Champions League | Abgezocktes Villarreal zittert sich ins Achtelfinale

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News | 15 Tickets für das Champions League-Achtelfinale waren bereits vergeben. Am Donnerstagabend machten Atalanta und Villarreal im Nachholspiel Nummer 16 unter sich aus. Über weite Strecken zeigte sich der Europa-League-Sieger souverän, ging 3:0 in Führung. Letztendlich zogen sie mit einem 3:2 ins Achtelfinale ein.

Danjuma und Capoue lassen die Stimmung in Bergamo einfrieren

Die eigentlich für den Mittwochabend angesetzte Partie musste wegen zu starken Schneefalls im Gewiss Stadium zu Bergamo verschoben werden. An den Spielregeln änderte sich nichts. Villarreal ging mit einem Zähler mehr in die Partie, ihnen würde somit ein Remis für das Achtelfinale. Dafür hatte Atalanta mit zwei Auswärtstoren aus dem Hinspiel (2:2) die Führung im direkten Vergleich.

 



 

Auch die Aufstellungen blieben dieselben wie vor 24 Stunden. Nationalspieler Robin Gosens fiel weiterhin mit einer Verletzung aus, die er sich im Hinspiel zuzog. Joakim Mæhle vertrat ihn auf der linken Seite. Ansonsten gab es wenig überraschendes. Remo Freuler und Marten De Roon zogen die Fäden im defensiven Mittelfeld. Matteo Pessina sorgte für Kreativität auf der Zehn. Josip Iličić und Duván Zapata bildeten die Abteilung Attacke.

Auf der anderen Seite begann Raúl Albiol, der einst von Napoli zu Villarreal wechselte, die Serie A daher kennt. Dani Parejo und Etienne Capoue sorgten für Stabilität, Alberto Moreno und Moi Gómez für Agilität auf den Außenbahnen. Vorne wirbelten Gerard Moreno und Arnaut „Danjumagic“ Danjuma.

Ganz früh und ganz spät – Villarreal zur Pause auf Achtelfinalkurs

Und dann hinein in medias res. Es lief die dritte Minute, als Villarreal erstmals den Ball im Mittelfeld gewinnen konnte. Dani Parejo schickte Arnaut Danjuma, der freie Bahn Richtung Juan Musso hatte und Atalantas Keeper den Beinschuss verpasste. 0:1!

In den Folgeminuten versuchten die Hausherren, eine Druckphase aufzuziehen. 8. Minute, Josip Iličić servierte einen Freistoß von der rechten Seite, den Rafael Toloi nur knapp über das Tor köpfte. Glück für den Europa-League-Sieger, da sich Torhüter Gero Rulli zuvor verschätzte.

Wiederum nur acht Minuten später hielt Remo Freuler aus der Distanz drauf und zwang Rulli zur Glanzparade.

Villarreal lieferte einen cleveren Auftritt und schaffte es, sich mit fortlaufender Spieldauer Atalanta vom Leib zu halten. Erst in der 38. Minute gab es für Rulli wieder etwas zu beißen: Den Kopfball von Merih Demiral nach Ecke parierte er jedoch sicher.

Was gehört zu einem cleveren Auftritt ebenfalls dazu? Effizienz. 42. Minute, Moi Gómez setzte Etienne Capoue mit einem Steckpass in Szene. Villarreals Sechser drehte sich einmal und beförderte die Kugel dorthin, wo Musso sie nur hören konnte. 0:2, damit brauchte Atalanta nun schon drei Tore, um den Absturz in die Europa League zu vermeiden. Knifflige Aufgabe für die einen zur Pause – und ein komfortables Polster für El Submarino Amarillo.

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Atalantas Aufholjagd kommt zu spät – Villarreal steht im Achtelfinale

Drei Tore sind diesem Atalanta-Team durchaus zuzutrauen. Um das zu realisieren, nahm Gian Piero Gasperini zwei Wechsel zur Pause vor: Berat Djimsiti und Ruslan Malinovskyi kamen für Merih Demiral sowie Matteo Pessina.

Atalanta versuchte weiterhin, Druck zu machen. Und Villarreal? Die drehten der Begegnung endgültig den Saft ab. 51. Minute, Gerard Moreno spielte aus dem Fünfmeterraum einen überlegten Pass in die Mitte. Dort schirmte Danjuma die Kugel ebenso clever ab und schob aus kurzer Distanz zum 0:3 ein. Das gelbe U-Boot zeigte sich entschieden kälter als die ein Grad Außentemperatur und schickte Atalanta auf Tauchstation in die Europa League.

So schien es zumindest. Ein Freistoß von der rechten Seite schoss Malinovskyi ans Lattenkreuz. Fünf Minuten später traf Zapata den Außenpfosten. Aber trotzdem kämpfte Atalanta weiter und belohnte sich in Minute 71. Eine Flanke von rechts rutschte bis zu Mæhle durch, der nochmal für Malinovskyi ablegte. Sein abgefälschter Abschluss schlug im kurzen Eck ein. Nur noch drei.

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Photo by Emilio Andreoli/Getty Images

Auf einmal schien die Partie zu kippen. Villarreal verlor an Souveränität – und Atalanta hatte Lust. 80. Minute, Josip Iličić steckte für Duván Zapata durch. Bergamos Nummer 91 chippte die Kugel über Musso zum 2:3. Nur noch zwei.

Und fünf Minuten später kam Villarreal knappstmöglich davon. Eine Flanke von rechts landete perfekt auf Zapatas Kopf. Den Ball konnte der Kolumbianer allerdings nicht mehr platzieren. Nur wenige Augenblicke später traf Muriel mit einem Distanzschuss nur den Pfosten. Der Rebound landete bei Rafael Toloi, der vor dem leeren Tor stand, aber zu überrascht war, um die Kugel über die Linie zu drücken. Atalantas Aufholjagd war letztlich vergebens. Villarreal gewinnt und steht als 16. Team im Achtelfinale.

Der Sieg geht in Ordnung. Villarreal präsentierte sich in diesem Finale in Gruppe F abgezockter, ließ – vor allem vor der Pause – die Angriffsversuche Atalantas an der eigenen Defensive abprallen und schlug zu psychologisch günstigen Zeitpunkten zu. Kurz nach der Pause schien Arnaut Danjuma mit seinem zweiten Treffer die Partie endgültig entschieden zu haben. Doch mit Malinovskyis abgefälschtem Distanzschuss gab es nochmal Hoffnung für Villarreal. Zehn Minuten vor Schluss gelang Zapata noch der Anschlusstreffer. Zwar gab es noch zwei Großchancen für die Hausherren. Dort war das gelbe U-Boot aber mit dem Glück des Tüchtigen im Bunde und zieht hinter Ralf Rangnicks Manchester United ins Achtelfinale ein.

Der Endstand aus dem Gewiss Stadium: Atalanta Bergamo 2, Villarreal CF 3.

Gruppe F

Platz Team Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1 Manchester United
6 3 2 1 11:8 +3 11
2 Villarreal CF 6 3 1 2 12:9 +3 10
3 Atalanta BC
6 1 3 2 12:13 -1 6
4 BSC Young Boys 6 1 2 3 7:12 -5 5

Die 16 Achtelfinalisten 2021/22

  • Manchester City
  • Paris Saint-Germain
  • Liverpool FC
  • Atlético de Madrid
  • AFC Ajax
  • Sporting CP
  • Real Madrid CF
  • Inter
  • FC Bayern München
  • SL Benfica
  • Manchester United
  • Villarreal CF
  • LOSC Lille
  • RB Salzburg
  • Juventus
  • Chelsea FC

Photo by Emilio Andreoli/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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