Inter bleibt wieder sieglos! Remis in Genua trotz zahlreicher Chancen

Inter erlebte beim CFC Genua die nächste Enttäuschung.
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News | Inter wollte seine Durststrecke im Auswärtsspiel beim CFC Genua beenden, besaß zahlreiche Möglichkeiten und kam dennoch nicht über ein 0:0 hinaus.

CFC Genua mutig, Inter mit Chancenplus

Die erste positive Nachricht erhielt die zuletzt dreimal sieglosen Nerazzurri bereits vor dem Anpfiff, denn der von der Tabellenspitze grüßende Stadtrivale AC Milan erlangte nur ein Unentschieden gegen Udine. Beflügelt von diesem Resultat trat sie vom Start weg progressiv denkend auf. Den ersten Warnschuss gab Ivan Perisic nach nicht einmal 180 Sekunden ab, Salvatore Sirigu hielt aber problemlos.

Kurz darauf verfehlte Hakan Calhanoglu nach toller Kombination und darauffolgender Hereingabe von Nicoló Barella nur hauchdünn das rechte Eck (6.). Nahezu im direkten Gegenzug verlängerte Kelvin Yeboah einen weit geschlagenen Ball per Kopf auf Albert Gudmunsson, der frei vor Samir Handanovic verzog.

Ohnehin versteckte sich der unter Alexander Blessin – dem dritten Trainer in der laufenden Saison – noch ungeschlagene CFC Genua keineswegs, sodass eine temporeiche Begegnung entstand. Auf den Prüfstand geriet erneut Sirigu, doch die Kopfball-Bogenlampe von Edin Dzeko lenkte er gekonnt über den Kasten (14.).

Inter besaß beim CFC Genua ein Chancenplus.

(Photo by VINCENZO PINTO/AFP via Getty Images)

Inter tat sich teils schwer mit dem ohne Pressing, nutzte jedoch immer wieder seine fußballerischen Qualitäten und konnte daher schnell ins Angriffsdrittel vorstoßen. Dort mangelte es allerdings an der nötigen Präzision. Gelegentlich geschah dies auch im Aufbauspiel, wie etwa in Minute 29, als der vor einer Vertragsverlängerung stehende Marcelo Brozovic das Spielgerät vertändelte, Filippo Melegoni schnell abzog und Handanovic mit Mühe abwehrte.

Dem amtierenden Meister fehlte es infolge gelungener Spielzüge an Durchschlagskraft. Deshalb kam Dzeko nicht aus zentraler Position zum Abschluss, über Umwege landete der Ball beim heranrauschenden Denzel Dumfries, der aus halbrechter Position verzog (34.). Weitere Hochkaräter ergaben sich bis zum Pausenpfiff von Daniele Chiffi nicht.

Inter rennt an – ohne Erfolg

Den zweiten Durchgang begann Inter druckvoll. Mehr als eine Kopfball-Chance durch den abermals aufgerückten Dumfries sprang allerdings nicht heraus (49.). Weiterhin agierten die Mailänder zu unentschlossen im gegnerischen Strafraum. Deshalb münzten sie die Feldvorteile nicht in Zählbares um. Beinahe hätte eine Ecke das Führungstor gebracht, aber Danilo d’Ambrosio köpfte aus fünf Metern an den Querbalken (62.).

180 Sekunden darauf flog ein von Calhanoglu direkt aufs Tor gezogener Freistoß knapp vorbei. Die Nerazzurri hatte sich inzwischen in der Spielhälfte Genuas festgesetzt. Der Druck nahm minütlich zu. Doch der erlösende Treffer ließ weiter auf sich warten.

Die Tabelle der Serie A

Die Hausherren schafften kaum noch Entlastung, erst nach 71 Minuten war dies wieder der Fall. Melegoni setzte den eingewechselten Riccardo Calafiori in Szene, der aus spitzem Winkel das Außennetz erwischte. Zudem vergab Stefano Sturaro etwa überhastet, indem er den Ball aus 17 Metern deutlich über den Querbalken drosch (77.).

Auf der Gegenseite parierte Sirigu gegen den aus der Distanz abschließenden Lautaro Martínez. Die anschließende Ecke führte zu Barella, der die Kugel aus elf Metern wuchtig über das Tor beförderte. Ebenfalls zu hoch setzte Martínez seinen Kopfball infolge einer Flanke von Perisic an (87.). Danach tat sich nichts mehr, sodass Inter einen neuerlichen Rückschlag erlitt. Deie Titelverteidigung bleibt zwar in Sichtweite, aber Napoli kann am Sonntag vorbeiziehen.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt der Mannschaft von Simone Inzaghi nicht. Am Dienstag (21.00 Uhr, live auf DAZN) steigt im Halbfinale der Coppa Italia das Hinspiel gegen den Stadtrivalen AC Milan. Drei Tage danach gastiert Schlusslicht Salernitana im San Siro. Der CFC Genua verweilt weiter auf Platz 19 und steht im kommenden Heimspiel gegen Empoli trotz der aufsteigenden Tendenz unter Zugzwang.

(Photo by Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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