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90PLUS » Eigentor macht den Unterschied – Österreich schlägt Jordanien
WM 2026

Eigentor macht den Unterschied – Österreich schlägt Jordanien

90PLUS Redaktion
17.06.26, 08:08
90PLUS Redaktion
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Jordanien Österreich
Foto: Getty Images

Heute Morgen um 6:00 Uhr früh startete die Weltmeisterschaft 2026 für Österreich. Die Alpenrepublik traf in San Francisco auf Jordanien, die sich als sehr zäher Gegner präsentierten. Den Führungstreffer durch Romano Schmid glich Olwan aus, doch ein Eigentor von Al-Arab und ein später Treffer von Arnautovic vom Elfmeterpunkt sicherte Österreich den wichtigen Auftaktsieg und den ersten Erfolg bei einer WM seit 36 Jahren.

Ralf Rangnick überraschte in seiner Startelf durchaus mit der einen oder anderen Personalie. Konrad Laimer agierte beispielsweise auf einer offensiveren Halbposition, flankiert von Romano Schmid und Marcel Sabitzer. Kapitän David Alaba wurde rechtzeitig fit und begann in der Innenverteidigung neben Philipp Lienhart. Auf den Außenverteidiger-Positionen startete das Mainzer Duo aus Stefan Posch und Phillipp Mwene.

Jordanien besser, doch Österreich trifft

Angesichts der klaren Unterschiede in der individuellen Kaderqualität kam es durchaus überraschend, dass Jordanien von Beginn an die aktivere und spielbestimmende Mannschaft war. Haddad in der 2. Minute, Al-Taamari in der 9. Minute und Al-Fakhouri in der 17. Minute hatten jeweils die Führung auf dem Fuß, ließen ihre Gelegenheiten aber ungenutzt.

Das ÖFB-Team lief über weite Strecken dem Ball hinterher, spielte sich nach rund 20 Minuten dann aber einmal sehenswert durch. Am Ende der Aktion kam Romano Schmid kurz vor dem Strafraum zum Abschluss und zirkelte den Ball in den rechten Winkel zur glücklichen Führung.

Doch auch der Führungstreffer brachte der Mannschaft von Ralf Rangnick keine wirkliche Ruhe. Nur zwei Minuten später setzte Olwan einen Kopfball an die Latte. Jener Olwan kam in der 34. Minute aus rund zwölf Metern erneut zum Abschluss, scheiterte diesmal jedoch an Alexander Schlager.

Österreich rettete die knappe Führung in die Halbzeit, mit dem Auftritt seiner Mannschaft dürfte Rangnick in den ersten 45 Minuten jedoch kaum zufrieden gewesen sein.

Jordanien gleicht aus, doch ein Eigentor rettet Österreich

Getragen von einer starken Atmosphäre blieb Jordanien auch im zweiten Durchgang die aktivere Mannschaft und erlebte in der 50. Minute den verdienten Höhepunkt. Wieder war es Olwan, der über die linke Seite in den Strafraum zog und den Ball sehenswert in das rechte Eck zum 1:1 schlenzte.

Ralf Rangnick reagierte prompt und brachte mit Arnautovic, Wanner und Chukwuemeka frische Kräfte für die Offensive und das Zentrum. Die Wechsel zeigten Wirkung. Österreich gewann etwas mehr Kontrolle über die Partie und kam kurz nach der Stundenmarke durch Arnautovic und Chukwuemeka zu zwei guten Gelegenheiten.

Wenig später jubelte das ÖFB-Team bereits über die erneute Führung. Nach einer Ecke legte Posch den Ball im Gewühl auf Arnautovic ab, der die Kugel im Tor unterbrachte. Der Treffer zählte jedoch nicht, weil Posch den Ball zuvor mit dem Oberarm berührt hatte. Nach Eingriff des VAR nahm Schiedsrichter Beida das Tor zurück. Schiedsrichter-Experte Ittrich sprach bei Magenta allerdings von einer Fehlentscheidung.

Österreich blieb dennoch dran und nutzte die erste Gelegenheit nach der Cooling Break. Eine scharfe Ecke von Marcel Sabitzer verlängerte Jordaniens Innenverteidiger Al-Arab unglücklich ins lange Eck zum 2:1 für Österreich.

In der Schlussphase verteidigte Rangnicks Mannschaft deutlich konsequenter und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Arnautovic verpasste in der Nachspielzeit sogar doppelt das 3:1, ehe in der neunten Minute der Nachspielzeit Salim Obaid mit einem Handspiel die endgültige Entscheidung verhinderte. Den fälligen Elfmeter ließ sich Arnautovic jedoch nicht nehmen und stellte vom Punkt den 3:1-Endstand her.

Es war ein glücklicher, aber enorm wichtiger Auftaktsieg für das ÖFB-Team. Gleichzeitig wurden auch die bekannten Probleme im kontrollierten Spiel mit Ball sichtbar. Gegen Argentinien am kommenden Montag dürfte Österreich deutlich stärker in jene Pressing- und Umschaltsituationen kommen, die der Mannschaft eher liegen. Jordanien trifft am zweiten Spieltag auf Algerien.

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