ihre mäßig begabten Doppelgänger aus der ersten Hälfte in der Kabine gelassen haben. 20 Minuten vor Schluss ging Mohamed Salah ins Eins-gegen-Eins und schlenzte den Ball aufs lange Eck. Laporte fälschte noch ab, der fällige Eckball entging Anthony Taylor entging. Im Gegenzug schickte De Bruyne Gabriel Jesus, der nicht mehr als einen uninspirierten Abschluss ans Außennetz zustande brachte.

Der Schlussakkord war eine Blue Note, eine Skyblue Note: 90. Minute, Freistoß aus gut 25 Metern Entfernung. Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez standen bereit. Letzterer knallte den Ball an den linken Außenpfosten. Eine Gelegenheit sollte Manchester City noch bekommen: Abermals war es De Bruyne, der inszenierte und Mahrez fand. Der algerische Nationalspieler hatte nur noch van Dijk vor sich, ließ diesen stehen und wollte den herausstürzenden Alisson überchippen – drüber. Der Matchball blieb liegen. Gleich im Anschluss beendete Anthony Taylor die Partie. Pep Guardiola und Jürgen Klopp klatschten ab, umarmten sich freundschaftlich. Nach einer schwachen ersten Hälfte zeigte sich Liverpool stark verbessert und nahm dank Sadio Manés Blitztreffer den Punkt mit. Tabellarisch bleibt alles beim Alten: Manchester City einen Punkt vor den Reds. Das Titelrennen ist weit offen.

Am Mittwoch geht es für Manchester City ins Wanda Metropolitano. Im Gepäck haben sie einen 1:0-Vorsprung. Kommenden Samstag sehen sich beide Giganten schon wieder, im Halbfinale des FA-Cups. Anschließend steht für die Cityzens ein Heimspiel gegen Brighton an. Liverpool muss vor eigenem Publikum ein 3:1 aus dem Hinspiel gegen Benfica ins Ziel bringen. Nach dem Halbfinale gibt es für die Reds das nächste große Duell: gegen Ralf Rangnick und Manchester United.

Der Endstand aus dem Etihad Stadium: Manchester City 2, Liverpool FC 2.

Photo by Shaun Botterill/Getty Images

 

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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