Europa League | Viermal Aluminium! Wildes Remis zwischen Leipzig und Atalanta

UEFA CL/EL

News | In einem wilden Spiel trennten sich RB Leipzig und Atalanta Bergamo mit 1:1. Nachdem Muriel die Gäste früh in Führung brachte, konnte Leipzig im zweiten Durchgang die Niederlage abwenden.

Der nächste deutsche Gegner für Atalanta Bergamo. Im Achtelfinale der Europa League hat die Mannschaft von Gian Piero Gasperini Bayer Leverkusen ausgeschaltet und trifft nun auf RB Leipzig. Die wiederum sind kampflos in die Runde der letzten Acht vorgerückt, da Spartak Moskau vom Wettbewerb ausgeschlossen wurde.

Leipzig gerät früh in Rückstand – Silva an den Pfosten

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber aus Leipzig. Nach kurzer Abtastphase kam Christopher Nkunku in der 7. Minute aus knapp 20 Metern zum Abschluss, konnte den Ball jedoch nicht präzise genug platzieren. Nur wenige Minuten später war es wieder der Franzose, dem nach einem verunglückten Schuss von Henrichs der Ball vor die Füße fiel, daraus aber kein Kapital schlagen konnte. Auffällig in dieser Phase war, dass Leipzig lediglich aus Umschaltsituationen heraus Gefahr entwickeln konnte. Ansonsten stellte das mannorientierte Pressing Atalantas sie vor große Probleme.

Eben diese tauchten in der 17. Minute das erste Mal zwingend vor dem Leipziger Kasten auf. Luis Muriel bekam auf dem linken Flügel zu viel Platz und wurde von Klostermann sowie Henrichs nicht energisch genug attackiert. Diesen Freiraum nutzte der Kolumbianer, zog in die Mitte und vollendete sehenswert ins obere rechte Toreck. Der frühe Rückschlag zeigte Wirkung bei der Mannschaft von Domenico Tedesco. Nur drei Minuten später war es wieder der gut aufgelegte Muriel, der nach einem beherzten Antritt aus 16 Metern den Abschluss suchte und nur knapp rechts verzog.

Symptomatisch für das Spiel der Sachsen in Halbzeit Eins, entstand deren größte Torchance aus einem Ballverlust Atalantas im Spielaufbau. Nach einer Nachlässigkeit von Freuler erkämpfte Laimer den Ball in aussichtsreicher Position. Dessen Zuspiel landete über Umwege bei Andre Silva, der freistehend aus elf Metern nur den Pfosten traf. Das letzte Wort im ersten Durchgang hatten allerdings die Gäste. Mario Pasalic setzte sich an der Torauslinie gegen Orban durch und scheiterte dann mit einem frechen Abschluss am Torpfosten.

rb leipzig atalanta muriel

(Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Silva verschießt Elfmeter – Eigentor Zappacosta

Zunächst zeigte sich in Halbzeit Zwei ein unverändertes Bild. Die Bullen leisteten sich immer wieder Ungenauigkeiten im Passspiel und konnten gegen diszipliniert verteidigende Italiener keinen Druck entwickeln. Wenig überraschend war es dann eine Einzelleistung, die über Umwege zum Erfolg führte. Nach einem Foul von Demiral an Nkunku gab es Elfmeter für Leipzig. Andre Silva trat an, Atalanta-Keeper Musso ahnte jedoch die Ecke und parierte den Strafstoß. Nur wenige Sekunden später fiel dann allerdings doch der Ausgleich. Angelinos Flanke segelt bis auf den zweiten Pfosten, wo Zappacosta klären will, den Ball allerdings unglücklich mit dem Knie ins eigene Tor befördert (58′).

Sicherheit und Ruhe verschaffte den Leipzigern dieser Treffer allerdings nicht. Im Gegenteil, die Gäste zeigten sich vom Ausgleich unbeeindruckt und spielten unbeirrt nach vorne. Nur wenige Minuten später hatten die „Bergamasci“ gleich zwei Großchancen zur Führung. Zuerst setzt der eingewechselte Scalvini den Ball aus sieben Metern über den Kasten, dann trifft Koopmeiners mit einem satten Distanzschuss nur den Pfosten (65′).

Nach wilden Minuten verflachte die Partie nun wieder etwas. Beide Mannschaften standen nun etwas tiefer und verringerten das Risiko. Es hatte den Anschein, als würden sich beide mit dem Remis zufrieden geben und so dauerte es bis zur 82. Minute, ehe etwas Nennenswertes passierte. Der eingewechselte Szoboszlai nahm eine Flanke von Angelino artistisch per Flugkopfball und beförderte sie an den Querbalken. Bis zum Schlusspfiff war das Spiel völlig offen, in der Schlussphase hatten beide Teams Gelegenheiten zum Siegtreffer. Letztendlich stand ein gerechtes Unentschieden zu Buche und somit ist alles offen für das Rückspiel in Bergamo.

(Photo by RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images)

Kilian Thullen

Bosz, Rose & Co. im Herzen, die Bundesliga im Blick. Seinen Durst nach Gegenpressing und dynamischem Offensivspiel stillt Kilian vor allem in Deutschland. Seit 2018 bei 90PLUS.

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