Der FC Arsenal muss zum Start der kommenden Saison auf William Saliba verzichten. Der Innenverteidiger verletzte sich im WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien am Rücken. Nach ersten Einschätzungen droht dem Abwehrchef der Gunners eine Pause von vier bis fünf Monaten. Damit könnte Saliba erst zum Ende des Jahres wieder zur Verfügung stehen.
Wie die französische Sportzeitung L’Equipe berichtet, gilt eine Operation mittlerweile als wahrscheinlichste Behandlungsoption. Arsenal soll bei Transfergesprächen mit möglichen Verstärkungen für die Defensive bereits mitgeteilt haben, dass der französische Nationalspieler mehrere Monate ausfallen dürfte.
Saliba: „My back is gone“
Saliba brach während des Halbfinals unter starken Schmerzen zusammen und musste vom medizinischen Personal vom Platz begleitet werden. Seinem Nebenmann Dayot Upamecano soll er zuvor signalisiert haben, die Beschwerden nicht länger aushalten zu können. Der Rücken fühle sich völlig unbrauchbar an. Im TV-Bild nahm man sein Zitat „My back is gone“ wahr.
Der Verteidiger kämpfte dem Bericht zufolge bereits seit mehreren Monaten mit chronischen Rückenproblemen. Um weiterhin spielen zu können, nahm Saliba regelmäßig Schmerzmittel ein und absolvierte bei Arsenal ein reduziertes Trainingsprogramm. Auch die medizinische Abteilung der französischen Nationalmannschaft soll während der Weltmeisterschaft nach einem vergleichbaren Plan vorgegangen sein.
Saliba überschritt offenbar mehrfach seine Schmerzgrenze, um Frankreich beim Turnier zur Verfügung zu stehen. Ob der scheidende Nationaltrainer Didier Deschamps vollständig über das Ausmaß der Beschwerden informiert war, ist unklar. Er soll sich bei seiner Einschätzung vor allem auf die Rückmeldungen des Spielers und der medizinischen Verantwortlichen verlassen haben.
Arsenal trifft der mögliche Langzeitausfall natürlich hart. Der 25-Jährige gilt als einer der besten Innenverteidiger der Welt und ist absoluter Schlüsselspieler der Gunners. Die Suche nach einem Back-Up dürfte sich nun also intensivieren.

