Serie A | Juventus landet Last-Minute-Sieg bei Cremonese!

Juventus gewann mit großer Mühe bei Cremonese.
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News | Auf Juventus wartet zum Jahresauftakt eine Pflichtaufgabe bei der US Cremonese. Diese wurde mit großer Mühe erfüllt. Erst in der Nachspielzeit gelang Arkadiusz Milik das 1:0-Siegtor.

Juventus ohne Ideen gegen couragiertes Cremonese

Im prall gefüllten Stadio Giovanni Zini entwickelte sich eine umkämpfte Anfangsphase, in der sich der noch sieglose Gastgeber keineswegs versteckte, sondern im Spiel gegen den Ball schon in der gegnerischen Hälfte und selbst zu einigen Halbchancen kam. Erstmals brenzlig wurde es nach einer Viertelstunde als Emanuele Valeri einen langen Ball von Matteo Bianchetti per Kopf über den halbherzig herausbildenden Wojciech Szczesny beförderte und Danilo möglicherweise erst hinter der Torlinie klärte. Aufgrund einer vorherigen Abseitsstellung blieb die Szene allerdings folgenlos.

Dennoch hätte Juventus, das unter anderem auf Leonardo Bonucci, Juan Cuadrado, Ángel Di Maria und Dusan Vlahovic verzichten musste, für einen äußerst verhaltenen Beginn beinahe die Quittung erhalten. Selbst offensiv in Erscheinung trat die Auswahl von Massimiliano Allegri in Minute 18, als Bremer aus sieben Metern die Kugel recht klar neben das Tor setzte. Etwa 60 Sekunden darauf lenkte Marco Carnesecchi einen Schlenzer von Youngster Matias Soule – erst zum zweiten Mal in der Startelf stehend – gekonnt um den Pfosten.

 

Soule erwies sich als Aktivposten. Nach 23 Minuten probierte er es wieder aus der Distanz, diesmal per Flachschuss, den Carnesecchi zur Ecke abwehrte. Insgesamt tat sich seine Mannschaft aber schwer, fand kaum in den Spielfluss. Torschüsse entstanden fast nur außerhalb des Strafraums, wie auch nach einer halben Stunde, als Eigengewächs Fabio Miretti den Ball nur knapp über das rechte obere Eck schlenzte.

Der bis dato wirkungslose Filip Kostic zog sogar aus rund 30 Metern ab, ihm fehlten nur wenige Zentimeter zur Gästeführung (38.). Diese wäre nach dem uninspirierten Aufritt im ersten Abschnitt nicht wirklich verdient gewesen. Das torlose Remis stellte einen leistungsgerechten Pausenstand dar.

(Photo by MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images)

Juventus wackelt, darf aber spät jubeln

Nach dem Seitenwechsel setzte erneut die US Cremonese den ersten Akzent. Ein Kopfball von Soualiho Meité war aber leichte Beute für Szczesny. Beim italienischen Rekordmeister hingegen war erst einmal keine Steigerung erkennbar. Daher reagierte Allegri und brachte Federico Chiesa sowie Moise Kean. Soule, der einen ordentlichen Eindruck hinterließ und Nicolo Fagioli mussten weichen.

Wenig später näherte sich Juventus der Führung. Erst hielt Carnesecchi gegen Miretti, die darauffolgende Ecke landete über Umwege bei Federico Gatti, der nur haarscharf aus 14 Metern das lange Eck verfehlte (58.). Mittlerweile nahm der Druck des italienischen Rekordmeisters zu. Als Antreiber fungierte der umtriebige, aus allen Lagen den Abschluss suchende Chiesa. In Minute 66 landete sein Versuch aus halblinker Position am Außennetz.

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Der Aufsteiger wehrte sich weiter nach Kräften – und kam zur besten Möglichkeit der Begegnung. Valeris Kopfballverlängerung trudelte in den Lauf von Cyriel Dessers, dessen sofortiger Schuss knallte an den linken Pfosten (69.). Auf der Gegenseite wehrte Carnesecchi einen Volley des eingewechselten Adrien Rabiot infolge einer Kostic-Flanke ab (78.). Die anschließende Ecke fiel vor die Füße von Kean, der am stark reagierenden Schlussmann scheiterte. Daraus wiederum entstand ein Konter, den der fleißige Valeri aus 20 Metern abschloss, aber kein Vorbeikommen an Szczesny fand.

Die Szenen waren gleichbedeutend die aufregendsten 120 Sekunden der Partie, die auch in der Schlussphase noch Aufregung bot. Auf Seiten der Hausherren setzte der frische Felix Afena-Gyan das Spielgerät aus spitzem Winkel an den Außenpfosten (83.), Juventus haderte dagegen mit der Uneigennützigkeit von Kostic, der aus vielversprechender Position nochmals abspielte, statt aufs Tor zu schießen.

Letztlich kam Juventus mit einem blauen Auge davon. Mit Beginn der am Ende über sechs Minuten andauernden Nachspielzeit zirkelte der sonst unauffällige Arkadiusz Milik einen Freistoß durch die nicht besonders gut stehende Mauer, dieser prallte vom Innenpfosten zum umjubelten Siegtor ins Netz.

US Cremonese – Juventus 0:1 (0:0)

US Cremonese: Carnesecchi,-Sernicola, Ferrari (59. Hendry), Bianchetti (90+2. Ciofani), Lochoshvilli, Valeri,-Meité, Castagnetti (75. Milanese), Pickel,-Okereke (59. Buonaito), Dessers (75. Afena-Gyan)

Juventus: Szczesny,-Gatti, Bremer, Danilo,-Soule (55. Chiesa), McKennie (67. Paredes), Locatelli, Fagioli (55. Kean), Kostic (85. Iling-Junior),-Miretti (67. Rabiot),-, Milik

Tor: 0:1 Milik (90+1.)

(Photo by MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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