Als Trainer der bosnischen Nationalmannschaft nimmt Sergej Barbarez an der WM 2026 teil. Eine Rückkehr nach Deutschland reizt ihn.
Im Alter von 20 Jahren verließ der heutige Nationaltrainer einst seine Heimat und wechselte zu Hannover 96. Von dem Moment an verbrachte er seine gesamte Laufbahn in Deutschland, ehe er 2008 seine Schuhe an den Nagel hing. Für die 96er, Union Berlin, Hansa Rostock Borussia Dortmund, den Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen absolvierte Barbarez insgesamt über 500 Pflichtspiele und erzielte dabei 162 Tore.
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Eine Rückkehr nach Deutschland ist für den 54-Jährigen daher auch heute noch eine attraktive Option. „Dort habe ich meine schönste Zeit als Fußballer gehabt“, sagte Barbarez im Gespräch mit Sport Bild: „Und ich glaube, mein Weg als Trainer ist noch lange nicht zu Ende.“
Barbarez will Trainer bleiben: Auch Vereinsfußball vorstellbar
Dabei entschied sich der frühere Mittelstürmer erst spät für die Aufgabe an der Seitenlinie. Erst im Alter von 52 Jahren übernahm er seinen ersten Job als Cheftrainer und dann auch noch gleich die prestigeträchtige Position des Nationaltrainers. „Ich bin jetzt voll drin im Trainerjob, es macht großen Spaß“, so Barbarez: „Ich habe richtig Bock auf die Aufgabe als Nationaltrainer, in einem Land etwas zu bewegen. Sollte diese wunderbare Zeit mal enden, kann ich mir das auch bei einem Verein vorstellen.“
Mit der bosnischen Auswahl hat sich der Ex-Hamburger einen Traum erfüllt, der ihm während seiner aktiven Karriere verwehrt blieb: Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Bei Bosniens zuvor einziger WM im Jahr 2014 waren aus dem aktuellen Kader nur Edin Dzeko und Sead Kolasinac schon dabei. Gerade der Sturm-Routinier war für Barbarez seit seinem Amtsantritt 2024 stets ein wichtiger Ansprechpartner.

„Für mich war klar: Wir brauchen Edin Dzeko für unsere Ziele“, erklärte der Nationaltrainer, wieso er sich nach seiner Unterschrift gleich auf den Weg nach Istanbul machte, wo der Angreifer damals für Fenerbahce auflief: „Er ist das Idol. Es ist beeindruckend, wie die jungen Spieler auf dem Platz oder im Hotel zu ihm aufschauen.“ Noch heute sei Dzeko ein „Weltklassespieler“, betonte Barbarez und fügte mit Blick auf eine mögliche Vertragsverlängerung bei Schalke 04 an: „Natürlich kann er noch Bundesliga spielen.“

