Rüdiger! Chelsea schlägt Leicester und steht vor der Champions-League-Qualifikation

Spieltag

Spielbericht | Im Topspiel des 37. Spieltags der Premier League empfing der Chelsea FC am Dienstagabend Leicester City. In einer weitestgehend einseitigen Partie gewann Gastgeber vor 8.000 Fans mit 2:1 (0:0). Antonio Rüdiger war der spielentscheidende Mann.

Chelsea durch Fanrückkehr motiviert, Leicester mit Elfmeterglück

Im Vergleich zum FA-Cup-Finale am vergangenen Samstag (1:0 für Leicester) tauschte Blues-Trainer Thomas Tuchel seine Startelf auf drei Positionen. Im Tor kehrte Edouard Mendy zurück, Ben Chilwell bekam links den Vorzug vor Marcos Alonso und Christian Pulisic ersetzte Hakim Ziyech. Gästetrainer Brendan Rodgers veränderte seine erste Elf auf zwei Positionen. Abwehrchef Jonny Evans fehlte verletzt, dazu fand sich Kelechi Iheanacho auf der Bank wieder. Dafür standen James Maddison und Marc Albrighton von Beginn an auf dem Platz.

 

Man merkte von Beginn an, dass vor allem Chelsea von der Anwesenheit der Fans extrem angefeuert waren. Die erste Chance hatte Chilwell. Nach einem starken Solo von Timo Werner stand er im Strafraum frei, verfehlte das Tor jedoch knapp (4.). Chelsea blieb das dominante Team. Zu Chancen kamen die Blues jedoch zunächst nicht mehr. In der 20. Spielminute hätten die Gastgeber einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Youri Tielemans traf Werner klar am Fuß, doch Mike Dean entschied auf Offensivfoul. Zwei Minuten später traf Werner, stand jedoch im Abseits (22.). Mason Mounts Schuss aus zehn Metern ging abgefälscht knapp über das Tor, nachdem er sich stark gegen drei Gegner durchgesetzt hatte (28.).

Photo: Peter Cziborra / Imago

Wenig später war es dann scheinbar endlich soweit, Chelsea ging in Führung. Werner traf nach einer Ecke per Kopf (35.). Doch der deutsche Nationalstürmer war zuerst mit dem Arm am Ball, der Treffer zählte erneut nicht. Pulisic setzte die nächste Chance nach herausragender Vorarbeit von Mount aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei (43.). Danach passierte nichts mehr, das Spiel ging unglaublicherweise torlos in die Pause.

Rüdiger erlöst die Blues, spannende Schlussphase dank Iheanacho

Mit der ersten Chance nach der Pause machte Antonio Rüdiger das längst überfällige 1:0. Nach einer Ecke von Chilwell kam der deutsche Nationalspieler komplett frei an den Ball und traf mit der Hüfte (48.). In der Folge kontrollierte Chelsea das Spiel, ohne weiter volles Risiko zu gehen. Eine Viertelstunde passierte wenig, ehe Wesley Fofana sich einen Aussetzer leistete. Der Franzose foulte Werner, der auf dem Weg aus dem Strafraum war, es gab Elfmeter (65.). Jorginho traf ohne Probleme zum 2:0 (66.). Wie einseitig die Partie war sah man daran, dass Leicester in der 71. Spielminute zum ersten Mal aufs Tor der Hausherren schoss, per Verzweiflungsschuss aus 20 Metern.

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Der eingewechselte Kelechi Iheanacho brachte zum Start der Schlussviertelstunde nochmals Spannung in die Partie. Nach einem Fehler im Spielaufbau von Mateo Kovacic stand der Nigerianer frei vor Mendy und traf zum Anschluss (76.). Doch so wirklich Druck konnten die Foxes danach nicht aufbauen, Chelsea schaffte es stark, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten. Ayoze Perez hatte aus dem Nichts die große Chance auf den Ausgleich. Nach einer flachen Hereingabe kam Perez frei aus 15 Metern zum Abschluss, traf jedoch das Tor nicht (90.). In der Nachspielzeit kochten die Emotionen dann auch noch hoch, es kam zu einer Rudelbildung, alle Spieler waren beteiligt. Sportlich passierte nichts mehr, Chelsea brachte das 2:1 über die Zeit.

Durch den Sieg schiebt sich Chelsea an den Foxes vorbei auf Platz drei und hat für die Qualifikation zur Champions League die besten Chancen. Ein Sieg am letzten Spieltag reicht in jedem Fall, die Blues reisen zu Aston Villa. Leicester hat auf Platz vier liegend die Qualifikation für die Königsklasse ebenfalls noch in der eigenen Hand, gewinnt der Liverpool FC seine beiden letzten Spiele, benötigen die Foxes jedoch einen hohen Sieg zuhause gegen die Tottenham Hotspur, um sich gegen die dann punktgleichen Reds über das Torverhältnis durchzusetzen.

Photo: Peter Cziborra / Imago

Lukas Heigl

Liebhaber des britischen Fußballs: Von Brighton über Reading und Wimbledon bis nach Inverness. Ist mehr für Spiele der dritten englischen Liga als für den Classico zu begeistern. Durch das Kommentatoren-Duo Galler/Menuge auch am französischen Fußball interessiert

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