Europa League | Lundstram schockt Leipzig! Rangers folgen Eintracht Frankfurt ins Finale!

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News | 1:0 gewann RB Leipzig das Halbfinal-Hinspiel der Europa League vor Wochenfrist gegen die Rangers. Nun stand in Ibrox das Rückspiel an. Dieses verpatzte RB gründlich – und unterlag wie bereits in Mönchengladbach 1:3.

Leipzig von der Rolle – Doppelschlag bringt Rangers auf Finalkurs

123 Jahre alt, 50.817 Plätze schwer und stimmungsvoll bis in den letzten Winkel. Das ist das Ibrox Stadium, in dem RB Leipzig am heutigen Donnerstagabend gastierte. Bereits am Montag waren sie letztmals im Einsatz, mussten in Mönchengladbach eine 1:3-Niederlage einstecken, wodurch die Mannschaft von Domenico Tedesco die Qualifikation zur Champions League über die Bundesliga nicht mehr in der eigenen Hand hat.

Auch die Rangers gehen sieglos in dieses Halbfinal-Rückspiel der Europa League. Am Sonntag rettete ihnen Fashion Sakala ein 1:1 im Old Firm.

 



 

Drei Wechsel nahm Domenico Tedesco im Vergleich zum 1:3 in Mönchengladbach vor: Lukas Klostermann, Benjamin Henrichs und Yussuf Poulsen begannen für Mohamed Simakan, Nordi Mukiele und André Silva, die sich allesamt auf der Bank wiederfanden.

Auch Giovanni van Bronckhorst nahm drei Änderungen vor: Ryan Jack, Scott Wright und Glen Kamara begannen für Steven Davis, Scott Arfield sowie Fashion Sakala.

Dani Olmo vergibt die beste Gelegenheit – Leipzig zur Pause in Not

Die ersten Minuten der Partie gehörten den Rangers. Leipzig agierte abwartend. Zu abwartend. Mit der ersten Großchance der Partie in der 19. Minute fingen sie sich das 0:1: Glen Kamara setzte sich im Zweikampf durch, sodass der Ex-Freiburger Ryan Kent links Tempo aufnehmen konnte. Im Strafraum verpasste er Willi Orban den Beinschuss. Seinen Hybrid aus Hereingabe und Torschuss drückte James Tavernier am zweiten Pfosten über die Linie. Siebtes Saisontor im 13. Spiel, drei davon gegen den BVB. Nun glich er gegen RB Leipzig das Hinspielresultat aus.

Leipzig war in dieser Phase komplett von der Rolle. Offensiv ging nahezu gar nichts – und defensiv auch nicht. Fünf Minuten nach dem Rückstand kamen die Rangers über die rechte Seite, wo Scott Wright überlegt für Glen Kamara abtropfen ließ. Der Finne machte aus 18 Metern kurzen Prozess. Damit hatten die Rangers die Begegnung komplett gedreht.

Es waren die Leipziger, die nun einen Treffer brauchen. In Minute 28 klopften sie erstmals bei Allan McGregor an. Christopher Nkunku wurde am Strafraum regelkonform vom Ball getrennt. Der Rebound landete bei Dani Olmo, dessen Abschluss knapp über den Querbalken streifte.

Die besseren Gelegenheiten hatten allerdings die Gastgeber. Im direkten Gegenzug landete eine Flanke von links bei Joe Aribo, der aus bester Position komplett am Ball vorbeisägte. Die Kugel flipperte noch kurz durch den Strafraum, bevor die RB-Abwehr klären konnte. In Minute 38 kam Willi Orban noch zu einem Kopfball infolge einer Freistoßflanke. Sein Aufsetzer ging gute zwei Meter am Tor vorbei. So musste RB Leipzig den einen nun zwingend benötigten Treffer auf die zweite Hälfte vertagen.

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Nkunku bringt Leipzig nur kurzzeitig zurück ins Spiel

Personelle Wechsel gab es zur Pause nicht. Dafür stellte Domenico Tedesco taktisch um: Nkunku spielte nun zentral, Poulsen rückte auf die rechte Seite und Dani Olmo auf die linke. Leipzig kam nun etwas besser in die Partie, versuchte, Druck aufzubauen. Allerdings mangelte es weiterhin an der letzten Idee, an der letzten Genauigkeit.

Trotzdem kämpfte sich der Tabellenfünfte immer mehr zurück in die Partie. 20 Minuten vor Schluss gelang es den Leipzigern erstmals, sich mit Tempo in den Strafraum zu kombinieren. Konrad Laimer lief in der Mitte ein – McGregor parierte. Trotzdem blieb Leipzig dran. Es lief noch immer die 70. Minute. Angeliño flankte aus dem linken Halbfeld mit viel Schnitt in die Mitte wo – wer sonst als – Christopher Nkunku gekonnt in die Kugel sprang und sie volley oben rechts unterbrachte. Leipzig war nun auch rechnerisch komplett zurück im Kampf ums Ticket nach Sevilla.

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Photo by OLI SCARFF/AFP via Getty Images

Die Gäste hatten nun ihre beste Phase. Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer schlug Poulsen infolge eines Angriffs über Dominik Szoboszlai über den Ball. Eine Szene, die nochmal auf Wiedervorlage kommen sollte.

81. Minute, die Rangers bekamen einen Standard, den Leipzig klären konnte. Jedoch konnte Ryan Kent nachsetzen und eine Flanke produzieren, die extrem eklig für Peter Gulacsi wurde. Joško Gvardiol klärte die Bogenlampe auf der Linie. In der Mitte stand jedoch John Lundstram und musste nur noch einschieben. Ibrox explodierte!

Zwei Bundesligapartien stehen für Leipzig noch an, gegen den FC Augsburg am Wochenende und in Bielefeld, bevor am 21. Mai das Pokalfinale gegen den SC Freiburg steigt. Am selben Abend bestreiten auch die Rangers das Endspiel des schottischen Pokals gegen Heart of Midlothian. Zuvor steht selbige Begegnung in der Meisterrunde der Liga an, genauso wie Partien gegen Dundee United und Ross County.

Der Endstand aus Ibrox: Rangers 3, RB Leipzig 1.

Photo by Ian MacNicol/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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