Frühes Tor, aber kein Sieg: Juventus kommt gegen AC Milan nur zu einem Remis

Juan Cuadrado und Theo Hernandez im direkten Duell.
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News | Juventus startete katastrophal in die neue Saison und empfing am Sonntagabend das formstarke AC Milan. Im ersten Abschnitt deuteten viele Aspekte auf eine Trendwende hin, doch nach dem Seitenwechsel gewann die Rossoneri an Oberwasser und ergatterte ein 1:1.

Juventus mit perfektem Auftakt – Milan fehlen Ideen und Tempo

Aufgrund einer Gedenkminute begann die Begegnung mit leichter Verspätung. Der erste Höhepunkt ereignete sich nach nicht einmal vier Minuten. Ein geklärter Eckball endete in einem Konter für die Bianconeri, Paulo Dybala schickte Alvaro Morata auf die Reise, der geschickt den Laufweg von Theo Hernandez kreuzte und den Ball dann gekonnt über Mike Maignan hinweghob – 1:0. An der nächsten Möglichkeit war der Torschütze wieder beteiligt. Eine Hereingabe von Alex Sandro landete auf dem kurzen Pfosten, wo Morata ablenkte, sodass Maignan zur Ecke abwehren musste (11.). Die Rossoneri wusste dagegen mit ihren vorhandenen Spielanteilen noch nicht viel anzufangen. Wojciech Szczesny musste erstmals in Minute 24 eingreifen, als Sandro Tonali aus der Ferne abzog.

 

Die AC Milan entwickelte sich allerdings keine Durchschlagskraft. Spätestens am Sechzehner der Hausherren war Endstation für die Auswahl von Stefan Pioli. Juventus wiederum strahlte deutlich mehr Torgefahr aus, wobei der ein oder andere aussichtsreiche Angriff nicht ordentlich zu Ende gespielt wurde. Dennoch hatte der noch sieglose Rekordmeister das Geschehen unter Kontrolle und nahm die Führung mit in die Halbzeitpause.

Alvaro Morata hebt den Ball über Mika Maignan zum 1:0 ins Tor.

(Photo: Imago/Claudio Benedetto)

Passives Juventus, Rebic gleicht aus

Der zweite Abschnitt begann verhalten. Die Vecchia Signora gab durch Adrien Rabiot den ersten nennenswerten Torschuss ab (50.). Doch Feldvorteile hatten die weiterhin enorm ungefährlich agierenden Gäste, da sich Juventus in die eigene Hälfte zurückzog und auf Umschaltmomente lauerte. Nach 64 Minuten reagierte Pioli, indem er die wirkungslosen Alexis Saelemaekers sowie Franck Jessie durch Alessandro Florenzi und Ismael Bennacer ersetzte. Am Bild auf dem Spielfeld änderten die Wechsel nur wenig. Milan mangelte es immer noch an Kreativität und Genauigkeit im Passspiel – insbesondere im letzten Drittel des Spielfelds. Deshalb stellte ein kurzer Antritt von Raphael Leao mit folgenden Schuss aus 23 Metern, der knapp einen Meter über den Kasten flog, eine der besseren Möglichkeiten das (69.).

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Es schien daher schon logisch, dass eine Standardsituation weiterhalf. In der 76. Minute landete eine Ecke von Tonali beim in der Luft stehenden Ante Rebic, dessen Kopfball prallte vom Innenpfosten ins Tor – 1:1. Die Antwort der Turiner blieb aus. Stattdessen schnupperte die AC Milan am Sieg. Rebic setzte seinen wuchtigen Versuch noch etwas zu hoch an (83.), nur 120 Sekunden später rettete Szczesny gegen Pierre Kalulu. Somit verdiente sich die Rossoneri das Remis, was sie auf Rang zwei vorrücken lässt. Am Samstag sollen gegen Aufsteiger Venedig die Zähler elf bis 13 geholt werden. Juventus steht hingegen – trotz drei Spielen, in denen es in Führung ging – erst bei zwei (!) Punkten aus vier Spielen und grüßt von einem Abstiegsplatz.

(Photo: Imago/Marco Canoniero)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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