Nach 14 Jahren ist Schluss. Didier Deschamps verlässt die französische Nationalmannschaft – und hinterlässt ein Erbe, das in der Geschichte des Fußballs kaum Vergleiche findet. Weltmeister 2018. EM-Finalist 2016. Zweimal WM-Halbfinalist. Frankreich war unter Deschamps zuverlässiger als jede andere Nation der Welt.
14 Jahre, fünf Turniere, ein Weltmeistertitel
Deschamps übernahm Frankreich 2012 nach dem EM-Desaster und formte innerhalb von sechs Jahren eine Weltmeister-Mannschaft. 2018 in Russland holte er den Titel mit einem Team, das Talent und Disziplin perfekt vereinte. 2022 war Frankreich im Finale in Katar. 2026 verlor man das Halbfinale gegen Spanien 0:2 – ein Resultat, das trotz Bronze im Nachhinein zu einem Symbol für die taktischen Grenzen des Deschamps-Systems wurde.
Mbappé bricht Messis Rekord – als Abschiedsgeschenk
Im Bronze-Spiel gegen England erzielte Kylian Mbappé seinen 22. WM-Treffer und überholte damit Lionel Messi als WM-Rekordtorschützen aller Zeiten. Er widmete den Rekord Deschamps: „Was er für diese Mannschaft getan hat, kann ich nicht in Worte fassen.“ Mbappé ist 27 – mit mindestens einer WM vor sich. Der Rekord könnte bei 30 oder mehr Toren enden.
Wer folgt auf Deschamps? – Frankreichs große Frage
Zinédine Zidane ist der Wunschkandidat der Fans – aber er hat nie ein Nationalteam trainiert. Thierry Henry hat Erfahrung mit dem französischen Nachwuchs. Roberto De Zerbi gilt als progressiver Taktiker, der Frankreichs Kader ideal nutzen könnte. Die Entscheidung wird weitreichende Folgen haben: Mit Mbappé, Camavinga, Tchouaméni, Barcola und Olise hat Frankreich den aufregendsten Kader Europas – er braucht nur den richtigen Trainer.

