AC Milan strauchelt bei Remis gegen Udine erneut

Die AC Milan kam gegen Udinese Calcio nicht in Fahrt.
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News | Die AC Milan eröffnete den 27. Serie-A-Spieltag mit einem Heimspiel gegen Udinese Calcio, ging in Führung und musste sich letztlich aber mit einem 1:1 abfinden.

AC Milan ohne Ideen, aber mit der Führung

Das Rennen um den Scudetto bewegt sich allmählich in die entscheidende Phase. Von der Spitze grüßt weiterhin die Rossoneri, obwohl sie zuletzt nicht über ein 2:2 bei Schlusslicht Salernitana hinaus kam. Im ordentlich gefüllten San Siro begann sie verhalten, denn die Gäste versteckten sich keineswegs, sondern suchten über längere Ballstafetten den Weg nach vorne.

Mehr als Halbchancen sowie ein paar Eckbälle sprangen in den Anfangsminuten allerdings nicht heraus. Den ersten nennenswerten Abschluss gab Gerard Deulofeu ab, doch er setzte aus spitzem Winkel etwas zu hoch an (12.). Darüber hinaus störte Udine frühzeitig im Spielaufbau, sodass die Hausherren keine Sicherheit gewannen.

Die AC Milan fand kaum einmal einen Weg in den gegnerischen Sechszehner. Wenn dies geschah und sogar ein, wenn auch harmloser, Torschuss entstand, befand sich ein Akteur – wie Raphael Leao in Minute 20 im Abseits. Der Brasilianer war auch an der nächsten Gelegenheit beteiligt. Infolge einer Hereingabe von Sandro Tonali setzte er sich robust gegen Rodrigo Becao durch und vollendete dann frei vor Marco Silvestri – 1:0 (30.).

Serie A: Raphael Leao erzielte das Führungstor für die AC Milan gegen Udine.

(Photo by MIGUEL MEDINA/AFP via Getty Images)

Anschließend agierte der Erstplatzierte zielstrebiger, ohne ernsthafte Gefahr auszustrahlen. Auf der Gegenseite musste Mike Maignan eingreifen, indem er einen zu zentralen Kopfball von Beto sicher festhielt (40.). Es war die letzte beachtenswerte Szene vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Matteo Marchetti.

Udinese bestraft inaktive AC Milan

Kurz nach dem Seitenwechsel gab es Aufregung im Mailänder Strafraum. Beto ging nach einem leichten Trikotzupfer von Fikayo Tomori zu Boden, Marchetti winkte allerdings direkt ab (49.). Ansonsten verlief die Partie allerdings immer noch zäh. Udine schaffte es nicht, an den mutigen Start anzuknüpfen und befand sich zumeist in der Defensive. Dort präsentiert sich der Tabellen-16. immerhin sehr stabil.

In Erscheinung traten die Gäste in der 59. Minute, als Tolgay Arslan das gegnerische Gehäuse aus der Distanz per Flachschuss nur knapp verfehlte. Rund 180 Sekunden später landete ein Versuch von Becao in den Armen von Maignan. Die AC Milan verfiel derweil in Passivität. Die Bestrafung erfolgte nach 66 Zeigerumdrehungen. Die Rossoneri bekam einen weiten Einwurf nicht aus der Gefahrenzone, Roberto Pereyra stieg zum Fallrückzieher hoch, den Destiny Udogie über die Line drückte – 1:1.

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Eine Reaktion ließ auf sich warten, obwohl Leao nach feinem Zuspiel des insgesamt unauffälligen Brahim Diaz erst im letzten Moment gestoppt wurde (76.). In den ohnehin nur in seltenen Momenten vorhandenen spielbestimmenden Modus fand die Auswahl von Stefano Pioli nämlich nicht hinein. Stattdessen nahmen die Unterbrechungen durch kleine Fouls sowie Verletzungen zu.

Die klarste Möglichkeit in der Endphase besaß Udine, doch Maignan parierte gekonnt gegen Deulofeu (90+3.). Damit musste die AC Milan sich mit dem zweiten Remis am Stück zufriedengeben – zu wenig angesichts der Vergleiche mit zwei abstiegsgefährdeten Kontrahenten. Die kommende Woche hat es in sich. Dienstag (21.00 Uhr, live auf DAZN) steigt das Halbfinalhinspiel der Coppa Italia gegen den Stadtrivalen Inter, fünf Tage darauf das nächste Topspiel gegen Napoli. Udinese Calcio geht dagegen mit einem guten Gefühl ins Heimspiel gegen das derzeit punktgleiche Sampdoria.

(Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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