Nach neun Jahren beim FC Liverpool steht Andrew Robertson offenbar vor einem Wechsel und der Poker um den schottischen Nationalspieler nimmt Fahrt auf. Neben Tottenham Hotspur mischt jetzt auch Juventus Turin kräftig mit.
Laut Informationen von Gianluca Di Marzio haben die Bianconeri schon erste Schritte eingeleitet und sich nach einem möglichen Transfer des 32-Jährigen erkundigt. Robertson wird Liverpool im Sommer ablösefrei verlassen.
Tottenham weiter in der Pole Position
Trotz des neuen Interesses aus Italien gilt Tottenham aktuell weiterhin als Favorit im Rennen um Robertson. Die Spurs sollen sich bereits im Frühjahr grundsätzlich mit dem Linksverteidiger ausgetauscht haben und besitzen laut mehreren Berichten weiterhin die besten Karten. Ein wichtiger Faktor ist dabei, dass Tottenham auch in der kommenden Saison weiter in der Premier League spielt. Robertson hatte zuletzt betont, weiterhin auf höchstem Niveau spielen zu wollen. Ein Verbleib in England erscheint deshalb durchaus realistisch.

Trotzdem versucht Juventus wohl, den Deal noch noch zu kippen. Nach einer enttäuschenden Saison mit verpasster Champions-League-Qualifikation planen die Turiner einen größeren Umbruch und suchen gezielt nach erfahrenen Führungsspielern. Robertson ist dabei offenbar nicht der einzige Liverpool-Spieler auf der Liste der Italiener. Laut den Berichten beschäftigt sich Juve weiterhin auch mit Alisson Becker, der bereits unter Luciano Spalletti bei der AS Roma gespielt hatte.
Ein Alisson-Transfer gilt aktuell aber als deutlich schwierig, Robertson scheint dagegen deutlich realistischer zu sein. Der Schotte verlor bei den Reds im Laufe der letzten Jahre zunehmend seinen Stammplatz und musste sich häufiger hinter seinem designierten Nachfolger Milos Kerkez anstellen. Trotzdem blickt Robertson auf eine äußerst erfolgreiche Zeit an der Anfield Road zurück. Seit seinem Wechsel 2017 gewann der Linksverteidiger mit Liverpool unter anderem die Champions League sowie die Premier League. Jetzt will der Schotte womöglich noch einmal eine wichtige Rolle auf Topniveau übernehmen, ob künftig in London oder Turin, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.

