Samstag, August 15, 2020

Die Europa League vor dem Re-Start: Was bisher geschah

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Die nationalen Ligen sind beendet und zum Abschluss der Saison 2019/20 werden nun in den beiden Europapokalwettbewerben wichtige Entscheidungen fallen.

Die Europa League startet am 5. August mit den verbleibenden Spielen im Achtelfinale, ehe es zum Finalturnier nach Deutschland geht. Doch was passierte bisher?

  • Leverkusen, Wolfsburg, Frankfurt: Noch sind drei Teams aus der Bundesliga vertreten
  • Olympiakos schockte Arsenal, weitere Favoriten schieden früh aus
  • Jota, Kamada, Bruno Fernandes: Die Top-Torjäger der Europa League

Nicht alle Bundesliga-Klubs schafften es in die K.O.-Runde

Bislang fanden 182 Spiele in der Hauptrunde statt, 509 Tore fielen dabei, der Schnitt pro Spiel liegt bei 2,8. Es wurden 756 gelbe Karten verteilt, zudem 34 Platzverweise ausgesprochen. Soviel zu den Statistiken. 

Schon am 27. Juni 2019 begann die Qualifikation für die Hauptrunde der Europa League. Zahlreiche Teams scheiterten, mit Eintracht Frankfurt schaffte das Team aus der Bundesliga die Hürden Tallinn, Vaduz und Straßburg zu überspringen und sich zu qualifizieren.

(Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Bereits in der Gruppenphase gab es aus Sicht der Bundesliga eine Überraschung. Borussia Mönchengladbach, das eine insgesamt sehr gute Saison spielte, scheiterte und wurde nur Dritter hinter Basaksehir und der Roma. Vor allem das 0:4 zum Auftakt zuhause gegen den Wolfsberger AC war ein Paukenschlag in negativem Sinne.

Eintracht Frankfurt konnte sich für die K.O.-Runde qualifizieren und hatte sein Highlight beim 2:1-Sieg gegen Arsenal im Emirates, auch der VfL Wolfsburg überstand die Gruppenphase souverän und verlor nur ein einziges Spiel.

Europa League 2019/20: Die Überraschungen

In der Gruppenphase der Europa League gab es nicht viele Überraschungen und schon gar keine großen Sensationen. Der Außenseiter aus Luxemburg, F91 Düdelingen, gewann spektakulär mit 4:3 bei APOEL Nikosia und setzte so ein Zeichen, auch das Ausscheiden von Lazio in einer Gruppe mit Celtic und Cluj zählt zu den unerwarteten Ereignissen im Wettbewerb. Zudem verabschiedete sich Dynamo Kiew und musste den Skandinaviern aus Malmö und Kopenhagen den Vortritt lassen.

(Photo by Julian Finney/Getty Images)

Die erste K.O.-Runde hielt allerdings gleich eine Reihe von Überraschungen bereit. Olympiakos Piräus schockte den FC Arsenal, der das Hinspiel mit 1:0 für sich entscheiden konnte und gewann im Emirates mit 2:1 nach Verlängerung. Der Vorjahresfinalist musste früh die Segel streichen, gleiches galt für Ajax Amsterdam. Die Niederländer, die im Vorjahr noch im Halbfinale der Champions League standen, schieden gegen den FC Getafe, eine disziplinierte und effiziente spanische Mannschaft aus.

Neben Arsenal und Ajax verabschiedeten sich mit Benfica (gegen Donezk), Salzburg (gegen Frankfurt) und dem FC Porto (gegen Leverkusen) gleich drei weitere,  ambitionierte Teams früh aus dem Wettbewerb, der durch die Teilnehmer aus der Champions League wie Bayer 04 Leverkusen oder Inter Mailand weiter an Qualität gewann. 

Die Titelkandidaten in der Europa League

Zu den Titelkandidaten in der Europa League sind natürlich einige “Absteiger” aus der Champions League zu zählen. Hier macht sich besonders Inter berechtigte Hoffnungen. Die Nerazzurri spielen unter Antonio Conte (50) eine sehr gute Saison und schlugen in der ersten K.O.-Runde die unangenehmen Bulgaren von Ludogorets souverän. Auch Bayer Leverkusen, das sich durch viel Spielfreude auszeichnet, an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann und dem FC Porto keine Chance ließ, gehört zu den Favoriten.

Zum Kreis der Anwärter auf den Titel gehört aber auch Manchester United. Die Offensive um Mason Greenwood (18, schon fünf Turniertore), Anthony Martial (24) und Marcus Rashford (22) ist beeindruckend stark und kann in engen Spielen den Unterschied machen. Zudem ist die Form der letzten Wochen gut, im Sechzehntelfinale wurde der Club Brügge insgesamt mit 6:1 vom Platz gefegt, das Hinspiel im Achtelfinale wurde mit 5:0 gegen den LASK gewonnen.

(Photo by OLI SCARFF/POOL/AFP via Getty Images)

Auch der FC Sevilla, der im Achtelfinale auf die Roma trifft, hat Ambitionen. Mit 15 Punkten marschierten die Andalusier durch die Gruppenphase, in der K.O.-Runde tat man sich gegen Cluj (0:0, 1:1) aber sehr schwer. Trotzdem kann sich die Mannschaft von Trainer Julen Lopetegui (53) gute Chancen ausrechnen, national qualifizierte man sich für die Champions League und in den kommenden Wochen kann sich der FC Sevilla komplett auf die Europa League fokussieren.

Bruno Fernandes, Daichi Kamada & co.: Die Protagonisten

Zahlreiche Spieler konnten in dieser Saison in der Europa League bereits auf sich aufmerksam machen. Der 18-jährige Shootingstar Mason Greenwood von Manchester United wurde bereits hervorgehoben, aber auch Daichi Kamada (23) von Eintracht Frankfurt gehört zu den Topspielern im Wettbewerb, erzielte sechs Tore und bereitete zwei weitere vor. Auf Platz eins der Scorerliste steht jedoch Bruno Fernandes, der für Sporting CP und Manchester United an den Start ging. Seine sechs Tore und vier Vorlagen sind ein absoluter Topwert.

(Photo by JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images)

Auch Edin Visca (30) hat mit sieben Scorerpunkten eine Duftmarke in der Europa League hinterlassen. Er sorgte damit dafür, dass Basaksehir eine sehr gute Rolle spielt. Visca ist Dreh- und Angelpunkt in der Mannschaft und einer der besten Spieler des Wettbewerbs. Beeindruckend ist auch Kai Havertz (20). Der Offensivspieler von Bayer Leverkusen stieg erst zur K.O.-Runde in den Wettbewerb ein, hat aber schon jetzt fünf Scorerpunkte auf dem Konto – und Leverkusen hat noch viel vor.

Doch bei allen bisher gezeigten Leistungen darf nicht vergessen werden, dass die heiße Phase des Turniers jetzt erst beginnt und die Topklubs, die möglicherweise zuvor einige Spieler schonten, jetzt keinen Grund mehr dazu haben. Lautaro Martinez (22, Inter), Paul Pogba (27, Manchester United), Edin Dzeko (34, Roma), Lucas Ocampos (26, Sevilla) und viele weitere Spieler wollen dem Turnier jetzt ihren Stempel aufdrücken. Und das können sie – ab dem 5. August.

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(Photo by Ian MacNicol/Getty Images)

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